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  Die Entenanalyse: Die Jagd nach Nummer 503
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Nachdem fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, in den vergangenen Tagen einen Comic aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 503 nach dem anderen gelesen hatten, hatten sie sich zuletzt durch die vorletzte Story geschmökert, die den Titel »Hier rockt das Revier« trug. Ein Comic war noch übrig, und auch diesen haben wir nun durchgearbeitet.

Die Jagd nach Nummer 503

Einmal mehr handelt es sich um eine Story, die dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurde, wo sie am 28. Mai 2013 - also schon vor fast fünf Jahren - veröffentlicht wurde. Damals trug sie den Titel »Paperinik e la grande caccia alla numero 3000«, was zu Deutsch »Phantomias und die große Jagd auf die Nummer 3000« bedeutet. Dass in der deutschen Ausgabe aus der Nummer 3000 die Nummer 503 geworden ist, ist eine Fortführung der damaligen Anspielung: Damals wurde sie in der 3000. Ausgabe von »Topolino« abgedruckt, nun in der 503. Ausgabe der Lustigen Taschenbücher. Jenes Buch trägt den Titel »Auf die Piste, fertig, los!« und ist seit dem 30. Januar 2018 zu bekommen. Der zwanzig Seiten lange Dreireiher wurde einst von Marco Bosco geschrieben, für die Zeichnungen war Andrea Freccero zuständig.

Worum geht es?

Als Dagobert der Frack durch ein Missgeschick aufreißt, purzelt der 503. Zehner, den er einst selbst verdient hatte, heraus. Eigentlich ging Dagobert davon aus, dass er diesen schon vor vielen Jahrzehnten ausgegeben hatte. Gundel Gaukeley beobachtet die Szene durch eine Zauberkugel und kommt zum Schluss, dass ein solches Geldstück, das Dagobert über einen dermaßen langen Zeitraum am Leib getragen hat, ein noch viel wirkungsvollerer Glücksbringer sein muss als der berühmte Glückszehner. Kurzerhand entschließt sie sich, ihn in ihren Besitz zu bringen, um ihn in ein Amulett zu schmieden.

Spoiler

Dagobert bezahlt Donald mit dem Zehner fürs Münzenpolieren, woraufhin sich Gundel an Donalds Fersen heftet. Als sie des Nachts in sein Haus einbricht, ist er gerade in seinem Phantomias-Kostüm unterwegs, um das Verbrechen zu bekämpfen. Als sein Wagen schlapp macht, macht er eine Zwischenlandung bei Daniel Düsentrieb, damit dieser sich den Schaden anschauen kann. Der Zehner ist das Problem: Er hat sich in dem Auto verkantet. Nachdem Düsentrieb das Auto repariert hat, belässt Donald/Phantomias den Zehner bei dem Erfinder und fliegt heim. Dort ist gerade Dagobert angekommen, der gegenüber Phantomias gesteht, dass sich der Zehner als ein unter Numismatikern heiß begehrter Fehldruck herausgestellt hat, der tausende Taler wert ist. Phantomias ringt der reichsten Ente der Welt das Versprechen ab, Donald 5000 Taler für das gute Stück zu zahlen, und fliegt zurück zu Düsentrieb. Gundel hat alles beobachtet und verfolgt ihn. Düsentrieb berichtet Phantomias, dass er das Geldstück genutzt hat, um sich etwas zu trinken zu kaufen. Beim Getränkeautomat kommt es zum Aufeinanderprallen von Phantomias und Gundel, bei dem alle Geldmünzen, die sich in dem Automaten befunden hatten, durch ein Missgeschick zu Staub geschossen werden. Gundel zieht wütend ab, während Düsentrieb zur Szenerie hinzustößt. Der Erfinder weist darauf hin, dass sich der Zehner gar nicht in dem Automaten hatte befinden können: Die beiden Streithähne haben das Schild »Außer Betrieb« übersehen. So gelangt das gute Stück schlussendlich doch wieder in den Besitz von Donald, der ihn an seinen Onkel verkauft. Den Gewinn teilt er mit Daniel Düsentrieb.

Die Einschätzung

Besonders positiv sind uns an diesem Comic die Zeichnungen aufgefallen, die zwar in der Charakterdarstellung ein paar leichte Nuancen abweichen - so ist Rabe Nimmermehr beispielsweise eine Spur »drolliger« als üblich geworden -, aber insgesamt machen sie einen wirklich sehr ansprechenden Eindruck. Sie haben einen eigenen Stil, der witzig ist, es aber nie übertreibt und einfach »schön« rüberkommt.

Auch davon abgesehen ist die Geschichte eigentlich ganz nett ausgefallen und hat unsere Befürchtungen widerlegt, die wir hatten, nachdem wir im Internet auf erste Besprechungen des Ganzen gestoßen waren. Natürlich ist hier nicht alles Gold, was glänzt (haha!), etwa die Tatsache, dass sich Gundel Gaukeley nach ihren Beobachtungen eigentlich zusammenreimen können müsste, dass Donald Duck und Phantomias ein- und dieselbe Person sind. Viel entscheidender ist jedoch, dass der Erzählbogen zu überzeugen weiß - das Tempo ist hoch, aber nicht zu hoch, der Spannungsfaktor zieht nach und nach gut an, humoristische Slapstick-Szenen (z.B. in dem Moment, in dem Tick, Trick und Track eine Tür gegen Gundels Kopf werfen) wechseln sich auf gelungene Weise mit Actionsequenzen ab. Dass nach der Szene, in dem die Taler pulverisiert werden, noch nicht aller Tage Abend ist, ist ebenfalls eine schöne Entwicklung, so dass nicht nur die Geschichte, sondern auch das Lustige Taschenbuch mit einem Gute-Laune-Erlebnis schließen konnte.

Am Ende gab eine unserer Mitarbeiterinnen der Geschichte die Note Eins, zwei gaben ihr die Note Zwei, und ebenfalls zwei Mitarbeiter gaben ihr die Note Drei. Damit bewerteten wir sie am Ende mit dem erfreulichen Durchschnittswert 2,2.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz