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  Die Entenanalyse: Die Wutwolke
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Seit einigen Tagen lassen wir ein Quintett an Mitarbeitern unserer Seite das 543. Lustige Taschenbuch lesen, das seit dem 2. März im Handel ist und »Mission Galaxis« heißt. Der erfreulich gute Eindruck, den der Comic »Die Glitzerquelle« ausgelöst hatte, wurde durch den sehr schwachen Folgecomic »Plötzlich Wissenschaftler« leider schon wieder beschädigt, wie wir euch an dieser Stelle schilderten. Ihr seht es bisher nicht ganz so streng, wenngleich ihr den Comic auch mies fandet: Während wir die Note 5,2 vergeben haben, kommt ihr bei eurer Abstimmung bisher auf die Durchschnittsnote 4,52. Machen wir schnell weiter im Text!

Die Wutwolke

Wer die bisherigen Beiträge verfolgt hat, der wird bereits gesehen haben, dass in diesem Band auffällig viele sehr junge Comics abgedruckt wurden. »Die Wutwolke« gehört da im Vergleich schon fast zum alten Eisen, denn die Story hat sechs Jahre auf dem Buckel. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 20. Januar 2015 im italienischen Magazin »Topolino«. Der zwanzig Seiten lange Dreireiher wurde von Vito Stabile geschrieben und von Alessia Martusciello gezeichnet. Der originale Titel lautete »Paperino e il portentoso marsuplacante«, was man mit »Donald und die wunderbare Besänftigungs-Bauchtasche« übersetzen kann, wobei der letzte Begriff aus »marsupio« (Bauchtasche) und »placante« (jemanden besänftigen) zu einem neuen Begriff zusammengeschmolzen wurde.

Worum geht es?

Donald und Daisy gehen fein essen. Berto, der an diesem Abend ihr Kellner ist, entpuppt sich als fürchterlich ungeschickt. Nachdem er Donald eine Suppe über die Rübe kippt, tickt Donald extrem aus und macht eine Szene. Daisy ist darüber so erbost, dass sie ankündigt, erst wieder mit Donald zu reden, wenn er sein Verhalten geändert haben wird.

Spoiler

Da es Donald aus eigenen Kräften unmöglich ist, sich zu beherrschen, geht er zu Daniel Düsentrieb und bittet um Hilfe. Der entwickelt den »Kalmierbeutel«, eine Bauchtasche, die Donalds Wut absaugt, sobald sie in ihm hochsteigt. Es ist nötig, den Kalmierbeutel einmal pro Tag auszuleeren, damit die aufgefangenen Wutpartikel entweichen können, ehe sie Schaden verusachen. Fortan ist Donald tatsächlich sanft wie ein Lamm - egal, was die Kinder anrichten, was Passanten anstellen, denen er begegnet, und was Dagobert, Dussel und Gustav fabrizieren. Tatsächlich läuft sein Leben nun viel besser. Dann aber beginnen mehrere Einwohner Entenhausens, auf ihn loszugehen, weil sie ihn verwechseln. Er wird so oft attackiert, dass sich so viel Wut anstaut, dass der Kalmierbeutel platzt. Nun schwebt eine Wutwolke über Entenhausen und sorgt dafür, dass alle Bewohner aufeinander losgehen. Da Daniel Düsentrieb auf die Schnelle nichts produzieren kann, um den Efekt rückgängig zu machen, braucht es eine Wunderwaffe in Form der personifzierten Sanftheit: Franz Gans. Er wird herbeigerufen, und egal, wem er begegnet und ihm erbost entgegentritt, er nimmt es ihnen nicht krumm. Das lenkt die Aufmerksamkeit der Wutwolke auf ihn. Sie attackiert ihn, doch Franz bleibt so lange ruhig, bis sie platzt. Fortan herrscht in Entenhausen eine außergewöhnlich friedliche und versöhnliche stimmung.

Die Einschätzung

Schon »Die Glitzerquelle« hatte ein solch kraftvolles Heile-Welt-Ende, dass wir uns zu der Anmerkung hinreißen ließen, der Comic sei eigentlich perfekt als Abschlussgeschichte geeignet gewesen, um die Leser mit einem zufriedenen Lächeln aus dem Band herausgehen zu lassen. Auch »Die Wutwolke« endet auf eine solche Weise und hätte damit auch dorthin gepasst. Bis dahin ist der Comic allerdings nicht ganz so stark wie »Die Glitzerquelle«. Das liegt natürlich auch ein wenig an der Absurdität der Idee, denn dass Wut aus Partikeln besteht, die man einfach einsammeln kann und die nach dem Entweichen eine Art eigener Persönlichkeit entwickeln, klingt schon ... nun, nach dem, was man in italienischen Comicstudios halt so den lieben langen Tag lang raucht. Auf der anderen Seite ist dabei dann natürlich eine Geschichte herausgekommen, die in dieser Form so noch nicht dagewesen ist, und eine aberwitzige neue Idee ist allemal besser als eine aufgewärmte Comic-Konserve. Hinzu kommt in dem Fall noch, dass »Die Wutwolke« wirklich schön gezeichnet ist ... ganz im Gegensatz zur nächsten Geschichte, die wir hier in Kürze thematisieren werden. Wir waren letztlich halbwegs zufrieden mit dem Comic ... zumindest soweit, dass sich keine Wutwolke über unseren Köpfen zusammengebraut hat. Einer unserer Mitarbeiter entschied sich für die Note Zwei, die anderen vier vergaben jeweils eine Drei. Schlussendlich landeten wir dadurch beim Durchschnittswert 2,8. Immerhin!


Wie fandet ihr "Die Wutwolke"?
1
 
 158 (39,4%)
Schulnote 3
2
 
 86 (21,4%)
Schulnote 4
3
 
 84 (20,9%)
Schulnote 2
4
 
 34 (8,5%)
Schulnote 5
5
 
 32 (8,0%)
Schulnote 1
6
 
 7 (1,7%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 401 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz