Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.158 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »edwin979«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Die Grenzen der Technik
Werbung:
Wir sind am Ende angelangt: Nachdem wir in den vergangenen Tagen das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 545 und dem Titel »Die Duckyssee«, das seit dem 27. April im Handel ist, Comic für Comic durchgelesen haben, ist nur noch eine letzte Geschichte übrig. Über die zum Comic gewordene Katastrophe »Sonntagsausflug mit Folgen«, die wir zuletzt gelesen hatten, sollten wir indessen besser den Mantel des Schweigens hüllen, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr empfandet die Geschichte auch als miserabel, jedoch nicht ganz so extrem wie wir: Während wir uns am Ende auf die Note 5,8 geeinigt haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bis dato bei 5,15. Den Abschluss markiert ein Auftritt von Dorette Duck.

Die Grenzen der Technik

Dieser Comic ist etwas mehr als ein Jahr alt, die Erstveröffentlichung erfolgte am 29. Januar im italienischen Magazin »Topolino«. Damals trug die sechzehn Seiten lange dreireihige Story den Titel »Nonna Papera in: finché c'è l'appetito«, was zu Deutsch »Oma Duck in: Solange es Appetit gibt« bedeutet. Geschrieben wurde sie von Alessandro Sisti, die Zeichnungen steuerte Giampaolo Soldati bei.

Worum geht es?

Oma Duck bekommt Besuch von einem Vertreter namens Ulf Unverzagt, der die »antiquarischen Geräte« auf ihrem Bauernhof kritisiert und in der Folge versucht, ihr neue Gerätschaften anzudrehen. Natürlich ist die rüstige Bäuerin in allenfalls überschaubarem Maße an dem interessiert, was er zu bieten hat, auch wenn sie anfangs behauptet, sie würde es lieben, mit der Zeit zu gehen.

Spoiler

Die erste Maschine, die Unverzagt ihr vorführt, rollt Heu automatisch zu Ballen zusammen. Da Tick, Trick und Track lieber in Heureitern spielen und das Heu durch die Vorführung nun eh schon portioniert ist, lehnt Oma Duck einen Kauf des Geräts ab. Weiter geht es mit einer Maschine, die Schafe automatisch schert und sie hinterher auch noch shampooniert und föhnt. Da Oma Duck keine Schafe, sondern nur einen Ziegenbock hat, benötigt sie das Gerät nicht. Die Vorführung des »Summitronic« zum automatischen Honigsammeln scheitert daran, dass Ulf Unverzagt von Bienen attackiert wird. Der »Turbosammler«, der dazu eingesetzt werden kann, Apfelbäume automatisch abzuernten, gefällt Oma Duck da schon besser. Zum Abschluss präsentiert Ulf Unverzagt ihr auch noch den »Lukullus«, der automatisch alles zubereitet, worauf man Appetit hat. Oma Duck unterzieht das Gerät dem ultimativen Stresstest, indem sie Franz Gans herbeiruft und ihn alles essen lässt, was die Maschine ausspuckt. So viel der »Lukullus« auch produziert, Franz Gans wird einfach nicht satt, und er isst weiter und weiter, so dass Ulf Unverzagt anerkennen muss, dass Technik bisweilen an ihre Grenzen stößt.

Die Einschätzung

Im Vergleich zur miserablen Radfahr-Story war dieser Abschlusscomic ein ganzes Stück besser, wenngleich da auch nicht sehr viel dazugehörte. Im Grunde gibt es nur einen größeren Kritikpunkt, den man den »Grenzen der Technik« vorwerfen kann: Dass Oma Duck mit Möglichkeiten konfrontiert wird, wie man die Arbeit auf ihrem Bauernhof durch Modernisierungen erleichtern könnte, sie aber auf dem Althergebrachten beharrt und anderen Leuten beweist, dass ihre Vorgehensweise durchaus ihre Vorteile hat, ist schon - vorsichtig ausgedrückt - das ein oder andere Mal in sehr ähnlicher Form erzählt worden. Im Grunde genommen ist es der generischste Plot, den man über eine Figur wie Oma Duck erzählen könnte, da ihr Charakter nun mal in erster Linie dafür steht, mit altbewährten Mitteln zu arbeiten und zwischendrin mal einen Kuchen zu backen. Wie das altbekannte Thema hier wiedergegeben wird, ist letztlich solide, und der Schlussgag ist auch in Ordnung. Alles in allem macht dies aus »Die Grenzen der Technik« einen Comic, den man im Vorbeigehen liest und den man nach kurzer Zeit wieder vergessen haben dürfte. Eine unserer Mitarbeiterinnen bewertete ihn mit der Note Drei, der Rest vergab die Note Vier, so dass wir hier beim Durchschnittswert 3,8 landeten. Womit man sagen kann, dass man in diesem Band eigentlich nur die »Duckyssee« und die Phantomias-Story zu lesen braucht, der Rest ist müdes Beiwerk. Doch das werden wir demnächst noch einmal in unserer Zusammenfassung etwas ausführlicher schildern.


Wie fandet ihr "Die Grenzen der Technik"?
1
 
 86 (29,0%)
Schulnote 5
2
 
 83 (27,9%)
Schulnote 4
3
 
 60 (20,2%)
Schulnote 6
4
 
 40 (13,5%)
Schulnote 3
5
 
 22 (7,4%)
Schulnote 1
6
 
 6 (2,0%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 297 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz