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  Die Entenanalyse: Ein Fall für Detektiv Duck - Ein Heißsporn kriegt kalte Füße
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Seit einigen Tagen lassen wir fünf Mitarbeiter unserer Webseite die Comics des 516. Lustigen Taschenbuchs lesen, das man seit dem 29. Januar bekommen kann und den Namen »Frost mit der Post« trägt. Bislang gab es noch keine richtigen Höhepunkte, umgekehrt waren aber auch noch keine kompletten Totalausfälle dabei. Auch die zuletzt von uns gelesene Story »Der Klub der Intelligenzler« war »solala«, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. Weiter ging es in dem Band mit Detektiv Duck.

Ein Fall für Detektiv Duck: Ein Heißsporn kriegt kalte Füße

Es handelt sich um einen rund zwei Jahre alten Comic, dessen Erstveröffentlichung am 18. Januar des Jahres 2017 in der 3191. Ausgabe des italienischen Magazines »Topolino« erfolgte. Damals trug der 34 Seiten lange Dreireiher den Namen »Questione di Grinta«, was zu Deutsch »Eine Angelegenheit des Mutes« bedeutet. Geschrieben wurde die Geschichte von Vito Stabile, für die zeichnerische Umsetzung war Carlo Limido zuständig. Eben so, wie man dies von der zweiten Detektiv-Donald-Reihe kennt. Die letzte Episode, die im 509. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden war, hatte uns vor einem halben Jahr gut gefallen, wie ihr nach wie vor an dieser Stelle nachlesen könnt.

Worum geht es?

Donalds Detektei bwird von einem großen Mann namens Benjamin aufgesucht, der gerne einen Filmbösewicht spielen möchte, aber trotz seiner Statur einfach nicht erschreckend genug rüberkommt. Er beauftragt Donald mit der »Suche nach seinem Image«.

Spoiler

Zunächst soll Filmdiva Daisy versuchen, Benjamin ein wenig Schauspielunterricht zu geben, doch dieser flüchtet beim Anblick ihres kleinen Haustieres. In einer Ganovenbar werden er und Donald verprügelt. Ein Psychologe namens Ludwig von Brillant, der eine auffällige Ähnlichkeit zu Primus von Quack aufweist, findet mit Hilfe einer Maschine heraus, dass der Grund für Benjamins Verweichlichung ein Trauma ist, das er als Kind auf einem Rummelplatz davongetragen hat, als er dort allein durch die Geisterbahn fuhr. Abhilfe soll eine Konfrontationstherapie auf dem alten Rummelplatz sorgen, der inzwischen kurz vor dem Ruin steht. Eine neuerliche Fahrt durch die Geisterbahn verunsichert Benjamin umso mehr. Nebenher erzählt er Donalds Assistentin Dolly davon, dass er in seiner Freizeit Affen dressiert. Der Rummelplatzbesitzer bekommt davon Wind und beschließt, die Affen stehlen zu lassen, um mit ihnen als neuer Attraktion neues Leben in seinen Jahrmarkt zu bekommen. Als Benjamin später mitbekommt, dass nicht nur die Affen, sondern auch Dolly gefangen genommen wurden, dreht er durch und prügelt alle Bösewichte zusammen. Dadurch merkt er, dass er durchaus in der Lage ist, glaubhaft einen brachialen Charakter darzustellen. Gänzlich geheilt wird er trotzdem nicht: Als er eine Fledermaus erspäht, nimmt er die Beine in die Hand und flüchtet. Der Comic endet mit einem Cliffhanger: Detektiv Donald erhält einen Brief seines Onkels Dagobert, der ankündigt, ihn besuchen zu wollen.

Die Einschätzung

Mit »Garantiert unverträglich«, der Detektivgeschichte aus dem 509. Lustigen Taschenbuch, konnte »Ein Heißsporn kriegt kalte Füße« leider nicht mithalten. Ein Problem ist der eigentliche Start in die Story, denn zwar entwickelt sich das Ganze tatsächlich zu einem Kriminalfall, allerdings ist es schon sehr stark konstruiert, dass Benjamin ausgerechnet in einer Detektei nachfragt, wie er zu einem gut rüberkommenden Filmbösewicht werden könnte. Benjamin selbst ist allerdings eine gut gelungene Figur, da es sich ausnahmsweise nicht um einen Schema-F-Protagonisten handelt, sondern um eine Person mit Ecken und Kanten und - für eine Nebenfigur - mit recht großer Hintergrundtiefe. Dass jemand, der selbst eine Horde Affen hält, Angst vor einem Mini-Hündchen hat, ist allerdings irritierend. Der sich nach und nach entwickelnde Kriminalfall ist mäßig spannend, da man sich im Grunde genommen denken kann, wie das alles ausgehen wird. Was überzeugt, ist der historische Flair, der in diesem Comic - wie auch den anderen Episoden von »Ein Fall für Detektiv Duck« - in die Panels hineingezeichnet wurde. Der überzeugt. Insgesamt daher eine ganz ordentliche, aber eben nicht so überzeugende Story wie beim letzten Mal. Vier unserer Mitarbeiter entschieden sich für die Note Drei, einer für eine Vier, so dass wir am Ende beim Durchschnittswert 3,2 herauskamen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz