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  Die Entenanalyse: Diss-Harmonie
Nur noch zwei Comics, dann haben sich unsere fünf Testleser durch das 561. Lustige Taschenbuch gearbeitet, das »Auf ins Meer!« heißt und seit dem 19. Juli im Handel ist. Bei Geschichten wie der zuletzt hier thematisierten »Heißzeit« handelt es sich wirklich um Arbeit, denn das Dussel-Duck-Machwerk war vieles, aber ganz gewiss nicht unterhaltsam. Ihr findet unsere Besprechung, wenn ihr hier klickt. Eure Abstimmung (Schulnote 4,61) ist bisher praktisch decklungsgleich mit unserer Wertung (Schulnote 4,6). Nun geht es mit einem Ausflug ins Rapgeschäft weiter.

Diss-Harmonie

Auch dieser Comic hat erst ein Jahr auf dem Buckel. Er erschien erstmals am 28. Juli des vergangenen Jahres im italienischen »Topolino«-Magazin. Damals trug das 26 Seiten umfassende Werk den Titel »Paperino e la vacanza rap«, was man mit »Donald Duck und der Rap-Urlaub« übersetzen kann. Marco Bosco war derjenige, der die Idee zur Story entwickelte, Federico Franzò setzte sie zeichnerisch um.

Worum geht es?

Dem berühmten Rapper Mac Ducker, der bei der Plattenfirma von Dagobert Duck unter Vertrag steht, mangelt es an Inspiration für ein neues Album, da er zu sehr von Fans belagert wird. Da er Donald stark ähnelt, schlüpft Donald in seine Rolle, um einen Luxusurlaub in Duckapulco zu machen und dort die Aufmerksamkeit der Fans auf sich zu lenken, während Mac Ducker einen inspirierenden Bergurlaub macht. Natürlich läuft all das nicht so wie geplant.

Spoiler

Zunächst läuft alles glatt. Donald winkt mehrmals am Tag den Fans zu und genießt ansonsten den Luxus in seinem Hotel, und Mac Ducker entwickelt in den Bergen erste Ideen. Sie haben jedoch die Rechnung ohne Klaas Klever gemacht, der mit Lay-Z einen eigenen berühmten Rapper unter Vertrag hat. Seitdem dieser ein Freestyle-Battle gegen Mac Ducker verloren hat, laufen die Verkäufe jedoch schleppend. Klever und sein Assistent Anwantzer beschließen, den vermeintlichen Mac Ducker im Urlaub mit einem improvisierten Freestyle-Battle zu überrumpeln und ein Video ins Netz zu stellen. Da Donald nicht in der Lage ist, Lay-Z Paroli zu bieten, geht der Plan zunächst auf. Der richtige Mac Ducker fordert Lay-Z daraufhin zu einem Duell heraus und reist dazu selbst nach Duckapulco. Aufgrund eines letzten Bads in einem kühlen Bergsee kommt er jedoch mit einer Halsentzündung an. Donald soll daraufhin auf Dagoberts Anweisung - ferngelenkt von Mac Ducker - weiter die Rolle spielen und sie auch während des Wettbewerbs zu übernehmen. Ehe es soweit kommt, lässt Klaas Klever den vermeintlichen Mac Ducker (also Donald) entführen, um es so aussehen zu lassen, als würde er sich vor dem Wettbewerb drücken. Lay-Z beobachtet die Entführung und lässt Donald befreien. Der richtige Mac Ducker und Lay-Z erklären daraufhin, dass sie die Nase von den Spielchen der beiden Fantastillionäre voll hätten, und sie kündigen ihre Verträge. Dagobert und Klaas Klever rauschen geknickt ab, während die Rapper nun gemeinsame Sache machen. Donald steht unter ihrem Schutz, und er genießt weiter seinen Strandurlaub, während im Hintergrund gerappt wird.

Die Einschätzung

Die Vorzeichen, dass dieser Comic unterhaltsam werden würde, waren eigentlich alles andere als gut. Zum einen schneidet er bei I.N.D.U.C.K.S. ziemlich mager ab, zum anderen klang die Grundprämisse »wir erzählen irgendwas mit Rap« sehr stark danach, als würden die Macher des Lustigen Taschenbuchs auf Teufel komm raus auf den Zug aufspringen wollen, der in schlechten Autotune-Bearbeitungen dank der Klicks und Downloads zumeist minderjähriger Konsumenten Woche für Woche durch die Singlecharts schlamasselt. Tatsächlich entpuppt sich »Diss-Harmonie« allerdings als gar nicht mal so schlechte Geschichte, da gar nicht erst versucht wird, mit vielen Rapeinlagen, Freestyle-Battles & Co. zu punkten, sondern eine anständige Geschichte »drumherum« erzählt wird. Dass das alles im Kern einfach nur das nächste Kapitel der immerwährenden (und stets auf eine ähnliche Weise erzählten) Fehde zwischen Dagobert Duck und Klaas Klever ist, fällt dadurch gar nicht weiter ins Gewicht. »Diss-Harmonie« wirkt frisch und unterhaltsam, und da es am Ende nicht auf den üblichen Dagobert-Duck-Triumph hinausläuft, sondern Donald derjenige ist, für den alles gut wird, geht man sogar noch mit einem schönen Heilewelt-Gefühl aus dem Ganzen heraus. Sicher ist »Diss-Harmonie« keine Story, die dem Leser unendlich lange in Erinnerung bleiben wird, aber wir waren ziemlich zufrieden. Zwei unserer Testleser bewerteten den Comic mit der Schulnote Zwei, der Rest mit einer Drei, so dass wir uns summa summarum bei einer 2,6 einfanden.


Wie fandet ihr "Diss-Harmonie"?
1
 
 191 (46,2%)
Schulnote 2
2
 
 76 (18,4%)
Schulnote 3
3
 
 50 (12,1%)
Schulnote 6
4
 
 42 (10,2%)
Schulnote 1
5
 
 31 (7,5%)
Schulnote 4
6
 
 23 (5,6%)
Schulnote 5
An der Umfrage haben 413 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz