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  Die Entenanalyse: Die Flugschnecke
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Inzwischen haben wir schon sieben Comics hinter uns gelassen, die im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 543 und dem Titel »Mission Galaxis« abgedruckt wurden. Zuletzt hatten wir uns mit dem Comic »Der Sternengucker« beschäftigt, in dem Goofy auf den Spuren eines astronomisch begabten Vorfahren wandelte. Unsere Meinung findet ihr an dieser Stelle. Wir waren nicht sehr angetan, ihr hingegen empfandet die Story als halbwegs durchschnittlich: Während wir die Note 4,4 vergeben haben, ist der Zwischenstand bei eurer Abstimmung derzeit eine 3,84. Nun ging es mit einem Ausflug der Ducks weiter.

Die Flugschnecke

Der Comic reiht sich ein in die außergewöhnlich große Zahl an sehr jungen Comics in diesem Band, denn er wurde erst am 10. Juni des Coronajahres 2020 im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Er stammt aus der Feder von Fabio Michelini und wurde von Maurizio Amendola gezeichnet. Der Originaltitel des dreißig Seiten langen Dreireihers lautete »Zio Paperone, che fine ha fatto il deposito?«, zu Deutsch »Onkel Dagobert, was ist mit dem Geld passiert?«.

Worum geht es?

Um den Duck'schen Geldspeicher wurde ein riesiges Holzgebilde errichtet, und im Inneren wird gearbeitet. In der Stadt geht das Gerücht um, Dagobert würde sein Geld wegschaffen wollen. Nicht nur Donald und die Kinder bekommen von dem Gerücht Wind, sondern auch die Panzerknacker. Als der Lärm vorüber ist, taucht Dagobert in einer fliegenden Schnecke am Haus seines Neffen auf und nimmt sie mit auf eine umfangreiche Geschäftsreise.

Spoiler

Die Panzerknacker vermuten, Dagobert würde die Schnecke nutzen, um sein Geld damit aus der Stadt zu bringen. Um sich davon zu überzeugen, brechen sie in das Holzgebilde rund um den Geldspeicher ein, und siehe da: Das ganze Gebäude ist weg, was ihre Theorie zu bestätigen scheint. Auf dem Boden liegt ein GPS-Gerät, das dort zufälligerweise verloren wurde (wer glaubt das?), und mit diesem kann man die Schnecke orten. Die Ducks reisen indessen von Ort zu Ort, und in einem Flugzeug jagen ihnen die Panzerknacker nach. (Da das Flugzeug mit »PK« gekennzeichnet ist: Wie können sich die Panzerknacker bitte ein eigenes Flugzeug leisten?) Auf einer kleinen Vulkaninsel versuchen die Panzerknacker die Flugschnecke zu attackieren, werden jedoch von deren Sicherheitssystemen zurückgeschlagen. In der Folge beobachten die Panzerknacker die Ducks, die an verschiedenen Stellen der Erde Säcke, Rohwolle und ähnlichen Krimskrams verstecken und sie auf diese Weise im Glauben lassen, sie würden das Geld irgendwo ablegen. Irgendwann haben die Gangster endgültig die Nase voll, rennen zur Flugschnecke und werden mit einem großen Köcher eingefangen. Passenderweise ist gerade Dagoberts Geschäftsreise vorüber. Die Panzerknacker werden bei ihrem Versteck abgeworfen, während die Ducks zum Glatzenkogel fliegen. Dort befördert Dagobert den Geldspeicher mittels einer Hydraulik aus dem Boden, wohin er verschoben worden war. Es war nie Geld in der Flugschnecke gewesen, Dagobert hatte alles inszeniert, und auch die anfänglichen Gerüchte hatte er selbst gestreut. Auf diese Weise erhoffte er sich weniger Nervenanspannung auf der Reise.

Die Einschätzung

Hat irgendjemand eine Idee, was die Erschaffer der Geschichte geritten hat, die Flugschnecke, die eigentlich eine Flug-, Kriech-, Schwimm- und Tauchschnecke ist, als eine Schnecke zu gestalten? Welchen Mehrwert hatte diese Form? Warum bedurfte es überhaupt eines Ablenkungsmanövers? Auch wenn (etwas krampfhaft) eine Aussage in die Geschichte eingebaut wurde, dass es sich um Dagoberts längste Geschäftsreise handelte, ergibt es keinen Sinn, dass der Geldspeicher dafür extra vergraben werden musste und ein schneckenförmiges Gebilde die Aufmerksamkeit auf sich ziehen musste, denn gefühlt haben wir Dagobert nun schon in zehntausend Comics auf Reisen erlebt, ohne dass er dafür seine Goldbunker eine Etage tiefer in den Glatzenkogel schieben musste. Das Gebäude ist schließlich schon der Schutz. Wie töricht werden hier die Panzerknacker dargestellt, insbesondere in dem Moment, in dem sie einfach planlos zur Schnecke gehen und sich einnetzen lassen? Und was glaubte Fabio Michelini beim Schreiben der Geschichte, was an ihr den Unterhaltungseffekt erzeugen würde? Leider ist dies hier nichts anderes als ein weiterer Tiefpunkt in einem qualitätsarmen Lustigen Taschenbuch. Jeweils einmal vergaben unsere Testleser die Noten Vier und Fünf, dreimal wurde eine Sechs vergeben. Damit landeten wir beim Durchschnittswert 5,4. Was für ein Nonsens.


Wie fandet ihr "Die Flugschnecke"?
1
 
 339 (48,4%)
Schulnote 5
2
 
 297 (42,4%)
Schulnote 6
3
 
 23 (3,3%)
Schulnote 4
4
 
 20 (2,9%)
Schulnote 3
5
 
 12 (1,7%)
Schulnote 1
6
 
 10 (1,4%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 701 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz