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  Die Entenanalyse: Die liebe Verwandtschaft
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Seit einigen Tagen lassen wir ein Quintett an Mitarbeitern das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 553 (»Wie alles begann ...«) lesen, das seit dem 7. Dezember zu bekommen ist. Es war ordentlich losgegangen, dann folgte leider ein durchwachsener Comic nach dem anderen. Auch der zuletzt thematisierte Comic »Eine Busfahrt, die ist lustig« war einer dieser Fälle, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bis dato nahezu gleich kritisch wie wir: Im Schnitt hatten wir die Schulnote 4,6 vergeben, bei eurer Abstimmung liegt der Zwischenstand bei 4,57. Langsam ist Endspurt angesagt, denn nun folgt der vorletzte Beitrag dieses Bandes.

Die liebe Verwandtschaft

Nur zwölf Seiten ist diese Geschichte lang. Sie wurde am 24. Februar dieses Jahres im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht, man hatte es also recht eilig, sie ins Deutsche zu übertragen. Der Originaltitel des von Roberto Moscato ersonnenen und von Lucio Leoni gezeichneten Werks lautete »Pippo e il parente pedante« (Goofy und der pedantische Verwandte).

Worum geht es?

Aufgrund eines Erdrutschs muss der Zug, mit dem Micky und Goofy nach einem kurzen Urlaub zurück nach Entenhausen fahren wollen, in einem Ort namens Ratthausen eine Weile stehen bleiben. Der erzwungene Aufenthalt wird in etwa einen Tag dauern. Passenderweise erhält Goofy just in dem Moment einen Anruf seines in Ratthausen lebenden »Ur-Ur-Cousins« Grufy. Dieser lädt die beiden Freunde dazu ein, bei ihm zu übernachten.

Spoiler

Goofy warnt Micky vor, dass Grufy kein einfacher Zeitgenosse sei. Da sich Grufy absolut höflich verhält, erschließt sich Micky zunächst nicht, was mit der Warnung gemeint ist. Goofy erklärt ihm wenig später, was das Problem ist: Grufy ist ein extremer Pedant, der alles ordnet und sortiert. Er untersagt ihnen beispielsweise, die Einrichtungsgegenstände umzustellen. Als er ihnen die einzelnen Zimmer seines Hauses zeigt, kommen sie in einen Raum voller Uhren. Eine davon geht ein paar Zehntelsekunden nach, wewegen er sie sofort stellt. Goofy gefällt dies gar nicht, da Grufy der Uhr angeblich »ihrer Individualität« braubt. Als Grufy später beim Essen erwähnt, dass er die Portionsgrößen milligrammgenau berechnet hat, beginnt Goofy noch mehr durchzudrehen. Er schiebt Grufys Bilder in eine schräge Position, Grufy korrigiert sie kommentarlos nach. Später wird im Fernsehen vermeldet, dass der Erdrutsch schneller als vermutet beseitigt werden konnte. Grufy empfiehlt, trotzdem bis zum morgigen Tag zu warten, um nicht nachts reisen zu müssen. Ehe er die Fahrt umbuchen kann, packt Goofy Micky und stürmt mit ihm aus dem Haus. Er schleppt ihn zum Zug und sorgt dafür, dass die Kabine möglichst unordentlich ist. Dann fahren die beiden nach Entenhausen.

Die Einschätzung

Der Comic reiht sich leider ebenfalls in die Serie an schwachen Geschichten ein, der unsere Testleser nun schon seit einigen Tagen ausgesetzt ist. An »Die liebe Verwandtschaft« war vor allem die Grundprämisse merkwürdig, dass sich Goofy derart daran stört, dass sein Verwandter pedantisch ist. Denn das mag vielleicht ein seltsames zwanghaftes Verhalten sein, aber was Goofy hier fabriziert, ist es nicht weniger ... was nicht weiter schlimm wäre, wenn es nicht eine aus dem Nichts herbeigezauberte Eigenschaft Goofys wäre, die er ansonsten eigentlich nicht hat. Zur Figur hätte es vielmehr gepasst, wenn er einfach nur dankbar darüber gewesen wäre, dass Grufy ihm und Micky in ihrer Notsituation ein kostenfreies Dach über dem Kopf verschafft. Abgesehen davon mangelt es dem Comic vor allem an Einem: einer humoristischen Komponente. Das ist ist nun mal eindeutig als kurzer Zwischenlacher gedacht gewesen, und was dabei vergessen wurde, waren die Lacher. Einschließlich des Schlussgags, der einfach keiner ist. Kurzum: So richtig wissen wir nicht, was man uns mit diesem Comic eigentlich sagen wollte. So bleibt nicht viel mehr als ein Achselzucken unsererseits, und letztlich kann man ganz froh sein, dass die Sache nach zwölf Seiten auch schon wieder vorüber war. Dreimal gab es eine Vier von unseren Testlesern, zweimal eine Fünf, und so landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 4,4.


Wie fandet ihr "Die liebe Verwandtschaft"?
1
 
 186 (51,0%)
Schulnote 6
2
 
 77 (21,1%)
Schulnote 5
3
 
 41 (11,2%)
Schulnote 4
4
 
 28 (7,7%)
Schulnote 3
5
 
 21 (5,8%)
Schulnote 2
6
 
 12 (3,3%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz