Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.383 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »AODHAGAN_937«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Eine handfeste Erfindung
Werbung:
Vor einigen Wochen hatten wir hier die Comics besprochen, die im 558. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden waren. »Das Zeitportal« erwies sich - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade als großer Hit. Abgesehen von zwei, drei halbwegs ordentlichen Comics wurde jede Menge Material geboten, um das man besser einen großen Bogen machen sollte. Eine Zusammenfassung unserer Meinungen zu den einzelnen Geschichten findet ihr an dieser Stelle.

Seit dem 24. Mai gibt es nun schon den Nachfolgeband. Die Nummer 559 trägt den Titel »Eine handfeste Erfindung«, und auch dieses Büchlein werden wir wieder von fünf Testlesern aus unserem Webseitenteam durchschmökern lassen. Mit der Titelgeschichte geht es nun los.

Eine handfeste Erfindung

Zumeist handelt es sich bei den Titelgeschichten der Lustigen Taschenbücher um Erstveröffentlichungen. Dieses Mal ist es jedoch anders: »Eine handfeste Erfindung« stammt aus dem italienischen »Topolino«-Magazin ... wie alle anderen Comics in diesem Band auch, sieht man mal von einem Einseiter ganz am Ende ab. Am 1. Juli 2020 erschien der Comic unter dem Titel »Zio Paperone e la mano di riserva«, was man mit »Onkel Dagobert und die Reserverhand« übersetzen kann. Der Dreißigseiter stammt von Francesco Artibani und wurde von Stefano Intini gezeichnet.

Worum geht es?

Dagobert schlendert mit Donald durch den Entenhausener Stadtpark und beobachtet die anderen Einwohner, um sich durch ihren Anblick zu neuen gewinnbringenden Geschäften inspirieren zu lassen. Und tatsächlich: Die Tatsache, dass die Entenhausener ständige ihre Handys am Wickel haben, bringt ihn auf eine Idee.

Spoiler

Auf einer Messe stellt Dagobert wenig später die neueste Erfindung von Daniel Düsentrieb vor: Eine künstliche Extrahand, die am Körper baumelt und für ihre Träger die gleichen Dinge erledigen kann, für die sonst eine »normale« Hand gebraucht werden würde. »Randy«, so der Name der Reservehand, wird zu einem großen Verkaufserfolg, und schon bald läuft ganz Entenhausen damit herum. Klaas Klever ist vom Erfolg seines Konkurrenten frustriert und will mitmischen, benötigt dafür jedoch das technische Know-How. Der schlaue Panzerknacker Iku wird engagiert, um die Schaltpläne der Hand zu entwenden. Das nervt die anderen Panzerknacker, da sie der Ansicht sind, sie könnten die Sache viel besser erledigen. Sie dringen tatsächlich in Dagoberts Zentrale ein, richten jedoch nur technischen Schaden an, während Iku die Daten im Alleingang auf einem USB-Stick stiehlt. Aufgrund des von den Panzerknackern erzeugten Problems spielen alle bisher verkauften Reservehände plötzlich verrückt, und Schadenersatzforderungen werden laut. Die durchdrehende Technik wird gestoppt, indem der Bürgermeister auf Anraten Dagobert Ducks die ganze Strom- und Internetversorgung der Stadt kappt. Da die Sicherheitskameras die Panzerknacker beim Einbruch gefilmt haben, werden sie als Verursacher überführt, und da sie Klaas Klever verpfeifen, muss dieser für die entstandenen Schäden aufkommen. Dagobert und Donald genießen indessen das ruhige Entenhausen, das ein paar techniklose Tage durchlebt, ehe die Kommunikationselektronik wieder hochgefahren werden kann, weswegen sich die Einwohner vorübergehend wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.

Die Einschätzung

Nun ... die Erfindung, die Düsentrieb hier gemacht hat, ist natürlich ein ziemlicher Quatsch. Allerdings wiegt dies in dem Fall nicht allzu schwer, denn in groben Zügen ist die Story natürlich auch albern gemeint. Trotzdem mit ein paar durchaus richtigen Grundgedanken, denn dass die Leute heutzutage viel zu oft, viel zu lange und an unangebrachten Orten auf ihre Handys starren ist genauso richtig wie es der am Ende hervorgebrachte Grundgedanke ist, dass es doch besser wäre, sich auch mal wieder auf anderen Spaß zu besinnen. Die dazwischen erzählte Geschichte ist auch nicht so schlecht - zum einen werden der Dauerfehde von Dagobert Duck und Klaas Klever mal ein paar neue Nuancen abgewonnen, und indem die Panzerknacker nicht an einem Strang ziehen, sondern sich mit ihrem Vetter Iku einen (indirekten) Wettstreit liefern, wird auch ihren ewigen Angriffen auf Dagoberts Hab und Gut mal etwas Neues abgerungen. Von daher: Eine durchaus nette (und harmlose) Story zum Auftakt. Ein paar Abstriche gilt es bei den Zeichnungen zu machen, denn insbesondere die anderen Einwohner Entenhausens sind schon ziemlich mager in Szene gesetzt wurden und erinnern frappierend an einige schlechte Zeichentrickserien aus den Nullerjahren. Dennoch: »Eine handfeste Erfindung« ist ein ganz anständiger - wenn auch nicht überragender - Einstieg ins neue Lustige Taschenbuch geworden. Von einem Mitarbeiter unserer Seite gab es dafür die Note Zwei, von drei Testlesern eine Drei, und eine Mitarbeiterin entschied sich für eine Vier. Damit landeten wir im Schnitt bei der Schulnote 3,0.


Wie fandet ihr "Eine handfeste Erfindung" (den Comic, nicht den ganzen Band)?
1
 
 124 (29,7%)
Schulnote 3
2
 
 95 (22,7%)
Schulnote 4
3
 
 81 (19,4%)
Schulnote 2
4
 
 46 (11,0%)
Schulnote 1
5
 
 43 (10,3%)
Schulnote 5
6
 
 29 (6,9%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 418 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz