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  Die Entenanalyse: Die Erfinder-Schule
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Momentan lassen wir fünf Mitarbeiter unserer Webseite, die dafür bei Lichte betrachtet eigentlich schon ein Stückchen zu alt dafür sind, das aktuelle Lustige Taschenbuch lesen, das die Nummer 515 und den Titel »Die Cyberbrille« trägt und seit dem 2. Januar im Handel ist. Die zuletzt von uns gelesene Story - »Der Dominanzstrahler« - war nach einer Stafette an schwachen Comics endlich wieder einmal ein Lichtblick, wie ihr an dieser Stelle nach wie vor nachlesen könnt. Nun ging es mit Daniel Düsentrieb weiter.

Die Erfinder-Schule

Der Comic ist außergewöhnlich alt, nämlich schon mehr als zwei Jahrzehnte. Dass eine Story so lange in der Schublade verblieb und nicht übersetzt wurde, spricht natürlich nicht gerade dafür, dass die Zuständigen ein sonderlich großes Vertrauen in sie haben. Tatsächlich wurde »Die Erfinder-Schule« von den Besuchern der Disney-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. zu einem der schlechtesten Entenhausen-Comics überhaupt bestimmt. Veröffentlicht wurde er am 31. März des Jahres 1998 in der damaligen Ausgabe des italienischen Comicmagazins »Topolino«. Der 26 Seiten lange Dreireiher wurde von Carlo Panaro ersonnen und von Ottavio Panaro gezeichnet.

Worum geht es?

Daniel Düsentrieb wird von Bürgermeister Bleibtreu gebeten, neue Erfinder auszubilden, damit diese Gutes für Entenhausen tun können. Er soll der erste »Professor für Erfindung« werden. Eine entsprechende Werbekampagne hat der Bürgermeister schon vorbereitet. Nach einigen Tagen wird Daniel von Pit, Pam und Leopold besucht, seinen ersten drei Studenten.

Spoiler

Um die Qualitäten seiner Schützlinnge zu testen, gibt Daniel ihnen drei defekte Uhren, um sie zu reparieren. Pam kann nicht mit einem Schraubenzieher umgehen, Pit löst einen Stromschlag aus, und beim gemeinsam aus den Einzelteilen zusammengebauten Wecker vergessen die Studenten, Zeiger anzubauen. Auch beim theoretischen Unterricht stellen sich die drei nciht gut an. Die erste richtige Erfindung - ein Elektrosaugschwamm - erweist sich als viel zu stark, denn er reißt Daniel die Kleidung vom Leib. Am nächsten Tag geht es so weiter, und Daniel verzweifelt immer mehr, zumal er auch physisch von den Missgeschicken und Fehlschlägen in Mitleidenschaft gezogen wird. Schlussendlich steht er kurz davor, die Brocken hinzuwerfen und das Trio zu feuern. Nachdem die drei ihn bitten, ihnen noch eine Chance zu geben, erbittet sich Daniel Bedenkzeit und begibt sich auf einen Spaziergang. In dem Augenblick wird die Werkstatt von einem Mann aufgesucht, der sich als Graf zu erkennen gibt. Er sagt, er habe seinen Tresorschlüssel verlegt und brauche Hilfe. In Wirklichkeit handelt es sich um einen Dieb, der den echten Grafen Güldentrug ausrauben möchte. Das Trio baut ihm einen Spezialhandschuh, der sein Problem lösen können soll. Als der Dieb ihn aktiviert, schlägt ihm der Handschuh ins Gesicht und malträtiert ihn so lange, bis die Polizei auf ihn aufmerksam wird. Er wird als der gesuchte Dieb Sepp Stibitz identifiziert und verhaftet. Daniel gibt seinen Studenten zur Belohnung eine neue Chance, die das Trio jedoch sofort wieder in den Sand setzt.

Die Einschätzung

Als ganz so schlecht, wie sie von den Besuchern von I.N.D.U.C.K.S. hingestellt wurde, empfanden wir die Geschichte über die »Erfinder-Schule« nicht. Womöglich waren wir nach den ganzen schwachen Comics des 514. Lustigen Taschenbuchs vor einem Monat und nach den beiden ebenso miesen Auftaktcomics im aktuellen Band aber auch so weichgeklopft, dass wir unsere Maßstäbe gesenkt haben ... das können wir jedoch kaum objektiv bewerten. Zumindest würde es dazu passen, dass wir die vorausgegangene Geschichte über den »Dominanzstrahler« auch schon ziemlich gut fanden. An diese kommt »Die Erfinder-Schule« nicht heran, dafür ist sie ein Stück zu albern, aber sie fällt ganz klar in die Kategorie »muss man nicht lesen, kann man aber«. Das Ganze ist natürlich eine Aneinanderreihung von vorhersehbarem Slapstick, aber durch den kleinen Twist mit dem Ganoven bekommt die Story noch einen netten kleinen Heilewelt-Anstrich nach hinten raus, so dass man dem Comic seine Albernheiten nicht übelnimmt. Natürlich wäre es aber auch vermessen, die Geschichte als übermäßig gut hinzustellen ... dafür war das alles zu belanglos und zu harmlos und ohne großen Nachhall. Am Ende entschieden sich zwei Mitarbeiter unserer Seite dafür, die Schulnote Drei zu vergeben, drei entschieden sich für eine Vier, so dass wir summa summarum auf die Durchschnittsnote 3,6 kamen. Klassisches Mittelmaß also!
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz