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  Die Entenanalyse: Die Geschichte der Menschheit - Das Barock
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Eine Handvoll Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 551, das »Gefahr für Micky« heißt und seit dem 12. Oktober im Handel ist, haben wir nun schon von unserem Testleser-Quintett durchschmökern lassen. Bisher ist die Bilanz mehr als enttäuschend: Ein Comic war schlechter als der anderer. Auch die zuletzt thematisierte Story »Der Druide ist los!« war leider ein ziemlicher Nonsens, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Abstimmung verläuft bisher noch viel kritischer als unsere Einschätzung: Wir waren zur Schulnote 4,2 gekommen, ihr liegt derzeit im Schnitt bei einer 4,72. Weiter ging es mit einer Reise in die Vergangenheit.

Die Geschichte der Menschheit: Das Barock

Hierbei handelt es sich um eine ziemlich neue Geschichte: Die Erstveröffentlichung liegt gerade mal ein Dreivierteljahr zurück. Am 27. Januar wurde »Il barocco« im italienischen Wochenmagazin »Topolino« abgedruckt. Wie der Rest der Reihe »Die Geschichte der Menschheit« wurde auch »Das Barock« von Augusto Macchetto ersonnen, für die Zeichnungen war dieses Mal Emilio Urbano zuständig.

Worum geht es?

Wieder einmal stehen die Historienexperten Primus von Quack und Dussel Duck vor einem Publikum, um diesem eine Ära der Menschheits- bzw. Entengeschichte näherzubringen. Dieses Mal ist das Barock an der Reihe.

Spoiler

Erzählt wird eine Geschichte, die sich am Hof des Sonnenkönigs Duckwig XIV. (portraitiert von Dagobert Duck) abgespielt haben soll. Über mehrere Seiten wird dargestellt, wie Duckwig in Saus und Braus lebt, auch wenn dies eigentlich seinem im Kern sparsamen Geiste widerspricht. So werden beispielsweise viele hundert Gärtner beschäftigt, um den Garten von »Ducksailles« möglichst prunkvoll ausschauen zu lassen. Von der Edeldame Gitta und einem anderen Adeligen erfährt der Herrscher, dass der ihm verhasste Herzog Klaas de Klevere eine »Wunderkammer« hat errichten lassen, mit der er den Prunk von Ludvigs Schloss den Rang abläuft. Duckwig schaut sich die »Wunderkammer« vor Ort an und beschließt, selbst einen solchen Raum zu errichten. Dazu sollen ihm außergewöhnliche und wertvolle Artefakte gebracht werden. Eine Flasche Ambrosia erweist sich dank des Vorkosters (Franz Gans) in Wirklichkeit als Honig, das Horn eines angeblichen Einhorns ist in Wirklichkeit aus Nougat, und als die Grafen von Panzerknack dem König einreden wollen, dass sie eine Kappe haben, die unsichtbar macht, schreitet der Butler ein und rettet Duckwig vor dem Betrug. Am Ende erkennt der König, dass es keinen Sinn macht, selbst eine Wunderkammer errichten zu wollen. Außerdem stellt er fest, dass er etwas viel Wertvolleres als der Herzog besitzt: einen echten Freund, nämlich den Butler. Für diese Erkenntnis gibt es einen Kuss von Gitta.

Die Einschätzung

Nach den ersten fünf Comics dieses Bandes waren wir mal wieder an einem Punkt angelangt, an dem man glauben könnte, wir wären keine sonderlichen Disney-Fans, so schlecht wie wir diese bewerten mussten. Zum Glück haben eure Abstimmungsergebnisse unsere Meinung bislang bestätigt (und sind größtenteils noch kritischer ausgefallen), denn sonst kämen wir langsam in Rechtfertigungszwang: Auch »Das Barock« war wieder kein besonders gut gelungener Comic. Die Reihe über die Geschichte der Menschheit soll den Lesern bekanntermaßen Epochen auch mit tatsächlichen Details näherbringen. Hier waren diese Details so gut wie gar nicht vorhanden, sieht man mal von der Existenz des Sonnenkönigs ab ... der nicht realistisch dargestellt werden konnte, da Dagoberts Eigenschaften und die des tatsächlichen Sonnenkönigs dazu viel zu diametral sind. Und ob all die Dinge, die der Herzog Klaas de Klevere in seiner Wunderkammer aufbewahrt, wirklich schon zur Zeit des Sonnenkönigs in Frankreich existieren konnten, sei auch mal dahingestellt, wenngleich wir dies nicht sicher wissen. Davon abgesehen ist dies hier eine recht schlichte und unspannende Geschichte mit einer kleinen Portion Herzlichkeit am Ende, die jedoch die Defizite der vorausgegangenen Seiten nicht ausgleichen kann. Zwei unserer Testleser gaben dem Comic die Note Drei, zwei die Note Vier, und einer der Mitarbeiter entschied sich für eine Fünf. Summa summarum landeten wir damit beim Durchschnittswert 3,8.


Wie fandet ihr "Die Geschichte der Menschheit: Das Barock"?
1
 
 147 (35,0%)
Schulnote 6
2
 
 127 (30,2%)
Schulnote 5
3
 
 54 (12,9%)
Schulnote 2
4
 
 44 (10,5%)
Schulnote 3
5
 
 42 (10,0%)
Schulnote 4
6
 
 6 (1,4%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz