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  Die Entenanalyse: Ein Fantastilliardär plant Urlaub
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Seit dem 20. Juli kann man das 548. Lustige Taschenbuch im Handel bekommen. Es trägt den Titel »Höher schneller weiter!« und enthält ungewöhnlich viele - dafür dementsprechend kurze - Comics. Sieben davon haben wir hier bereits thematisiert, zuletzt die harmlose Story »Programmieren für Dummies«, in der Donald Duck versucht, sein Haus mit Hilfe eines Roboters wieder instandzusetzen, was sich als mühevoller als gedacht herausstellt, da er erstmal lernen muss, wie man das Gerät programmiert. Unseren Artikel findet ihr hier. Wir waren wenig angetan und vergaben im Schnitt die Note 4,2, eure Abstimmung ist bis dato etwas besser ausgefallen (3,81). Weiter ging es im Geldspeicher von Dagobert Duck.

Ein Fantastilliardär plant Urlaub

Auch dieser Comic ist einer von der kürzeren Sorte: Nur dreizehn Seiten umfasst der Dreireiher. Er wurde am 11. August des Jahres 2009 erstmals im italienischen Wochenmagazin »Topolino« abgedruckt. Dass man es zwölf Jahre lang nicht für sonderlich nötig hielt, ihn international zu verbreiten, spricht nicht gerade für die Geschichte. Geschrieben wurde sie von Massimiliano Valentini, für die Zeichnungen war Sergio Cabella verantwortlich. Der Originaltitel lautete »Zio Paperone e l'inghippo d'agosto«, was wortgetreu übersetzt »Onkel Dagobert und der August-Trick« bedeutet ... womöglich gibt es ja noch einen doppelten Sinn im Italienischen, der sich uns nicht erschließt.

Worum geht es?

Nachdem Baptist in den Urlaub fährt, ist Dagobert Duck traurig, dass er sich nie erholen kann. Er erwägt, ausnahmsweise drei Tage frei zu machen, bemerkt dann aber, dass die Panzerknacker außerhalb des Geldspeichers herumlungern. Da ihm die Polizei nicht helfen will, bestellt er Donald ein, um gemeinsam mit ihm einen Plan auszuhecken.

Spoiler

Donald rückt mit einem Reisekoffer an, die beiden unterhalten sich eine Weile, dann verlässt Dagobert den Geldspeicher mit einem Reisekoffer und überlässt Donald das Gebäude, damit er es bewacht. Die Panzerknacker trauen dem Braten nicht und verfolgen Dagobert. Der fährt zum Flughafen, regt sich dort über die Parkplatzpreise auf und siegt dann in einen Flieger, der ihn gen Duckapulco bringen wird. Zufrieden nehmen die Panzerknacker zur Kenntnis, dass Donald damit definitiv alleine im Geldspeicher sein muss. Nachts kappen sie die Stromleitungen, verkleiden sich als Elektriker und statten dem Geldspeicher einen Besuch ab. Nachdem sie hereingelassen wurden, versuchen sie einen Safe aufzubrechen ... warum auch immer, denn eigentlich liegt überall genug anderes Geld herum. In diesem Moment taucht Dagobert Duck auf, der Donalds Kleidung trägt, und macht die Panzerknacker dingfest. Derjenige, der zum Flughafen gegangen war und Dagoberts Kleidung trug, war Donald. Die Panzerknacker werden der Polizei übergeben, und Dagobert gönnt sich endlich einen Urlaub - und zwar im »Sesterzengebirge«, das er innerhalb seines Geldspeichers aufgetürmt hat.

Die Einschätzung

Man kann die ganze Story dieses Comics in wenigen Worten erzählen: Dagobert plant Urlaub, tauscht mit Donald die Rollen, die Panzerknacker fallen darauf rein und werden verhaftet. Das auf dreizehn Seiten zu strecken, ist eine ganz schöne Kunst. Vor allem eine Kunst, bei der man das dumpfe Gefühl hat, das Ganze alles schon wiederholt gelesen zu haben, auch wenn es vielleicht nicht darum ging, Urlaub zu machen. Aber Verkleidungen sind in Entenhausen eben so sehr an der Tagesordnung, dass es schon albern ist, dass über mehrere Seiten noch offengelassen wird, was Donald und Dagobert da wohl ausgeheckt haben. Nun ... sagen wir mal: Es sollte offengelassen werden, tatsächlich ist eh jedem klar, worauf dies hier hinauslaufen würde. Der große Vorteil des Comics ist, dass er schon nach dreizehn Seiten wieder vorüber ist. Schlussendlich war das weder spannend noch sonderlich witzig, und so gab es von drei Mitarbeitern unserer Seite die Note Vier, zweimal wurde eine Fünf vergeben. Dies bedeutete im Endeffekt den Durchschnittswert 4,4, und so langsam zeichnet sich ab, dass die im Artikel zur Titelgeschichte geäußerte Besorgnis berechtigt gewesen sein könnte.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz