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  Die Entenanalyse: Die Dinos kommen!
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Nachdem das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 509, das den Titel »Extrem erfrischen!« trägt und seit dem 17. Juli im Handel ist, lange Zeit den Eindruck erweckte, es würde zu einer einzigen Enttäuschung verkommen, hat der Detektiv-Duck-Fall »Garantiert unverträglich« zuletzt wieder einen Hoffnungsschimmer aufkeimen lassen, denn es handelte sich - bis hierhin - definitiv um die beste Geschichte des Buchs. Die zugehörige Analyse unsererseits findet ihr an dieser Stelle. Nun ging es mit einer Dinosaurier-Story weiter.

Die Dinos kommen!

Im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 498 war eine Story namens »Mitten im Mesozoikum« veröffentlicht worden, die ursprünglich aus dem italienischen Magazin »Topolino« stammte und dort Mitte 2015 abgedruckt worden war. Einige Monate später hatten die Italiener eine (in sich abgeschlossene) Fortsetzung herausgeben, und genau diese wurde nun als »Die Dinos kommen!« ins Lustige Taschenbuch verfrachtet. Die Erstveröffentlichung in »Topolino« erfolgte am 1. Dezember. Drei Wochen später hatte es noch eine weitere (weihnachtliche) Fortsetzung gegeben, diese wurde bereits im November 2016 im 22. Lustigen Taschenbuch Sonderband (»Frohes Fest in Entenhausen«) als »Weihnachtlicher Sauriersegen« veröffentlicht. Letztgenannte Geschichte hat leider keiner unserer Mitarbeiter selbst gelesen, da sich damals niemand von uns den Sonderband zugelegt hatte. Hier soll es jedoch ohnehin um »Die Dinos kommen!« gehen. Die Story hieß im Original »Zio Paperone e la breccia antidiluviana«, was wortwörtlich übesetzt zu Deutsch offenbar so etwas wie »Onkel Dagobert und die Anti-Flut-Verletzung« heißen würde, aber vermutlich eher etwas wie »Onkel Dagobert und der Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum« bedeutet. Falls nicht, dann möge man uns bitte korrigieren. Der 35 Seiten lange Dreireiher wurde von Alessandro Sisti geschrieben und von Andrea Lucci gezeichnet.

Worum geht es?

Auf dem Seeweg zwischen Entenhausen und der »Einödinsel« tauchen nicht die von einer Wal-Tour erwarteten Wale auf, sondern stattdessen riesige Dinosaurier. Da die erwähnte Insel im Comic »Mitten im Mesozoikum« mittels einer Düsentrieb'schen Erfindung ins Mesozoikum versetzt worden war, kann sich Dagobert Duck schnell ausrechnen, dass die Ereignisse eine Spätfolge der damals von ihm initiierten Expedition in die Vergangenheit sind. Gemeinsam mit Düsentrieb und seinen Verwandten reist er zur Insel, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei werden die Reisenden in die Kreidezeit zurückversetzt, und Düsentrieb stellt fest, dass sich die dafür verantwortliche Zeitspalte ausdehnt und sich Entenhausen nähert. Es gilt also, das Problem so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, ehe die Stadt untergeht.

Spoiler

Um die Sache zu lösen, müssen die Ducks Düsentriebs alte Zeitmaschine (aus dem ersten Comic) finden. Glücklicherweise hat sich Düsentrieb etwas für den Fall der Fälle ausgedacht: Ihr Schiff kann auch über Land reisen und nimmt dabei die Form eines riesigen metallenen Dinosauriers an. Auf ihrem Weg begegnen sie Dinoküken, ihren eigenen Vorfahren. Diese unterstützen sie anschließend auf ihrer Suche nach der Maschine. Nach einer unsanften Begegnung mit überdimensionierten (pflanzenfressenden) Puertasauriern wird ihr Gefährt demoliert, doch glücklicherweise sind sie gerade am Ziel angelangt. Die Zeitmaschine ist demoliert, aber Düsentrieb kann sie reparieren. Es gibt jedoch eine Komplikation: Wenn sich das Zeitloch schließt, müssen Düsentrieb und die Ducks im 21. Jahrhundert sein, aber die Energiezufuhr muss von der Kreidezeit aus gekappt werden. Düsentrieb bietet sich an, sich für die Sache zu opfern, da er für all den Ärger verantwortlich ist. Die Ducks wollen indessen, dass er mitkommt, eine neue Zeitmaschine baut und mit dieser denjenigen zurückholt, der statt ihm in der Vergangenheit bleibt. Donald möchte sich daraufhin opfern. Schlussendlich reisen sie aber allesamt wieder in die Gegenwart, da ihnen eine Idee gekommen ist, wie sie die Dinoküken dazu bringen, die Energiezufuhr aufzuheben. In der Gegenwart ist fortan wieder alles in bester Ordnung, und da Entenhausens Bürgermeister den Verdacht hat, dass das Auftauchen der Dinosaurier nur eine Werbeaktion für Klaas Klevers mechanischen Dinopark war, wird dessen Themenpark dichtgemacht.

Die Einschätzung

Die Ducks und die Zeitreisen, das ist eine schon seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue aufgegriffene Geschichte. Bei den Dinosauriern waren die Ducks auch schon oft, in den Neunzigern wurden die jungen Micky-Maus-Leser sogar mit Dino-Sammelkarten überflutet. Und dass ein Defekt in einer Erfindung von Daniel Düsentrieb dafür sorgt, dass es in der Zeit nicht wieder richtig hin und her geht, ist auch alles andere als neu. Kurzum: Durch die gesamte Geschichte wabert ein dicker Déjà-Vu-Nebel. Nun muss das natürlich auch nichts allzu schlimmes sein, denn nach so vielen Jahrzehnten voller Comics ist es kein Wunder, dass Motive immer wieder aufs Neue durch die Mangel gedreht werden. Und wenn man sich halbwegs für das Dinothema interessiert, dann dürfte man sich für die Geschichte trotz der altbackenen Zutaten auch begeistern können. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, insbesondere dass Düsentrieb hier mal wieder partiell versagt, und dafür, dass man sich inmitten von potenziell gefährlichen Urzeitriesen bewegt, wird es auch bemerkenswert wenig brenzlig. Umso schöner - und rührender - sind andere Momente wie der, in dem sich Donald und Düsentrieb ohne Hadern als extrem aufopferungswillig präsentieren. So ergab sich hier eine Story, die den Leser mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Passenderweise vergaben unsere Mitarbeiter die Noten Zwei bis Vier jeweils einmal, die Note Fünf wurde zweimal vergeben. Dadurch ergab sich summa summarum der Durchschnittswert 3,8.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz