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  Die Entenanalyse: Die sieben Brücken von Quacksberg
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Seit dem 2. Januar ist das 515. Lustige Taschenbuch im Handel, das den Titel »Die Cyberbrille« trägt. Nach einem durchwachsenen Start hat sich das Buch gemausert und mehrere anständige Geschichten hintereinander abgefeuert. Sogar die Issel- und Steinbeiß-Geschichte »Ein Hinweis zu viel« war in Ordnung, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. Nun ging es mit einer historischen Geschichte weiter.

Die sieben Brücken von Quacksberg

Die im Jahre 1736 angesiedelte Geschichte wurde am 1. November 2017 im italienischen Magazin »Topolino« erstmals abgedruckt. Sie wurde von Francesco Artibani in Zusammenarbeit mit dem Mathematik- und Informatikprofessor Alberto Saracco von der Universität von Parma geschrieben, für die zeichnerische Umsetzung war Marco Mazzarello verantwortlich. Der dreißig Seiten lange Dreireiher hieß damals »Paperino e i ponti di Quackenberg«, was zu Deutsch »Donald Duck und die Brücken von Quacksberg« bedeutet.

Worum geht es?

In der Stadt Quacksberg, die vorrangig für ihre Klopse berühmt ist, erfreut sich das Gebäck von Oma Strudel (Oma Duck) großer Beliebtheit. Deren Gehilfe Donald liefert das Backwerk in der ganzen Stadt aus, was zu einem ziemlichen Ärgernis geworden ist, seitdem der Bürgermeister (Dagobert Duck) hohe Brückenzölle verlangt. Um alle Gebiete der Stadt zu erreichen, müssen sieben Brücken überquert werden, manche davon mehrmals. Dass sich Donald in der Folge mit einem Zöllner anlegt, bekommt der zufällig vorbeifahrende Bürgermeister mit. Dieser macht Donald ein Angebot: Sollte er einen Rundweg finden, mit dem er alle Bereiche der Stadt erreicht, ohne eine Brücke zweimal zu überqueren, würde ihm und all denjenigen, die aus beruflichen Gründen in der Stadt unterwegs sind, der halbe Zoll erlassen werden.

Spoiler

Donald erarbeitet anhand eines Stadtplanes einen Weg, läuft diesen ab und muss am Ende dann doch Zoll zahlen, da er nicht bedacht hat, dass er die letzte Brücke schon von der anderen Seite aus überquert hatte. Er setzt daraufhin den Gelehrten Primus van Euler (Primus von Quack) auf das Problem an. Während dieser über die Lösung nachdenkt, versucht es Donald weiter selbst. Nachdem es ihm partout nicht gelingen will, den richtigen Weg zu ermitteln, versucht er es mit Tricks, doch sowohl ein Balanceakt auf einem Hochseil als auch eine hanebüchene Idee, sich mit einer Kanone über den Fluss zu schießen, scheitern. Seine Aktionen ziehen die Aufmerksamkeit der übrigen Quacksberger auf sich, und nachdem ihnen von der Knobelaufgabe berichtet wird, versuchen sich viel mehr Einwohner daran, das Problem zu lösen. Primus van Euler kommt hinzu und erläutert, dass es anhand seiner Analysen schlicht und einfach nicht möglich sei, einen Rundweg zu finden, da dafür die Anzahl der Brücken nicht ungerade sein dürfte. Nachdem der Bürgermeister zugibt, dass er schon geahnt hatte, dass seine Aufgabe unlösbar sei, zieht er den Zorn der Quacksberger auf sich. Um nicht gelyncht zu werden, streicht er vorerst den Brückenzoll. Er plant jedoch die Errichtung einer achten Brücke und sieht vor, dann die Aufgabe noch einmal aufs Neue zu stellen.

Die Einschätzung

«Die sieben Brücken von Quacksberg« erweist sich als eine Geschichte, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. Die Story ist nicht gänzlich aus dem Ärmel geschüttelt, sondern thematisiert das 1736 von Leonhard Euler als unmöglich lösbar bezeichnete Königsberger Brückenproblem. Man muss die Macher der Geschichte wirklich dafür loben, dass sie auf solche interessanten Dinge stoßen und es auch noch schaffen, sie in Geschichten aus dem Duck-Universum umzuformen. Und dann auch noch in lesenswerte, denn auch wenn hier vielleicht nicht der allergrößte Spannungsfaktor drinsteckte, ist die Story von A bis Z gelungen. Zumal man durch die eingebauten Gut- und Böserollen sowieo das Wechselspiel mit lustigen Szenen auch gar nicht den Eindruck bekommt, dass eine mathematische Fragestellung an die junge Leserschaft herangetragen wird. Gut gezeichnet ist das Ganze auch noch. Was will man mehr? Am Ende entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen, der Geschichte die Note Eins zu geben, drei entschieden sich für die Note Zwei, und einmal wurde eine Drei verteilt, so dass wir in der Summe beim Durchschnittswert 2,0 landeten. Erfreulich!
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz