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  Die Entenanalyse: Die schlechtere Hälfte
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Momentan liest ein Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite das 513. Lustige Taschenbuch, das man seit dem 6. November bekommen kann und den Titel »90 Jahre Micky« trägt, da sich die Premiere von erstem Filmauftritt in »Steamboat Willie« am 18. November zum neunzigsten Mal jähren wird. Der zuletzt von uns gelesene Comic »Was gestern geschah« war absolut überragend, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Auf eine weitere Story auf diesem Niveau wird man ein Weilchen warten müssen. Im Lustigen Taschenbuch ging es mit einem nichtssagenden Dagobert-Duck-Einseiter weiter, den wir aufgrund seiner Kürze nicht thematisieren. Was folgte, war der Phantomias-Auftritt dieser Ausgabe.

Die schlechtere Hälfte

Hierbei handelt es sich um eine Story, die im vergangenen Jahr im italienischen Magazin »Topolino« erstveröffentlicht wurde, genauer gesagt am 26. Juli. Der Originaltitel des zwanzig Seiten langen Dreireihers lautete »Paperinik ... mai più Paperino«, was zu Deutsch »Phantomias ... nie mehr Donald Duck« bedeutet. Die Idee zur Story stammt von Pietro Zemelo, gezeichnet wurde das gute Stück von Renata Castellani.

Worum geht es?

Donald ist vollkommen überlastet, da er parallel zu seinen Einsätzen als Phantomias für Dagobert Geld wienern soll und für eine Benefizveranstaltung von Daisy und den Fieselschweiflingen ein altes Theater auf Vordermann bringen muss. Nachdem er mitbekommt, wie verärgert Daisy über ihn ist, während sie Phantomias' Verlässlichkeit lobt, entscheidet er sich, ab sofort nur noch als Phantomias in Erscheinung zu treten und sein normales Ego Donald »verschwinden« zu lassen.

Spoiler

Die Kinder sind begeistert von Phantomias' Pfannkuchen, die er ihnen zum Frühstück bereitet, und davon, dass sie von ihm zur Schule geflogen werden. Daisy ist stolz, mit Phantomias auf einen Empfang gehen zu können, Dagobert freut sich über Phantomias' Hilfe gegen die Panzerknacker, und zwischendrin beschützt der Superheld auch noch ein Restaurant, das überfallen werden sollte. Kurzum: Die Entscheidung scheint die richtige gewesen zu sein. Dann aber beginnen die Kinder Donald zu vermissen, da nur er beim Bau eines ganz speziellen Vulkanmodells helfen könnte, Dagobert ist schockiert, dass Donald nicht mehr seine Münzen putzt, und Daisy vermisst Donalds Fähigkeit, sie zum Lachen zu bringen. Kurzerhand macht Donald eine Kehrtwende und bringt sein normales Alter Ego zurück. Er baut das Modell für die Kinder, putzt extraviele Münzen seines Onkels blank, und er begleitet Daisy zur Benefizvorstellung im Theater. Damit ist wieder alles in Butter. Donald freut sich über die Wertschätzung, die anderen stimmt seine Rückkehr zufrieden.

Die Einschätzung

Normalerweise mögen wir die Phantomias-Comics, in denen der Superheld nicht im Kampf gegen das Verbrechen zu sehen ist, nur selten, da sich diese Geschichten oft als belanglos herausstellen und Phantomias dann eigentlich nur ein austauschbarer Charakter ist. In diesem Fall war Phantomias natürlich ganz und gar nicht austauschbar, und die Hin- und Hergerissenheit zwischen den beiden Alter Egos in den Mittelpunkt zu stellen, war sogar eine sehr gute und unverbrauchte Idee. Zwangsläufig war dies kein von der Spannung lebender Comic, aber doch einer, der zu überzeugen wusste. Und er hatte sogar warmherzige Elemente, nämlich in dem Moment, in dem die Ducks in Donalds »Abwesenheit« erkennen, was sie eigentlich an ihm schätzen. Kleines Manko war - wie oft bei Comics dieser Art - die Absurdität, dass eine fast unsichtbare Augenklappe und ein Cape bereits ausreichend sind, um vor den nächsten Verwandten zu verbergen, dass Donald und Phantomias ein- und derselbe Erpel sind. Aber das ist letztlich auch kein spezielles Problem dieses Comics, sondern eine eher grundsätzliche ANgelegenheit. Am Ende entschied sich einer unserer Mitarbeiter für die Note Zwei, und jeweils zweimal wurden die Noten Drei und Vier vergeben. Damit landeten wir am Ende bei der Durchschnittsnote 3,2.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz