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  Die Entenanalyse: Die Hexe aus dem All
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Vier Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 558, das »Das Zeitportal« heißt und seit dem 26. April im Handel ist, haben wir nun schon von unserem Testleser-Quintett durchschmökern lassen. Zuletzt ging es aufwärts: »Zeitreisen ist relativ«, in dem Micky Maus und Goofy nach dem verschollenen Albert Einstein suchen, war der zweite anständige Comic in Folge. An dieser Stelle findet ihr unsere Beurteilung. Ihr seid bis dato deutlich kritischer als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,6 vergeben haben, rangiert der Durchschnitt eurer Abstimmung bisher bei 3,40. Nun geht es mit Gundel Gaukeley weiter.

Die Hexe aus dem All

Rund drei Jahre ist dieser Comic bereits alt. Am 27. März des Jahres 2019 wurde er in Italien im dortigen Magazin »Topolino« abgedruckt. Damals trug der achtzehn Seiten lange Dreireiher den Titel »Amelia e l'inversione magico-scientifica«, was man mit »Gundel Gaukeley und die magisch-wissenschaftliche Umkehrung« (etwas sperrig) übersetzen kann. Pier Giuseppe Giunta hatte die Idee zur Geschichte, Maurizio Amendola sorgte für die Bebilderung.

Worum geht es?

Daniel Düsentrieb instaliert ein neues Abwehrsystem auf dem Dach des Geldspeichers, das jedem magischen Angriff Gundel Gaukeleys einen »künstlich« erzeugten Gegenzauber entgegenwirft. Alle anderen Zauber sind also natürlichen Ursprungs? Als Gundel wenig später eine Attacke gegen das Gebäude startet, wird sie von dem Gerät zurückgeschlagen. Sie kehrt zum Vesuv zurück, gibt aber nicht auf.

Spoiler

An den Hängen des Vesuvs suchen zwei Alienjäger gerade nach Außerirdischen. Als sie die Hexe auf ihrem Besen eintreffen sehen, identifzieren sie sie als extraterrestrisch. Sie ziehen sich Schutzanzüge an und begeben sich zu ihr. Gundel wirft ihnen bei ihrer Ankunft einen Zauberspruch entgegen. Die Magie prallt direkt an den Anzügen der Erpel ab, so dass sie erkennt, dass der Stoff in der Lage ist, Zaubersprüche außer Kraft zu setzen. Sie behauptet daraufhin, tatsächlich ein Alien zu sein, um die Ufologen zu überzeugen, sie dorthin zu begleiten, wohin ihr »Raumschiff« angeblich gebracht wurde: zum Geldspeicher. Dort angelangt, lässt sie sich einen der Anzüge geben, schlüpft hinein und bricht in das Gebäude ein. Düsentriebs Magieableiter kann nun nichts mehr gegen sie ausrichten. Ohne großen Widerstand bringt sie den Glückszehner an sich und verlässt den Geldspeicher auf ihrem Hexenbesen (den sie beim Betreten eigentlich gar nicht bei sich hatte). Als Dagobert Duck eintrifft, erfährt er von Baptist und Daniel Düsentrieb, was geschehen ist. Gemeinsam mit den beiden reuigen Ufologen hetzen sie der Hexe in einem kleinen Fluggerät hinterher. Gundel ist siegessicher, da sie sich in ihrem Anzug für immun gegen alle äußeren Einflüsse hält. Sie hat jedoch die Rechnung ohne die Ufologen gemacht: Diese haben eine Düse in dem Anzug installiert, mit der sich die integrierte Sauerstoffversorgung regulieren lässt und die mit einer Fernbedienung steuerbar ist. Sie lassen Knoblauch in den Anzug strömen, und prompt stürzt Gundel ab. Dagobert sammelt seinen Glückszehner ein, und alles ist wieder gut.

Die Einschätzung

Nachdem die beiden vorausgegangenen Comics ziemlich gut gewesen waren, markiert die Geschichte über die angebliche »Hexe aus dem All« wieder einen herben Rückschlag. Eigentlich war so ziemlich alles, was hier geboten wurde, schierer Nonsens. Das fängt mit der Anlage an, die Daniel Düsentrieb auf dem Geldspeicher anbaut: Ein technisches Gerät also, das jegliche Art von Magie absorbiert!? Vor dem Erstkontakt mit Aliens zieht man Raumanzüge an, selbst wenn der Erstkontakt am Vesuv stattfindet? Ufologen identifizieren eine Hexe, die praktisch genauso aussieht wie sie selbst, als Alien, sehen jedoch eine Ähnlichkeit zu einer Krähe? Die Anzüge von quartalsirren Aliensuchern sind magieresistent und überlisten sogar Düsentriebs technische Wunderwerke? In den Anzügen lässt sich auf Knopfdruck Knoblauch einspritzen? Wo genau kommt der her ... haben die Ufologen einfach mal auf gut Glück irgendwo im Stoff Knoblauchgranulat gebunkert? Oder haben sie eine mikroskopisch kleine Höllenmaschine eingebaut, die Luft in Knoblauch umwandeln kann? Das ist alles ein riesenroser Quatsch. Leider kein Quatsch von der amüsanten oder drolligen Sorte, so dass das Amüsement den Unsinnsfaktor vom Tisch wischen würde. Natürlich müssen Disney-Comics nicht logisch sein oder Realitäten abbilden, aber das ist größtenteils einfach hirnrissig. Drei Mitarbeiter unserer Seite entschieden sich, dem Comic die Schulnote Vier zu geben, die anderen beiden Testleser vergaben eine Fünf und eine Sechs. Summa summarum landeten wir damit hier beim Durchschnitt 4,6.


Wie fandet ihr "Die Hexe aus dem All"?
1
 
 117 (29,6%)
Schulnote 5
2
 
 99 (25,1%)
Schulnote 6
3
 
 67 (17,0%)
Schulnote 4
4
 
 61 (15,4%)
Schulnote 2
5
 
 32 (8,1%)
Schulnote 3
6
 
 19 (4,8%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 395 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz