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  Die Entenanalyse: Die Legende des ersten Phantomias - Der verschollene Bruder
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Seit dem 2. März kann man das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 543 bekommen, das »Mission Galaxis« heißt. Die beiden ersten Comics waren leider noch nicht so gut, dass wir Feuer und Flamme stünden, endlich weiterlesen zu können. Unsere Meinung zum Micky-Maus-Weltenbummbler-Comic »Sabotage in der Tiefsee« könnt ihr an dieser Stelle finden. Wir fanden ihn ziemlich durchwachsen. Eure Wertung steht indessen noch aus, denn da wir es zuletzt ziemlich schleifen haben lassen, haben wir uns entschieden, dieses Mal schneller fortzufahren.

Die Legende des ersten Phantomias - Der verschollene Bruder

Seit dem Frühjahr 2014 wird die Saga über den ersten Phantomias in unregelmäßigen Abständen im Lustigen Taschenbuch abgedruckt. »Der verschollene Bruder« ist der fünfzehnte Comic, der seitdem den Weg in das Comicbuch gefunden hat. Im italienischen Original gibt es schon deutlich mehr Folgen. Diese hier wurde am 16. Februar 2016 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt. Damals hieß der 26 Seiten lange Dreireiher, der in gewohnter Manier von Marco Gervasio erschaffen wurde, »Fantômius d'Egitto«, was »Phantomias von Ägypten« bedeutet.

Worum geht es?

Im Jahr 1916 verschwindet Henry Quackett, der Bruder von John Quackett, dem Darsteller des ersten Phantomias. Sechs Jahre später sucht John gemeinsam mit Detta in Ägypten nach einer Silbermine, die auf einer Karte eingezeichnet war, die in »Tutanchahuns Vase« steckte. Dort verknüpfen sich die beiden Geschichten.

Spoiler

John und Detta haben Schwierigkeiten, einen Fremdenführer zu finden, der sie zu ihrem Ziel bringt. Schlussendlich findet sich doch einer, dieser geht jedoch während eines gewaltigen Sandsturms verloren. Als der Sturm vorbei ist, fallen die beiden Abenteurer in die Hände einer Bande, als deren Kopf sich ein Emir entpuppt, der niemand anderes als der Fremdenführer ist. Der Emir erzählt, dass sechs Jahre vergangen sind, seitdem er schon einmal zwei Männer zu dem Zielort geführt hat, dass jedoch keiner von beiden wiederkehrte. Einer der beiden soll Lord Quackett sehr ähnlich sehen. Die alten Aufzeichnungen verraten dem Lord, dass es sich um seinen Bruder handelt. Schlussendlich lassen John und Detta den Emir hinter sich, und sie finden die Schatzkammer. Diese ist Teil des untergegangenen Atlantis. Dessen oberster Berater ist Henry Quackett, der seinen Bruder vorerst nicht erkennt, weil dieser gerade die Phantomias-Maske trägt. Da sich die beiden Abenteurer nicht bereiterklären, sich ins atlantische System einzufügen, werden sie eingesperrt. Nachdem John seinem Bruder zu verstehen gibt, wer er ist, hilft dieser ihnen bei ihrer Flucht. Henry bleibt in Atlantis, da er der Königin inzwischen sehr nahesteht. John und Detta lassen sich von dem Emir zurück aus der Wüste eskortieren. Dieser wusste die ganze Zeit Bescheid über Atlantis. Nachdem alles vorüber ist, gibt es noch einen Cliffhanger-Moment aus Entenhausen: Dagobert lässt das neue Sicherheitssystem seines Geldspeichers ausgerechnet von Dankmar Düsentrieb konstruieren, dem gefährlichen Düsentrieb-Zwilling.

Die Einschätzung

Gleich auf der ersten Seite hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen, denn dort wurde das Jahr 1916 als das »neunzehnte Jahrhundert« bezeichnet, nicht als das zwanzigste. Der Fehler wurde in dieser Form vom italienischen Original übernommen. Die Reihe über die Legende des ersten Phantomias gehört zu den lesenswertesten Parts des Lustigen Taschenbuchs der vergangenen Jahre, diese Episode hier konnte jedoch leider nicht ganz mit den vorausgegangenen mithalten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen: Wie oft wurde das versunkene Atlantis nun schon in Geschichten aus dem Duck-Universum aufgespürt? Verflixt oft. Dass es sich dieses Mal unter dem ägyptischen Wüstensand befindet, ist immerhin mal ein neuer Twist. Allerdings: Warum musste dieser ausgerechnet inmitten er Saga um den ersten Phantomias stattfinden? Die Reihe gibt so viel her, da muss es nun wirklich keinen solchen Nebenkriegsschauplatz geben, der eigentlich gar nicht zur Reihe passt. Wie wenig er dazu passt, merkt man übrigens daran, dass es ein vollkommen sinnloser Akt ist, dass sich Phantomias und Detta verkleiden. Sinn und Zweck ist in dem Fall, sich vor der Kälte der Nacht in der Wüste zu schützen, nicht etwa eine halsbrecherische Aktion, die anonym durchgeführt werden muss. Und wie oft sollen wir nun noch mit dem Clifhanger entlassen werden, dass ein böser Düsentrieb-Bruder Unheil stiftet? So langsam sollte es nun wirklich zu einer Episode kommen, in der er mal so richtig in Aktion tritt. Letztlich entschieden sich vier unserer Mitarbeiter dafür, dem Comic die Note drei zu heben, einmal wurde eine Vier vergeben. Damit landeten wir hier beim Durchschnittswert 3,2, was für einen Erster-Phantomias-Comic unterdurchschnittlich ist.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz