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  Die Entenanalyse: Die Glitzerquelle
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Zum Monatsbeginn, genauer gesagt am 2. März, ist mit »Mission Galaxis« das 543. Lustige Taschenbuch erschienen. Wir haben ein Quintett an Mitarbeitern unserer Seite bislang vier Comics daraus lesen lassen, und auf den richtig großen Wurf warten wir noch. »Mächtig viel Magie« wusste zuletzt zwar mit einer recht neuen Idee aufzuwarten, so richtig überzeugend war der Comic trotzdem nicht, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Manchmal haben wir ja selbst den Eindruck, wir wären ein Stück zu kritisch, aber immerhin beruhigt uns dann ein Blick auf die von euch vergebenen Noten, denn ihr empfandet »Mächtig viel Magie« noch ein Stückchen schwächer als wir (unsere Note war eine 3,6, in eurer Abstimmung liegt der Schnitt derzeit bei 3,78). Wollen wir also hoffen, dass dann die nächste Geschichte ein Quell guter Unterhaltung ist.

Die Glitzerquelle

Dieser Comic ist erst wenige Monate alt: Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 3. Juni des vergangenen Jahres. Der 26 Seiten lange Dreireiher wurde von Carlo Panaro erdacht und von Giampaolo Soldati zeichnerisch umgesetzt. Der Originaltitel lautete »Paperino e la fonte scintillante«, was man mit »Donald Duck und der funkelnde Brunnen« übersetzen könnte. Funkelnde Brunnen, glitzernde Quellen - letztlich ist es das gleiche.

Worum geht es?

Beim Baden in seinen Talern stellt Dagobert Duck erschrocken fest, dass einige von ihnen sehr matt aussehen, obwohl Donald sie gerade gewienert hat. Da Butler Baptist kurz zuvor in einem Blog den Bericht über eine Quelle gelesen hatte, deren Wasser kleine metallene Gegenstände besonders intensiv glitzern lässt, schickt Dagobert seinen Neffen sowie Tick, Trick und Track los, um ihm Wasser aus der Quelle zu besorgen.

Spoiler

Die Expedition beginnt als wilde Fahrt in einem Jeep, die damit endet, dass Donald den Wagen in spitze Steine hineinsteuert. Wegen des Reifenschadens muss das Quartett auf Schusters Rappen weiterziehen und gelangt in den kleinen Ort Posemucklau. Da der Fußmarsch lange dauert, kommen sie so spät an, dass die Sonne schon untergeht. Der Leiter der örtlichen Autowerkstatt kann deshalb nicht mehr losziehen, um ihren Jeep zu reparieren. In der Nacht schleicht eine dunkle Gestalt durch ihr Hotel und sabotiert die Wecker, so dass sie verschlafen. Am Wagen wird tags darauf festgestellt, dass er einen Motorschaden hat und die Reparatur deshalb länger dauern wird. In Wirklichkeit stimmt dies nicht, der Mechaniker wurde bestochen, es zu sagen. Donald und die Kinder besorgen sich Pferde und reiten damit in Richtung ihres Ziels. Während einer Pause reißen sich die Tiere los. In der Nähe ist ein Flugplatz, auf dem Flugdrachen stehen, und so ziehen die Abenteurer damit weiter. Schlussendlich finden sie die Quelle, und tatsächlich bringt sie ein paar Test-Taler dazu, enorm zu glitzern. Zurück in Dagoberts Geldspeicher, wirkt das Wasser jedoch nicht mehr, und so muss Donald wieder auf herkömmliche Weise Münzen polieren. Am Ende stellt sich (nur dem Leser) heraus, dass Donald selbst der Saboteur der Expedition war. Er wollte auf diese Weise die gemeinsame Reise mit den Kindern gezielt verlängern, um mit ihnen eine abenteuerliche und schöne Zeit zu haben. Außerdem hat er das Wasser ausgetauscht, um weiter Münzen polieren zu können, da er seinem Onkel nahe sein möchte, um von ihm und seinen Geschäftskünsten zu lernen.

Die Einschätzung

Schlussendlich hat sich die Geschichte in eine etwas andere Richtung entwickelt, als man es sich von Anfang an hätte denken können. Wenn man es bei Lichte betrachtet, dann hat dieser Comic nicht nur das Überraschungsmoment auf seiner Seite, auch ansonsten stimmte hier ausnahmsweise mal eine ganze Menge. Die Ducks auf (so etwas wie einer) Schatzsuche machen ja häufig Spass, durch den (vermeintlichen) Verfolger wurde eine gute Dosis Spannung in die Sache hineingebracht, und das »Heile-Welt-Ende«, das der Geschichte gegeben wurde, ist außergewöhnlich warmherzig und schön ausgefallen. Eigentlich wäre der Comic aufgrund seines Abschlusses genau der richtige »Rausschmeißercomic« am Ende eines Lustigen Taschenbuchs gewesen, um die Leser mit einem wohligen Gefühl aus dem Band zu entlassen. Aber auch zwischendrin ist er natürlich nicht schlechter. Zeichnerisch überzeugte er ebenfalls. Kurzum: Nach langer Zeit sind wir hier endlich mal wieder auf einen lesenswerten Comic gestoßen, und gleichzeitig auf den ersten dieses Bandes, den man als wirklich gelungen bezeichnen kann. Drei unserer Mitarbeiterinnen gaben dem Comic die Note Zwei, die anderen beiden eine Drei, so dass wir hier am Ende beim Durchschnittswert 2,4 gelandet sind. Es geht doch!


Wie fandet ihr "Die Glitzerquelle"?
1
 
 255 (56,2%)
Schulnote 2
2
 
 76 (16,7%)
Schulnote 3
3
 
 66 (14,5%)
Schulnote 1
4
 
 24 (5,3%)
Schulnote 6
5
 
 19 (4,2%)
Schulnote 5
6
 
 14 (3,1%)
Schulnote 4
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz