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  Die Entenanalyse: Die Schrumpelbande
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Nachdem das 511. Lustige Taschenbuch einfach nur schwach gewesen ist, hat der 512. Band gleich mit einem Comic begonnen, der sich als besser als alles erwies, das vier Wochen zuvor geboten wurde. Unsere Analyse zu »Duckenstein« kann nach wie vor an dieser Stelle nachgelesen werden. In dem seit dem 9. Oktober erhältlichen Buch folgte ein Gundel-Gaukel-Einseiter namens »Magische Momente: Saubere Sache«, den wir an dieser Stelle aufgrund seiner Kürze übergehen. Stattdessen machen wir mit Micky Maus weiter.

Die Schrumpelbande

Es handelt sich um einen vergleichsweise jungen Comic: Die Erstveröffentlichung erfolgte am 1. November 2017 im italienischen Magazin »Topolino«. Damals trug der 39 Seiten lange Dreireiher den Titel »Topolino e la minaccia piccolina«, was zu Deutsch »Micky Maus und die kleine Bedrohung« bedeutet. Die Idee zur Story wurde von Andrea »Casty« Castellan ausgearbeitet, die zeichnerische Umsetzung wurde von Alessandro Perina durchgeführt.

Worum geht es?

Trudi schmuggelt ein Serum ins Gefängnis, das Kater Karlo schrumpfen lässt, wodurch dieser nachts einfach durch die Gitterstäbe seiner Zelle treten und flüchten kann. Kurz darauf beginnen alle Entenhausener einzugehen, und eine dreiköpfige maskierte Bande fordert viele Millionen Taler, ansonsten würden sie dafür sorgen, dass die Bürger noch weiter schrumpfen.

Spoiler

Der Bürgermeister versenkt das erpresste Geld in einem Pool, wozu er von den Gangstern aufgefordert worden war. Obgleich der Pool von der Polizei überwacht wird, gelingt es den Verbrechern, das Geld unbemerkt zu entwenden. Die Hoffnung, dass sich das Problem damit wenigstens erledigt haben könnte, zerschlägt sich rasch: Am nächsten Morgen sind die Entenhausener noch viel weiter zusammengeschrumpft. Fortan bewegen sie sich mit Spielzeugfahrzeugen durch die Stadt, während Micky Maus und Bruno Smart eine improvisierte Drohne nutzen, die aus Plutos Futternapf konstruiert wurde. Die Gangster fordern weiteres Geld und drohen an, die Bürger ansonsten bis zum Gehtnichtmehr weiter zu schrumpfen. Mit Hilfe von Knetgummi und einem riesigen Spielzeugroboter baut die Polizei einen falschen künstlichen Micky, um die Bande zu überrumpeln. Das Ganze geht weitgehend schief, da die Nase des falschen Mickys abfällt, aber auf ihrer Drohne können Micky und Bruno die Ganoven bis zu deren Versteck verfolgen. Dort befindet sich ein Gegenmittel, und so kann nicht nur wieder alles in Ordnung gebracht werden, auch die Schrumpelbande kann überwältigt werden. Es handelt sich dabei um Kater Karlo, Trudi und Kralle. Nun stell sich auch heraus, wie die erste Geldübergabe funktionieren konnte: In den Pool war Schrumpfungsserum geschüttet worden, so dass das Geld verkleinert worden war. Die Entenhausener waren geschrumpft worden, da die Bande das Serum ins Wasserversorgungsnetz gekippt hatte.

Die Einschätzung

Positiv hervorheben muss man auf jeden Fall, dass es der zweite Comic in diesem Band war, dem man mehr als die üblichen maximal dreißig Seiten Platz gewährt hat, so dass das Ganze nicht wie üblich ratzfatz durcherzählt werden musste. Das Tempo ist dezent und angenehm, der Verlauf ein klein wenig komplexer als üblich, und es tun sich auch keine Längen auf. Übermäßig gut ist die Story aber leider trotzdem nicht, was - wie so oft - auch an der ermittlerischen Perfektion von Micky Maus liegt, der viele Schritte seiner Gegner einfach zu leicht errät. Und welchen sonderlichen Mehrwert hat eigentlich eine fliegende Drohne für Bruno Smart, wenn Bruno doch selbst fliegen kann? (Die Flugfähigkeit ist nebenbei eine der Sachen, die uns - neben der schweren Unterscheidbarkeit von Maxi Smart - am meisten an Bruno stört, denn dadurch wirkt er in Entenhausen immer wie ein Fremdkörper. Ansonsten steckten hier schon ein paar ordentliche Ideen drin, und einige der eingebauten Gags funktionierten auch ganz gut. Daher: Kein schlechter Comic, allerdings auch keiner, den man unbedingt gelesen haben muss. Eine unserer Mitarbeiterinnen bewertete ihn mit der Note Zwei, dreimal wurde die Drei vergeben, und eine Mitarbeiterin stattete ihn mit der Note Vier aus. Daher stand am Ende eine 3,0 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz