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  Die Entenanalyse: Ein mysteriöses Handicap
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Am 27. April ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 545 mit dem Titel »Die Duckyssee«. Wieder einmal lassen wir ein Quintett an Mitarbeitern das Buch Comic für Comic lesen. Los ging es mit der umfangreichen Titelgeschichte, die zwar nicht so überragend wie erhofft, aber doch auf einem guten Niveau war. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr empfandet den Comic noch ein ganzes Stück besser als wir: Während unser Team am Ende bei der Note 2,6 landete, ist der Zwischenstand eurer Abstimmung derzeit eine 2,25.

Ein mysteriöses Handicap

Was folgte, war der erste und einzige Comic dieses Bandes, der nicht einer früheren Ausgabe des italienischen Wochenmagazins »Topolino« entnommen wurde, sondern speziell für das Lustige Taschenbuch und seine europäischen Pendents verfasst wurde. »Ein mysteriöses Handicap« gehört zum »Universum« der Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art (OMA) und ist 26 Seiten lang. Geschrieben wurde die Geschichte von Lars Jensen, für die zeichnerische Umsetzung war Flemming Andersen zuständig.

Worum geht es?

Vor einem Mann begann ein Mann namens Flori Flop mit dem Golfspielen, nun zählt er bereits zu den stärksten Golfern der Erde. In der Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art vermutet man, er könnte seine Erfolge telekinetischen Fähigkeiten verdanken. Donald und Dussel werden ausgesandt, um zu überprüfen, ob er tatsächlich über diese Gabe verfügt, und falls ja, dann sollen sie ihn für die Organisation anwerben.

Spoiler

Die Mission findet während eines kleinen Golfturniers statt. Da man in der Organisation glaubt, Donald sei ein hervorragender Golfer, soll er mitspielen, während Dussel seinen Caddy mimt. Tatsächlich kann Donald gar nicht golfen, es ist ihm jedoch zu peinlich, dies klarzustellen. Nach einem Missgeschick am ersten Loch läuft es für ihn erstaunlich gut, und auch Flori Flop spielt überragend, während sich alle anderen von einem irritierenden Anfängerfehler zum nächsten hangeln. Der Verdacht, Flori Flops potenzielle Fähigkeiten seien im Einsatz, erhärtet sich also. Während einer Pause stellen Donald und Dussel fest, dass die Caddys der anderen Teilnehmer alte Bekannte sind: Es handelt sich um die Bande, die im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 452 einen Auftritt in dem OMA-Comic »Die Nymphen der Nacht« (einem etwas besseren Teil der ansonsten recht durchwachsenen Reihe) absolvierten. Sie haben auch von Floris Fähigkeiten Wind bekommen, weswegen sie ihn betäuben und entführen wollen. Donald und Dussel können die Bande vorübergehend stoppen. Als sich die Unholde befreien, versuchen die beiden gerade, Flori von den anderen Golfern zu isolieren, um ihn zu retten. In dem Moment enttarnt sich ein Geist namens Harvey Pokey, seines Zeichens ein riesiger Golf-Fan. Er ist derjenige, der Floris Bälle ohne dessen Wissen zielgerichtet in die Löcher lenkte, da er Gefallen an Floris Stil gefunden hatte. Über telekinetische Fähigkeiten verfügt Flori nicht. Die Verbrecherbande wird mit gezielten Golfschwüngen ausgeschaltet. Am Ende gestehen Flori und Donald den anderen Golfern, dass sie gar nicht sonderlich gut im Bälleschlagen sind, woraufhin sie von diesen unter die Fittiche genommen werden und Lehrstunden erhalten. Harvey Pokey golft indessen fortan höchstselbst - und zwar gegen andere Geister.

Die Einschätzung

Nun, zumindest eine Sache kann man gleich mal positiv anmerken: Für einen Comic mit einem hohen Anteil an Dussel Duck waren die Momente mit missratenem Slapstick von erfreulich geringer Zahl. Leider war aber auch der Unterhaltungswert recht gering. Die OMA-Reihe gehört ohnehin nicht unbedingt zu unseren Favoriten, diese Episode hier ist geradezu seicht. Kein Wunder, schließlich gibt es hier keine auffällige Monsterhatz, sondern größtenteils einfach nur Geflügel beim Golfspielen. Nun mögen Golfübertragungen sicher für einige Leute ihren Reiz haben, und ein Auftritt von Florentin Will und Etienne Gardé sorgte vor einigen Jahren sogar für eine Stunde richtig amüsanter Unterhaltung. Golf in gezeichneter Form ist hingegen ... nun ja ... eher eine Sache für Leser mit sehr exotischen Spaßvorstellungen. Die bösen Caddys sorgen auch nicht für sonderlich viel Würze, und spätestens in dem Moment, in dem der Geist auftaucht und der Versuch angestellt wird, seine Eingriffe in die Spiele zu begründen, wird es einfach ein Stück zu abstrus und wunderlich. Am Ende hat man den Eindruck, eine ziemlich seltsame Geschichte ohne großen Pep gelesen zu haben. Eine unserer Mitarbeiterinnen entschied sich für die Note Drei, jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf vergeben. Dadurch landeten wir am Ende beim Durchschnittswert 4,2.


Wie fandet ihr "Ein mysteriöses Handicap"?
1
 
 142 (35,9%)
Schulnote 5
2
 
 101 (25,5%)
Schulnote 6
3
 
 70 (17,7%)
Schulnote 3
4
 
 45 (11,4%)
Schulnote 4
5
 
 29 (7,3%)
Schulnote 2
6
 
 9 (2,3%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz