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  Die Entenanalyse: Die geheimen Bücher von Primaverus von Quack
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Dieser Tage lesen fünf unserer Mitarbeiter und Helfer das 521. Lustige Taschenbuch, das seit dem 18. Juni im Handel ist und den Titel »50 Jahre Phantomias« trägt. Zuletzt besprachen wir hier den Micky- und Goofy-Comic »Die Öko-Rallye«, in dem die beiden Helden ein Rennen mit einem Auto bestreiten, das mit Wasserstoff betrieben wird und diesen auch noch selbst produziert. Schlussendlich war es ein Wettrennen-Comic, der exakt genauso verlief wie praktisch jeder andere Wettrennen-Comic aus dem Disney-Universum. Den zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Mit einem Ausflug in die Vergangenheit ging es weiter.

Die geheimen Bücher von Primaverus von Quack

Etwas mehr als drei Jahre ist diese Geschichte alt: Am 19. April des Jahres 2016 wurde sie erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Damals trug der 36 Seiten lange Dreireiher den Titel »Zio Paperone e i libri segreti di Paperus Picuzio«, was man mit »Onkel Dagobert und die geheimen Bücher von Primaverus von Quack« übersetzen kann, was ja auch dem deutschen Namen entspricht. Alessandro Sisti hat sich die Geschichte ausgedacht, Valerio Held hat sie zeichnerisch realisiert.

Worum geht es?

Primus von Quack überzeugt Dagobert Duck, dass es sinnvoll sein könnte, nach Italien zu reisen, um sich dort auf die Suche nach verschollenen Büchern des Autors und Verlegers Primaverus von Quack aus dem fünfzehnten Jahrhundert zu begeben. Dessen Werke werden inzwischen zu Mondpreisen gehandelt. Der venezianische Kaufmann Antonio Ducco, ein Vorfahre der Ducks und Geldgeber von Primaverus, hatte dazu Andeutungen in seiner Biografie gemacht, die sich in Dagoberts Archiv befindet.

Spoiler

Auf dem Weg nach Venedig liest Primus den Kindern vor, was sich damals zugetragen hatte. Primaverus trat mit der Bitte an Ducco, ihm Geld für die Gründung eines Verlages zu leihen. Da sich Ducco durch den Verlag erhoffte, Kontakte zur Dogenfamilie zu knüpfen, willigte er ein. Da er jedoch gewisse Vorbehalte gegenüber Primaverus hegte, stellte er die Bedingung, dass sein Neffe Donaldo im Verlag arbeiten sollte. Dieser stellte sich dabei äußerst ungeschickt an. Immerhin ließ er sich durch das literarische Umfeld dazu motivieren, selbst ein »Spezialbuch« anzufertigen. Nach und nach keimten Gerüchte auf, dass Primaverus ein Agent der Feinde Venedigs sein könnte, weswegen ihn Ducco höchstpersönlich überwachte. Als Ducco beobachtete, dass Primaverus etwas versteckte, schienen sich die Gerüchte zu bewahrheiten. Ducco bekam Angst, Primaverus' Verbindungen nach Mailand könnten auf ihn zurückfallen, da er mit ihm Geschäfte machte. Also flüchtete er aus der Stadt. In der Gegenwart sind die Ducks nun auf der Suche nach eben jenem Versteck, das Primaverus damals nutzte. Dagobert Duck lässt sich breitschlagen, das ganze Gebäude zu kaufen, das das Versteck beherbergt. Sie finden das große Geheimnis unter einem Brunnendeckel im Keller des Gebäudes. Darin befinden sich Bücher ... und zwar Comics. Es sind die »Spezialbücher«, an denen Donaldo gearbeitet hatte. Wertvoll sind sie leider nicht, weswegen Dagobert wütend wird. Diese Wut lässt er an Donald aus, den er für einen Nachfahren Donaldos hält.

Die Einschätzung

Uns war beim Lesen nicht so ganz klar, welchen Sinn und Zweck die Rahmenhandlung hatte, die in der Gegenwart spielte. Wenn es nur um den Schlussgag ging, dann war sie den Aufwand nicht wert. Zumal dieser keinen Sinn ergibt, denn wenn Donald ein Nachfahr Donaldos ist, dann ist Dagobert dies schließlich auch. Vermutlich wäre es besser gewesen, die Seiten bei der historischen Handlung draufzulegen, denn die hatte durchaus Klasse. Zwar ist der Anteil an historischen Comics, die in Italien spielen, inzwischen gefühlt ein wenig übertrieben, was natürlich der Herkunft der meisten Comics geschuldet ist, aber diese Geschichten wissen nahezu immer zu überzeugen. Zeichnerisch ist »Die geheimen Bücher von Primaverus von Quack« rundum gelungen, die Atmosphäre stimmt. Die Story ist halt recht überschaubar, weswegen es eben besser gewesen wäre, wenn man ihr mehr Raum gegeben hätte. Dass es am Ende auf die Erfindung von Comics hinauslief, das war letztlich nicht der große Aha-Effekt, aber was soll's. Einer unserer Mitarbeiter bewertete den Comic schlussendlich mit der Note Zwei, drei vergaben eine Drei, und einmal lief es auf eine Vier hinaus. Damit kamen wir am Ende bei der Durchschnittsnote 3,0 an.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz