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  Die Entenanalyse: Die Freuden der Hochfinanz
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Zehn Comics umfasst das 541. Lustige Taschenbuch, das den Titel »Der Schatz der Pinguine« trägt und seit dem 5. Januar zu bekommen ist. Den neunten davon, der mit »Die Zauberscholle« überschrieben ist, haben wir an dieser Stelle thematisiert. Unserer Meinung nach war das darin verarbeitete Thema einfach ausgelutscht, weswegen wir bei der Schulnote 3,8 landeten. Ihr empfandet die Geschichte deutlich besser als wir (momentaner Zwischenstand der Umfrage: Notenschnitt 2,96). Ein Comic blieb noch übrig, und den haben wir uns nun auch zur Brust genommen.

Die Freuden der Hochfinanz

Mehr als ein Dutzend Jahre hat man sich Zeit gelassen, diesen Comic ins Deutsche zu übersetzen. Der 22 Seiten lange Dreireiher erschien ursprünglich am 14. Oktober des Jahres 2008 im italienischen Magazin »Topolino« und trug damals den Titel »Paperino e le delizie dell'alta finanza«, was tatsächlich das gleiche bedeutet wie im Deutschen, nämlich »Donald Duck und die Freuden der Hochfinanz«. In Italien wurde der Comic seit seiner Erstverwendung schon ein paarmal aufs Neue abgedruckt, in Griechenland konnte man ihn 2019 lesen, alle anderen Länder mussten bis zu diesem Jahr darauf warten. Die Geschichte wurde von Bruno Concina geschrieben, die Zeichnungen erledigte Lino Gorlero.

Worum geht es?

Donald ist mal wieder dazu gezwungen, Dagoberts Taler zu polieren. Er beklagt sich darüber, einen solch harten und tristen Job erledigen zu müssen, während Dagobert in seinem eigenen Job nichts anderes zu tun hat, als in seinem Chefsessel sitzend »kaufen« und »verkaufen« zu rufen. Dagobert bietet seinem Neffen daraufhin an, für eine Woche die Plätze zu tauschen.

Spoiler

Tick, Trick und Track befürchten, dass sich ihr Onkel in die Nesseln setzt, der lässt sich jedoch nicht davon abbringen, den Plan in die Tat umzusetzen. Als er sich schließlich an Dagoberts Schreibtisch setzt, beginnt er mit dem intensiven Kaufen und Verkaufen. Dann wird er von einem ersten Geschäftspartner aufgesucht: Ein Herr Talertracht will ihm Ölquellen für fünfzig Millionen Taler verkaufen. Donald handelt ihn auf vierzig Millionen herunter und freut sich über sein Verhandlungsgeschick, erfährt dann jedoch, dass die Ölquellen nahezu versiegt sind. Der zweite Besucher - der Maharadscha von Madschbad - will ihm eine Diamantenmine verkaufen, doch da Donald davon ausgeht, dass auch diese versiegt ist, jagt er ihn von dannen. Der Maharadscha erklärt daraufhin, er werde sich an Klaas Klever wenden, was Donald entsetzt. Nach diversen weiteren Anfragen kommt ein weiterer Besucher zu Donald, der über die Fusion seiner Automobilfabrik mit der Duck'schen Firma sprechen möchte. Donald handelt eine 70:30-Gewinnteilung heraus und freut sich über das Geschäft, erfährt dann aber, dass sein Gast nur Reifen herstellt und somit kaum Kosten hat, während Dagoberts Werk den ganzen Rest bezahlen muss. Nachdem auch noch all seine Spekulationsgeschäfte zu einem Debakel ausarten, übergibt er die Geschäfte kurzerhand wieder an Dagobert. Der offenbart ihm, dass die drei Geschäftsleute Freunde von ihm waren und diese die Geschäftsabschlüsse nur vorgetäuscht hatten. Zudem hat Donald gar keine echten Spekulationen am Finanzamt durchgeführt, sondern Daniel Düsentrieb hat sie über seinen Computer simuliert. Donald wird also wieder Taler putzen, aber immerhin erhöht ihm Dagobert seinen Stundenlohn um einen Kreuzer.

Die Einschätzung

Nachdem wir schon bei »Die Zauberscholle« vor allem darüber sprachen, dass die darin verarbeitete Storyidee einfach schon ein paarmal zu oft in der Vergangenheit genutzt wurde, haben wir hier zum Abschluss einen ganz ähnlichen Fall vorgesetzt bekommen. Dass Donald für ein paar Tage die Aufgaben von Dagobert Duck übernimmt, mag vielleicht noch nicht ganz so häufig vorgekommen sein wie der Besuch abgeschiedener Völkchen im Himalaya, neu ist das Thema aber auch nicht. Und ebenso wenig ist neu, dass Donald an dieser Aufgabe scheitert, ohne dass es irgendwelche langfristigen negativen Konsequenzen für Dagoberts Unternehmenswelt gibt. Deshalb fehlt der Story jeder Aha-Effekt. Oder glaubt irgendein Leser beim Schmökern der Geschichte, dass die Geschäftsmanner, mit denen Donald konfrontiert wird, echt sein könnten und ihm nicht in Absprache mit Dagobert etwas vorspielen? Zur Einfallslosigkeit kommt noch hinzu, dass die Zeichnungen nicht allzu schön ausgefallen sind. Daher kamen wir am Ende auch bei dieser Geschichte leider nicht zu einem positiven Fazit, so dass sich schlussendlich nur zwei Comics des 541. Lustigen Taschenbuchs als wirklich lesenswert herausgestellt haben. Diesem Comic hier hat jedenfalls einer unserer Mitarbeiter die Note Drei gegeben, jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf verteilt. Damit landeten wir summa summarum bei einer 4,2.


Wie fandet ihr "Die Freuden der Hochfinanz"?
1
 
 151 (35,1%)
Schulnote 3
2
 
 102 (23,7%)
Schulnote 4
3
 
 72 (16,7%)
Schulnote 2
4
 
 46 (10,7%)
Schulnote 6
5
 
 40 (9,3%)
Schulnote 5
6
 
 19 (4,4%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 430 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz