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  Die Entenanalyse: Die Geschichte der Menschheit - Große Erfindungen
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Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 542 ist seit dem 2. Februar erhältlich. Es heißt »Wohin des Weges, Phantomias?«, und wir lassen es derzeit von fünf Mitarbeitern unserer Webseite Comic für Comic lesen. Bisher ist das Buch noch nicht so richtig in Schwung gekommen. Die Commissario-Maualbano-Geschichte »Die Amphore der Charybdis« war schlichtweg für eine andere Zielgruppe als für uns ersonnen worden, wie wir euch an dieser Stelle schilderten. Ihr empfandet den Comic sogar noch ein Stückchen schwächer als wir (unsere Note war eine 3,6, bei der Nutzerumfrage ist derzeit ein Schnitt von 3,87 herausgekommen). Weiter ging es mit einem außergewöhnlichen Blick in die Geschichte der Mensch- bzw. Entenheit.

Die Geschichte der Menschheit: Große Erfindungen

Bei diesem Comic hatten es die Macher des Lustigen Taschenbuchs eilig, ihn zu übersetzen, denn er hat gerade einmal etwas mehr als ein halbes Jahr auf dem Buckel. Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 27. Mai des Jahres 2020 unter dem Titel »Storia - Papera - Preistoria«, was man grob mit »Geschichte - Ente - Vorgeschichte« übersetzen könnte. Der 24 Seiten lange Dreireiher wurde von Augusto Macchetto ersonnen und von Giampaolo Soldati gezeichnet.

Worum geht es?

Primus von Quack besucht einen Vortrag, der mit »Der Höhlenmensch in mir« überschrieben wurde. Überraschenderweise ist es Dussel Duck, der den Vortrag hält, nachdem er sich ein Diplom in Beredsamkeit und einen Ehrendoktor in schlau wirkender Gestik und Mimik zugelegt hat. Er schildert seinen Zuhörern die Entwicklung der »Menschen« seit der Steinzeit.

Spoiler

Laut Dussel verständigten sich die Menschen in der Steinzeit in Grunzlauten, ehe mit »Gold« und »Essen« das erste und zweite Wort erfunden wurden. Im zweiten Schritt wurde das Feuer erfunden, wobei es laut Dussel nicht einfach aufgesammelt wurde, sondern von Aliens entlehnt wurde, die zu Besuch kamen und ein Barbecue veranstalteten. Durch das Löschen des auf diese Weise gefundenen Feuers und die Verwendung des sich daraus gebildeten Rußes wurde laut Dussel die Höhlenmalerei erfunden. Im nächsten Schritt schildet Dussel, wie der Ackerbau, Städte und der Handel erfunden wurden. Im letzten Schritt beschreibt er, wie die Menschen zunächst die Schrift und daraus folgend das Rad erfanden, denn nun konnten sich die Menschen endlich Notizen machen und intensiver nachgrübeln. Auf diese Weise löst Dussel einen Running Gag auf, der durch die gesamte Story gezogen wurde, denn die mitfiebernden Zuschauer vermuteten schon die ganze Zeit, dass Dussel alsbald zur Erfindung des Rades kommen würde. Zum Ende erwähnt Dussel, dass man Räder auch für »vergnügliche Zwecke« nutzen könne, und als Beispiel führt er an, wie die Steinzeitmenschen das Rad als Esstisch zweckentfremdeten.

Die Einschätzung

Nun ... wenn man es gnädig mit den Machern des Lustigen Taschenbuchs bzw. mit den Erschaffern der italienischen Vorlage meint, dann könnte man dem Comic lobend attestieren, dass die Intention bestanden hatte, jüngere Leser darauf hinzuweisen, dass all die erwähnten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte erst einmal hart erarbeitet werden mussten und nicht etwa von Anfang an immer da waren. Wenn das Ganze nur nicht so derart töricht vorgetragen worden wäre, dann könnte man sogar noch viel mehr Lob aussprechen. Dummerweise wurde es aber nun mal so töricht vorgetragen. Die ganze Grundkonstellation mit Primus, der sich freiwillig von Dussel eine Geschichtsstunde erteilen lässt, ergibt keinen Sinn, der Runnning Gag mit dem Rad zündet nicht, die einzelnen Gags rund um die jeweiligen Erfindungen ebenso wenig, und überhaupt nervt einfach jeder Auftritt von Dussel Duck aufs Neue. Die Figur ist einfach nicht witzig. Warum musste man ihn binnen so weniger Seiten schon zum zweiten Mal in Erscheinung treten lassen? Spannung gab es hier natürlich nicht - das war natürlich auch bewusst so angedacht -. und auch alles andere, was einen guten Comic ausmacht, fehlte. So kam es, dass sich am Ende eine Mitarbeiterin für die Note Vier entschied, während die Fünf und die Sechs jeweils zweimal vergeben wurden. Am Ende landeten wir dadurch beim katastrophalen Durchschnitt 5,2.


Wie fandet ihr "Die Geschichte der Menschheit: Große Erfindungen"?
1
 
 232 (60,9%)
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2
 
 93 (24,4%)
Schulnote 5
3
 
 21 (5,5%)
Schulnote 1
4
 
 14 (3,7%)
Schulnote 4
5
 
 11 (2,9%)
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz