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  Die Entenanalyse: Ein Genie macht Ferien
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Zuletzt hatten wir mit unseren Besprechungen der Comics des 560. Lustigen Taschenbuchs ein paar Tage ausgesetzt, heute soll es nun weitergehen. »Ab an den Strand!« ist seit dem 21. Juni im Handel, und wir lassen es von fünf Testlesern durchschmökern. Der letzte von uns thematisierte Comic »Der Kryptospeicher« beschäftigte sich - wieder mal - mit digitalen Währungen, und er war ein ganzes Stück besser als vorausgegangene Geschichten zum gleichen Thema. An dieser Stelle könnt ihr den zugehörigen Artikel finden. Ihr wart ein wenig kritischer als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,8 vergeben haben, ist bei euch eine 3,26 herausgekommen. Nun geht es mit Daniel Düsentrieb an den Muschelsund.

Ein Genie macht Ferien

Bei diesem Comic war man mit der Übersetzung ziemlich schnell: Erst am 25. August des vergangenen Jahres war das Original im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht worden. Die 24 Seiten lange Sommerstory wurde von Vito Stabile ersonnen und von Valerio Held in Bilder gegossen. Der Originaltitel lautete »Archimede e la normale vacanza geniale«, was man mit »Daniel Düsentrieb und der ganz normale Urlaub eines Genies« übersetzen kann.

Worum geht es?

Während ganz Entenhausen in den Urlaub fährt, plant Daniel Düsentrieb, in seiner Werkstatt zu verweilen. Dann stellt er jedoch fest, dass er in ein schöpferisches Loch gefallen ist: Ihm fallen partout keine Dinge mehr ein, die er erfinden könnte. Zu seinem Glück taucht Daisy Duck auf. Sie bietet ihm an, sie in den Urlaub zu begleiten und neue Kraft zu tanken.

Spoiler

Am Muschelsund angekommen, wird Daniel mit einigen Freunden von Daisy bekanntgemacht. Man sitzt gemeinsam am Esstisch und plaudert, und prompt stellt sich heraus, dass Düsentrieb schon als Kind ein solcher Sonderling war, dass er nur merkwürdige Geschichten aus seinem Leben zu berichten weiß. Dadurch gerät die Stimmung in Schräglage. Damit so etwas nicht nochmals passiert, trägt Düsentrieb nachts »Adaptionsgel« auf, eine Zahncreme, die ihn automatisch dazu bringt, sich an andere anzupassen. Da es ekelhaft schmeckt, verdünnt er das Gel. Am nächsten Tag ist Düsentrieb viel lockerer und kann sich problemlos integrieren. Nachdem seine Scherze zunächst sehr gut ankommen, verwandeln sie sich jedoch nach und nach in nerviges Gemoser, und er eckt wieder bei Daisys Freunden an. Das Verdünnen des Gels hat zu diesem Nebeneffekt geführt. Aufgrund seines erneut unmöglichen Verhaltens begleitet Düsentrieb Daisy und deren Freunde zunächst nicht zu deren geplanten Abend am Strand, bei dem Sterne beobachtet werden sollen. Zurück im Hotel bemerkt Düsentrieb, dass Wolken den Blick auf die Sterne versperren. Dies inspiriert ihn dazu, eine »Sternenbrille« zu erfinden, mit der man durch Wolken hindurchsehen kann. Diese bringt er zu Daisy und deren Freunden und beschert ihnen dadurch einen wundervollen Abend. In den Folgetagen erfindet er dank seiner zurückgekehrten Kreativität weitere Dinge, die ihnen die Zeit versüßen, und so wird doch noch ein gelungener Urlaub aus seiner Reise an den Muschelsund.

Die Einschätzung

Dass Daniel Düsentrieb mal Urlaub macht und dann während seiner Ferien nicht davon ablassen kann, Dinge zu erfinden, ist - vorsichtig ausgedrückt - nicht die allerneueste Storyidee. Vom Kurzcomic im Micky Maus Magazin bis hin zum Standard-Dreißigseiter war schon alles dabei, und das Thema taucht regelmäßig immer wieder auf. Eigentlich steht in diesen Fällen immer nur die Frage im Raum, ob es nur darauf hinausläuft, dass Düsentrieb mit seinen Einfällen Chaos anrichtet, oder ob noch ein Heilewelt-Ende hinterhergeschoben wird. In »Ein Genie macht Ferien« ist Letzteres der Fall. Insgesamt ist hier ein Comic herausgekommen, der gut zur Jahreszeit passt, der sich nett wegliest, ein paar Minuten ordentlich unterhält und dann schnell wieder in Vergessenheit geraten dürfte. Für mehr als das ist er zu unspannend (um nicht zu sagen: gar nicht spannend), zu wenig überraschend und allgemein zu unspektakulär. Die Kombination aus Daisy und Daniel ist eigentlich noch frisch und unverbraucht, aber daraus wurde nicht übermäßig viel herausgeholt. Vielleicht beim nächsten Mal! Vier unserer Testleser bewerteten »Ein Genie macht Ferien« schlussendlich mit der Schulnote Drei, während sich der letzte Testleser für die Note Vier entschied. Dies ergab summa summarum die Durchschnittsnote 3,2.


Wie fandet ihr "Ein Genie macht Ferien"?
1
 
 130 (33,2%)
Schulnote 4
2
 
 105 (26,8%)
Schulnote 3
3
 
 52 (13,3%)
Schulnote 5
4
 
 46 (11,7%)
Schulnote 1
5
 
 32 (8,2%)
Schulnote 2
6
 
 27 (6,9%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 392 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz