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  Die Entenanalyse: DoppelDuck - Spion oder Spieler?
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Seit einigen Tagen lesen wir nun schon die Comics, die im 515. Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurden, das seit dem 2. Januar im Handel ist und den Titel »Die Cyberbrille« trägt. Die zuletzt von uns gelesene Baptist-Story »Tee ohne Ende« erwies sich als harmloser Heile-Welt-Comic, dessen überdimensionierter Wohlfühlfaktor nicht störte, sondern im Gegenteil richtig gut rüberkam, wie ihr an dieser Stelle nach wie vor nachlesen könnt. Nun ging es mit Agent DoppelDuck weiter.

DoppelDuck: Spion oder Spieler?

Die Geschichte ist etwas mehr als drei Jahre alt, sie wurde am 4. August des Jahres 2015 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Damals trug der 24 Seiten lange Dreireiher den Titel »Come un gioco«, was zu Deutsch »Wie ein Spiel« bedeutet. Geschrieben wurde das gute Stück von Vito Stabile, für die zeichnerische Realisation war Emilio Urbano der Verantwortliche.

Worum geht es?

DoppelDuck erfährt von seinem Geheimdienst, dass ein Telefonat abgehört wurde, laut dem es im Stadtpark zur Übergabe eines Koffers kommen soll, der geheime Informationen über ihn enthält. Er und Kay-K fahren in den Park, wo sie jedoch nur einen beinahe leeren Koffer finden, in dem lediglich ein Zettel mit der Aufschrift »DoppelDuck ist dämlich« liegt. Es handelt sich nur um einen Köder: Bewaffnete Männer tauchen auf, die ein Modul zur Datenübertragung an DoppelDucks Nervensystem anschließen. Dieses beginnt, alle Informationen aus seinem Bewusstsein herunterzuladen. Es bleiben wenige Stunden, dann würden die Feinde die geheimsten Projekte der Agentur kennen. Entfernen lässt sich das Modul nicht, da es aufgrund einer Sicherheitsschaltung sonst lebensgefährlich für den Agenten werden würde.

Spoiler

Kay-K überrumpelt die bewaffneten Männer, dann flüchten sie und DoppelDuck. Um herauszufinden, wie man das Gerät wieder loswerden kann, gilt es fortan diejenigen zu finden, die es gebaut haben. Ein begabter Elektroniker namens Charlie, mit dem Kay-K befreundet ist, sieht sich das Modul an und berichtet, es sei von der japanischen Elektronikschmiede »Tecnoko« hergestellt worden. DoppelDuck und Kay-K reisen daraufhin nach Japan, um sich vor Ort umzusehen. Bei Tecnoko wird DoppelDuck bereits erwartet. Es nimmt ihn der neue Leiter der Abteilung Mikroelektronik in Empfang: Charlie, der selbst hinter allem steckt und heimlich im gleichen Flugzeug nach Japan gereist ist, das die beiden Agenten benutzt haben. Aufgrund eines Schlafmittels in dem Tee, den DoppelDuck zum Empfang getrunken hat, landet der Agent gefesselt in den Katakomben des Gebäudes. Als der Download der Daten aus DoppelDucks Gehirn zu 99 Prozent abgeschlossen ist, ist Kay-K zur Stelle und überrumpelt die Gangster. Mit einem zufällig anbei liegenden Eisstrahler wird das Modul gefrostet und auf diese Weise zerstört, so dass der Download abbricht. DoppelDuck beschließt, in Zukunft weniger waghalsig durchs Agentenleben zu gehen, und zur Erholung reist er zu Oma Duck, um sich die Comics durchzulesen, die er einst in Kindertagen geschmökert hatte.

Die Einschätzung

Entweder stehen wir auf dem Schlauch, oder der Comic hat eine gravierende logische Lücke: Warum genau lotst Kay-Ks alter Kumpel Charlie die Agenten nach Japan, wenn er doch selbst hinter der Sache steckt? Normalerweise wäre es doch in seinem Sinne gewesen, die beiden auf eine falsche Fährte und an eine ganz andere Ecke der Welt zu befördern. So aber verursacht der Unhold sein Scheitern im Grunde genommen ohne Not selbst. Insgesamt ist die Story mal ein wenig anders als die meisten bisherigen DoppelDuck-Storys, da DoppelDuck selbst im Auge des Sturms steht und geschützt werden muss. Das ist eine nette Abwechslung gegenüber dem Rest der Serie, wobei diese eigentlich auch von Haus aus ganz ordentlich ist. Was das Zeichnerische & Co. angeht, bekommt man hier genau das geliefert, was man von der Reihe nun schon seit Jahren kennt und das sicher für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig ist, da es nicht unbedingt dem entspricht, was man von Donald-Duck-Storys erwartet. Sieht man mal von der erwähnten massiven Unlogik ab, war die Story ganz ordentlich, und das Ende mit Oma Duck sogar auf eine angenehm kontrastierende Weise friedlich. Schlussendlich gaben jeweils zwei unserer Mitarbeiter dem Comic die Noten Zwei und Drei, eine Mitarbeiterin entschied sich für eine Vier, so dass summa summarum der Durchschnittswert 2,8 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz