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  Die Entenanalyse: Ein Gast zum Gernhaben
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Momentan lesen fünf unserer Mitarbeiter das 509. Lustige Taschenbuch, das den sperrigen Titel »Extrem erfrischen!« trägt und seit dem 17. Juli im Handel ist. Nach einem sehr schwachen Start wurde es halbwegs okay, auf eine wirklich gute Story warten wir aber noch. Zuletzt thematisierten wir die Sergei-Schlamassi-Geschichte »Randale auf der Ranch«, den zugehörigen Beitrag findet ihr an dieser Stelle. Den daran angeschlossenen Dussel-Duck-Einseiter »König des Chaos: Der Erste und der Letzte« lassen wir an dieser Stelle weg, da sich dazu nichts Sinnvolles schreiben lässt, und wir machen mit der nächsten »richtigen« Story weiter.

Ein Gast zum Gernhaben

Ein Einseiter ist »Ein Gast zum Gernhaben« nicht, aber es handelt sich auch um eine vergleichsweise kurze Geschichte. Der Dreireiher ist zwölf Seiten lang und hieß ursprünglich »Basettoni e l'ospite riconoscente«, was zu Deutsch »Kommissar Hunter und der dankbare Gastgeber« bedeutet. Dreizehn Jahre hat es gedauert, bis er den Weg in die deutsche Sprache geschafft hat, denn er wurde erstmals am 15. November 2005 im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Geschrieben wurde er von Carlo Panaro, für die Zeichungen war Maria Luisa Uggetti verantwortlich.

Worum geht es?

Kommissar Hunter hat frei und genießt seine Ruhe. Inspektor Issel kommt hinzu, und da Hunters Ehefrau gerade verreist ist, bietet ihm der Kommissar an, einfach ein paar Tage bei ihm zu bleiben. Issel nimmt die Einladung an und versucht anschließend, Hunter bestmöglich zu unterstützen. Dabei sorgt er jedoch nur für Chaos.

Spoiler

Dem Kommissar wird ein Paket geliefert, Issel hält es für verdächtig, schüttelt daran und zerstört damit die sechs Gläser, die Hunters Ehefrau bestellt hatte. Ein Elektriker kommt vorbei, Issel versucht seine Identität festzustellen und hält ihn dabei so lange hin, bis dieser entnervt abrauscht, ohne seine Arbeit erledigt zu haben. Beim Äpfelkaufen fehlen zehn Gramm, Issel hält dies für Betrug und sucht so lange nach einem passenden Apfel, dass er aus dem Obstladen gejagt wird. Hunter will eine Zeitung kaufen, Issel hält das Rückgeld des Zeitungsverkäufers für mutmaßliches Falschgeld und hält dadurch den Verkehr so lange auf, dass ihm das neue Micky Maus Magazin ins Gesicht geschleudert wird. In der Wäschereinigung überflutet Issel bei der Maschinenkontrolle den Raum. Schlussendlich hat Hunter genug und wirft Issel aus seinem Haus, woraufhin dieser ratlos zurückbleibt und sich fragt, ob er womöglich etwas Falsches gesagt hat.

Die Einschätzung

Obwohl der Comic lediglich zwölf Seiten lang ist, kommt hier trotzdem rasch das Gefühl auf, dass er noch ein Stück kürzer hätte sein können. Das liegt daran, dass das System »Issel versucht Hunter zu helfen und richtet dabei mehr Schaden an, als dass er hilft« schon nach dem zweiten Mal beim Leser angekommen ist und dann bei jedem neuen Mal der Gedanke »okay, wir wissen es, jetzt kommt zum Punkt« in den Kopf schießt. Und wie das mit einem Witz eben ist, der einmal zu häufig erzählt wurde und dann jedes Mal aufs Neue repetiert wird: Er zündet dann einfach nicht mehr, und dann wird er nervig. Dass das Ganze dann am Ende darauf hinauslaufen würde, dass Hunter Issel vor die Tür setzt und dieser die Welt nicht mehr versteht, konnte man auch schon nach einem Drittel der Story absehen. Am Ende kann man der Geschichte nur die netten besonders farbenfrohen Panels und die Kürze als Pluspunkt zurechnen. Zudem war es amüsant, dass sich Issel das Micky Maus Magazin kaufte. Das war jedoch zu wenig für eine gute Wertung: Eine unserer Mitarbeiterinnen gab dem Comic die Note Drei, jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf vergeben. So landeten wir am Ende bei dem Durchschnittswert 4,2.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz