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  Die Entenanalyse: Die Schatten von Domum
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In den vergangenen Tagen haben wir ein Quintett an Mitarbeitern die Comics des 556. Lustigen Taschenbuchs lesen lassen, das seit dem Monatsersten zu bekommen ist und den Titel »Das Geheimnis des Geldspeichers« trägt. Zuletzt war der Comic »Der Super-Gammler« an der Reihe, in dem es eigentlich nur um einen gemütlichen Sessel ging, was dann aber zu einer Gangsterjagd eskalierte. Wir fanden die Geschichte ganz okay, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr wart da schon deutlich kritischer: Bei eurer Abstimmung ist die Durchschnittsnote 4,09 herausgekommen, während wir eine 3,2 vergeben hatten. Eine letzte Geschichte ist nun noch übrig, und dabei handelt es sich um eine Alien-Story.

Die Schatten von Domum

Abgesehen von dem Einseiter »Mit Stock, Charme und Zylinder: Hoch hinaus«, den wir aufgrund seiner Kürze hier nicht näher besprechen, ist dies der einzige Comic aus diesem Band, der nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen wurde. Stattdessen ist er eine Erstveröffentlichung. Der 25 Seiten lange Dreireiher wurde von Carol McGreal und ihrem inzwischen leider verstorbenen Ehemann Pat geschrieben und von Paco Rodriguez gezeichnet.

Worum geht es?

Ein panischer Mac Moneysac hämmert an die Tür des Duck'schen Geldspeichers. Er bittet Dagobert Duck, ein geheimnisvolles und teures Artefakt in einen Tresor zu legen, da ihm eigenartige Schattenwesen auf den Fersen sind und es ihm abnehmen wollen. Zu spät: Die Schattenwesen sind bereits am Geldspeicher und dringen in ihn ein.

Spoiler

Die Schattenwesen nehmen den Fantastilliardären das Artefakt ab und verschwinden durch ein Dimensionsportal. Dummerweise klammern sich Tick, Trick und Track, die bei Dagobert zu Besuch waren, an ihnen fest und verschwinden mit ihnen. Das Portal schließt sich postwendend. Daniel Düsentrieb gelingt es unter Zuhilfenahme von »Restenergie«, das Portal zu rekonstruieren. Eine Probe, die er hindurchschickt, berichtet (wie auch immer), dass sich auf der anderen Seite ein Planet namens Domum befindet, dem es lange Zeit ziemlich gut ging. Dann versuchte ein Erfinder mittels eines Geräts namens »Morphikon« - dem Artefakt -, die Welt noch schöner zu machen. Es misslang, Domum verwandelte sich in eine Schattenwelt, und aus den Bewohnern wurden die Schattenwesen. Gemeinsam mit Daniel reisen die beiden Fantastilliardäre durch das Portal nach Domum. Dort leistet man sich einige Verfolgungsjagden und begegnet den Kindern wieder, die inzwischen selbst in Schattenwesen verwandelt wurden. Gemeinsam mit dem Alien-Erfinder bastelt Daniel Düsentrieb auf Basis eines hanebüchenen Hinweises der Kinder auf die Dyson-Sphäre ein Gerät, das die Wirkung des Morphikons umkehren kann. Obwohl Mac Moneysac noch einmal dazwischenfunkt, gelingt es. Domum wird wieder in einen schönen Planeten verwandelt, die Aliens sehen wieder wie früher aus, und die Besucher von der Erde werden mit einer Parade geehrt.

Die Einschätzung

Viele der Storys, die etwas mit Aliens und Science Fiction zu tun haben, sind im Disney-Universum nicht sonderlich gut gelungen. Hier kann man zumindest mal festhalten: Zeichnerisch ist dies hier der beste Beitrag dieses Lustigen Taschenbuchs ... da kann sich selbst das schön gestaltete »neue Helferlein« noch eine Scheibe abschneiden. Leider hört es damit dann aber auch schon auf, denn die Story kann leider nicht mit ihrer Optik mithalten. Dabei hätte man hier durchaus etwas draus machen können, denn die Schattenwesen hätten definitiv zu denkwürdigen Protagonisten einer Grusel-Duck-Story werden können. Dafür hätte es dann aber vermutlich mehr als 25 Seiten gebraucht, denn so wirkt es wie eine auf »Teufel komm raus« zusammengezimmerte Stafette wahlloser Versatzstücke, ganz so, als habe man sich ein paar willkürliche Stichwörter ausgedacht (Artefakt, Aliens, Dimensionsportal, Schttenwesen, Dyson-Sphäre) und sie hintereinander in den Comic hineingezwängt, ohne dass alles sonderlich geschmeidig wirkt. Und auch einzelne Elemente isoliert betrachter ergeben wenig Sinn, etwa dass Mac Moneysac auch kurz vor dem Ende das »Artefakt« noch an sich reißen will ... wofür, weshalb sollte er das tun? Und warum genau wird der Erfinder des »Morphikons« am Ende von seinen Mit-Aliens bejubelt, obwohl er die ganze Misere überhaupt erst verursacht hat? Insgesamt ein mäßiger Ausklang für ein mäßiges Lustiges Taschenbuch. Von einem Mitarbeiter gabs dafür die Note Drei, von drei Mitarbeitern eine Vier, und von einer Mitarbeiterin die Note Fünf. Im Schnitt ergab dies die Note 4,0 für die »Schatten von Domum«.


Wie fandet ihr "Die Schatten von Domum"?
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz