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  Die Entenanalyse: Duell der Alleswisser
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Am 26. März ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen. Dieses trägt die Nummer 518 und den Titel »Das Schlaue Buch in Gefahr«. Nach der eher durchwachsenen Titelgeschichte ging es mit der recht umfangreichen Kater-Karlo-Story ein bißchen aufwärts, wenngleich man sie nicht als überragend bezeichnen kann. Unsere gestrige Besprechung von »Der ewige Sündenbock« findet ihr an dieser Stelle. Mit einem Wettstreit ging es weiter.

Duell der Alleswisser

Es handelt sich um einen knapp zwei Jahre alten Comic. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 26. Juli 2017 im italienischen Wochen-Comic-Magazin »Topolino«. Damals trug der 26 Seiten lange Dreireiher den Titel »Battista e la difficilissima domandissima«, was zu Deutsch »Baptist und die sehr schwierige Frage« bedeutet. Der Comic stammt von Giorgio Salati, die Zeichnungen erschuf Luca Usai.

Worum geht es?

Tick, Trick und Track bitten Onkel Dagobert im Namen des Fähnlein Fieselschweifs, 200.000 Taler für die Errichtung einer Bibliothek beizusteuern. Dieser lehnt ab und widmet sich einem - für ihn - viel größeren Problem: Seine Fernsehshow »Quizzer« verliert immer mehr Zuschauer, da die Kandidaten einfach töricht sind und nichts wissen. Es müssen also kurzfristig bessere Kandidaten her.

Spoiler

Primus von Quack lehnt eine Teilnahme ab, da er auf Lebzeiten für jegliche Quizshows disqualifiziert wurde. Donald hat zu wenig Wissen, ein anderer hingegen schon: Baptist. Da er seit langer Zeit Dagoberts Bibliothek abstauben musste, hat er viel gelesen und sich alles gemerkt. In der Show wird neben Baptist ein zweiter neuer Kandidat präsentiert: Klaas Klevers Assistent Anwantzer. Dessen Hirn wurde mittels eines »Superhirn-Helms« mit Wissen stimuliert, wodurch er nun ebenfalls über eine massive Allgemeinbildung verfügt. Baptist und Anwantzer duellieren sich Runde für Runde, immer kommen sie weiter, und zwischendrin trainieren sie mehr und mehr, um einen noch größeren Wissensschatz anzulegen (der eine manuell, der andere unter Einsatz des Helms). Nach fünfzehn Stunden Frageduell ist immer noch kein Sieger gefunden, und die geplanten Fragen sind komplett aufgebraucht. Schlussendlich sollen die Rivalen die Adresse eines speziellen australischen Second-Hand-Ladens nennen. Anwantzer kapituliert, Baptist kann sie hingegen nennen: Dagobert Duck hatte dort einst seinen Zylinder gekauft, und Baptist hatte die Adresse darin gelesen und im Unterbewusstsein gespeichert. Am Ende bitten die Fieselschweiflinge erneut um 200.000 Taler. Dagobert erwidert, er würde ihnen die Hälfte geben, wenn sie die andere Hälfte anderweitig besorgen. Er spekuliert darauf, dass dies eh nie passen würde. Baptist schenkt ihnen aber sein komplettes Preisgeld, und das umfasst genau 100.000 Taler, so dass Dagobert wutentbrannt die zweite Hälfte des Geldes für die Bibliothek springen lassen muss.

Die Einschätzung

Klaas Klever gegen Dagobert Duck gab es nun schon verflixt oft. Dass Anwantzer und Baptist hier als Platzhalter für die beiden schwerreichen Streithähne ins Gefecht ziehen, ist zumindest schon mal eine willkommene Abwechslung. Eine, die ein gehöriges Logikproblem in sich trägt: Warum genau darf Anwantzer seinen Helm tragen? Wenn technische Hilfsmittel in Ordnung sind, warum stellen sich die Kandidaten dann nicht einfach mit ihrem Smartphone hinters Pult und googeln schnell nach den Ergebnissen? Aber gut, es ist ein Disney-Comic, da muss man nicht die gleichen Maßstäbe an die Logik anlegen, wie man es in der Realität tun würde. Insgesamt präsentiert sich das »Duell der Alleswisser« als eine ganz ordentliche Story, wenngleich schon ganz schön auf den Putz gehauen wird, was das Wissen der beiden Rivalen angeht. Dass Baptist auch hier am Ende ein netter menschlicher Touch gegeben wird, ist sehr erfreulich. Außergewöhnlich ist die Einbindung von realen Orten und Personen, etwa Pjotr Iljitsch Tschaikowski, John Everett Millais und die Präraffaeliten, Dschibuti und Belize. Normalerweise würde man in solchen Fällen mit Figuren und Plätzen rechnen, die namenstechnische Umformungen durchgemacht hätten. Wie dem auch sei: Zwei unserer Mitarbeiter gaben dem Comic die Note Drei, drei gaben ihm eine Vier, so dass wir hier am Ende mit einer 3,6 herauskamen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz