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  Die Entenanalyse: Die Legende der rollenden Steine
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Wer in den vergangenen Tagen unsere Beiträge zu den Comics des 503. Lustigen Taschenbuchs verfolgt hat, der dürfte bereits wissen, dass wir bis dato noch nicht allzu angetan von dem Buch sind. Zuletzt hatte sich die vom Normkilogramm handelnde Story »Ein schwerwiegendes Problem« als eher mäßig herausgestellt. Aber wir haben uns nicht lumpen lassen, munter weitergemacht und einmal mehr fünf unserer Mitarbeiter, die eigentlich dafür viel zu alt sind, auf den nächsten Part des Buchs angesetzt.

Die Legende der rollenden Steine

Die dreißig Seiten lange und dreireihige Geschichte »Die Legende der rollenden Steine« wurde erst vor wenigen Monaten von Blasco Pisapia ersonnen und auch von ihm gezeichnet. Sie erschien am 19. April 2017 im italienischen Magazin »Topolino« und trug damals den Titel »Paperino e la leggenda delle pietre rotolanti«, der das gleiche bedeutet wie der deutsche Name. Hierzulande erschien der Comic im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 503, das seit dem 30. Januar 2018 im Handel ist und über den Untertitel »Auf die Piste, fertig, los!« verfügt.

Worum geht es?

Donald wird postalisch über den Gewinn eines Wettbewerbs von »Morpheus Matratzen« informiert, obwohl er sich gar nicht erinnern kann, an einem solchen teilgenommen haben. Sein Preis ist ein fruchtbares Stückchen Land im Bezirk »Petit-Malaise« in der Bretagne. Kurzerhand brechen er, seine Neffen und Dagobert Duck nach Frankreich auf, um sich Donalds neuen Landbesitz einmal vor Ort anzuschauen.

Spoiler

In Frankreich angekommen, erweist sich die Region, in der das Grundstück liegt, als sehr weit abgelegen. Die Gegend sieht zudem sehr heruntergekommen aus und scheint unter großer Dürre zu leiden. Da es hier nur wenig Wasser gibt, ist das ganze Gebiet alles andere als »fruchtbar«. Dennoch sind die Bewohner überraschend positiver Stimmung. Wie ein kleiner bärtiger Mann den Ducks erzählt, gibt es hier eine Legende, laut der eine Reihe von Riesen die Dörfer unsicher gemacht hatte und zur Strafe in Steine verwandelt wurde. Seitdem stehen sie auf einem kargen Hügel und bewachen dort einen Schatz. Alle hundert Jahre dürfen die Steine zum Fluss herabrollen und dort ihren Durst stillen. Bald zeigt sich, dass Donalds Grundstück ausgerechnet das Fleckchen Land ist, auf dem die riesigen Steine stehen. Dagobert erschnüffelt, dass sich unter den Steinen Gold befinden muss. Als er von dem bärtigen Mann erfährt, dass die Steine just in dieser Nacht zum Fluss rollen müssten und das Gold somit unbewacht lassen würden, kauft er Donald (in Verkleidung) das Grundstück kurzerhand ab. Die Steine rollen daraufhin tatsächlich los und Dagobert findet das Gold. Als er es sich aneignen will, kehren die Steine zurück und begraben ihn unter sich. Erst als er sich bereiterklärt, den Schatz mit dem ganzen Dorf zu teilen, gibt ihn der offensichtlich hier waltende Fluch wieder frei. Die Dorfbewohner feiern, da sie sich nun eine Wasserleitung leisten können. Die Ducks verlassen die Bretagne indessen wieder, während man sehen kann, dass der kleine bärtige Mann auch der Briefträger war, der Donald über seinen Gewinn benachrichtigt hatte. In Wirklichkeit handelte es sich bei ihm offenbar um eine Art Leprechaun.

Die Einschätzung

Auch diese Geschichte hat sich leider als nicht sonderlich gut erwiesen. Dass der Briefträger hinter allem steckt und mit dem bärtigen Mann identisch ist, kann man sich beim Lesen sofort denken, und auch die erzählte Story ist alles andere als gut. So stört zum Beispiel, dass Dagobert hier versucht, Donald zu übertölpeln, um ihn um das Gold zu bringen (als ob er es nötig hätte und Donald nichts gönnen würde), umgekehrt stört die Disney-übliche Blindheit der Charaktere für verkleidete Verwandte. Was storytechnisch passieren würde, lässt sich eigentlich durchweg vorhersehen. Last but (not) least ist die »Legende der rollenden Steine« auch noch ziemlich mäßig gezeichnet, Größenverhältnisse stimmen bisweilen nicht, und die Figuren (sowohl die Ducks selbst als auch die Nebencharaktere) sehen ziemlich schnell und schusselig zusammengezeichnet aus. Kurzum: Eigentlich gefiel hier uns so gut wie gar nichts. Schlussendlich entschieden sich drei unserer Mitarbeiter, dem Comic die Schulnote Vier zu geben, jeweils eine Mitarbeiterin bewerteten ihn mit den Noten Fünf und Sechs, und so fanden wir uns bei der Durchschnittsnote 4,6 wieder.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz