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  Die Entenanalyse: Die Rache des Pharao
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Vor einem Monat haben wir an dieser Stelle fünf Mitarbeiter unserer Seite das 509. Lustige Taschenbuch lesen lassen, das »Extrem erfrischen!« hieß und sich leder als nicht sonderlich gut herausgestellt hat. Wenn ihr euch unsere Analysen der acht darin abgedruckten längeren Comics noch einmal durchlesen möchtet, dann werdet ihr an dieser Stelle fündig. Am 14. August ist nun ein neuer Band erschienen. Dieser heißt »Die Rache des Pharao«, und wieder haben wir fünf Mitarbeiter darauf angesetzt. Mit der Titelgeschichte ging es los.

Die Rache des Pharao

Bei der »Rache des Pharao« handelt es sich um die einzige Geschichte im neuen Lustigen Taschenbuch, die nicht vorher im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt worden war und von dort übernommen wurde, sondern die speziell für dieses Buch - und seine anderen europäischen Ableger - erschaffen wurde. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Peter Snejbjerg geschrieben und von Massimo Fecchi gezeichnet. Der internationale Titel lautet »Revenge of the Pharaoh«, ist also mit dem deutschen Namen identisch.

Worum geht es?

Museumswärter Donald zwingt seine Neffen, eine Nacht im Museum zu verbringen, um sie im Auge behalten zu können, nachdem sie ihre Hausarbeiten schleifen gelassen hatten. Im Museum rennt jemand umher, der sich als Mumie verkleidet hat. Tick, Trick und Track schnappen die Mumie, die sich als dass Mädchen Amneris entpuppt, die aus dem Alten Ägypten stammt und sich aufgrund zu großer Langeweile durch die Zeit hat versetzen lassen. Mittels einer Schriftrolle, die im Museum ausgestellt ist, kann sie einen Zauberspruch aufsagen, der sie zurückversetzt ... dummerweise aber auch die kleinen Ducks.

Spoiler

In Amneris' Heimat hat der böse Großwesir des Pharao die Macht an sich gerissen und herrscht nun über Ägypten. Als Amneris und die Kinder bei ihm vorsprechen, behauptet er, das Mädchen zum Pharao bringen zu wollen. Tatsächlich lässt er sie an einen Obelisken fesseln, der sich in den Katakomben seines Palastes inmitten eines Krokodilbeckens befindet. Tick, Trick und Track werden indessen zum Steineklopfen in einem Sklavenlager verdonnert. Sie können flüchten und Amneris befreien, dann wollen sie den Großwesir zu Fall bringen. Der sorgt dafür, dass Amneris nicht vorsprechen kann, und den Jungs hetzt er seine Truppen auf den Hals. Diese versuchen sich auf einem Pferdegespann zu retten, und es entbrennt eine Verfolgungsjagd. Am Ende versucht der Großwesir sie mit dem Zauberspruch, mit dem einst Amneris in die Gegenwart gesprungen war, in der Zeit zurückzuversetzen. Die Kinder halten einen Schild vor sich, durch den der Zauberspruch zurückgeworfen wird. Der Großwesir wird selbst getroffen und landet unmittelbar neben einem wütenden Dinosaurier im Mesozoikum. Amneris wird die neue rechte Hand ihres wieder inthronisierten Vaters, und die Kinder lassen sich wieder in die Gegenwart versetzen ... allerdings eine Woche vor ihren Ausgangspunkt, damit sie ihre Hausaufgaben noch rechtzeitig fertigbekommen.

Die Einschätzung

Nachdem das 509. Lustige Taschenbuch mit einer absolut unterirdischen Geschichte begonnen hatte und dadurch gleich die Vorfreude auf den Rest des Bandes getrübt hatte, startet die Nummer 510 auf eine deutlich gelungenere Weise. Natürlich ist hier nicht alles Gold, was glänzt, so ist zum Beispiel das Alte Ägypten sowie Zeitreisen in diese Epoche der Menschheitsgeschichte schon ein wenig »durch«, zu Beginn des Jahres hatten wir beispielsweise bereits Sergei Schlamassi in der Geschichte Der fiese Pharao in einer vergleichbaren Situation erlebt. Auch dort gab es eine Schulexkursion ins Museum, auch dort wird das Alte Ägypten von einem bösen Herrscher regiert, auch dort wird dafür gesorgt, dass es wieder alles in Ordnung kommt und der Protagonist zurück in die Gegenwart gelangt. Trotzdem hebt sich die Geschichte gut genug ab, um trotzdem unterhaltsam zu sein. Und schön gezeichnet ist sie auch noch. Kurzum: Vielleicht waren wir nach dem miesen 509. Lustigen Taschenbuch weichgeklopft und unsere Erwartungshaltung war nicht so groß, aber wir waren mit diesem Auftakt hier ziemlich zufrieden. Zwei unserer Mitarbeiterinnen gaben der Geschichte die Note Zwei, drei entschieden sich für eine Drei, so dass am Ende der Durchschnittswert 2,6 festgehalten werden konnte.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz