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  Die Entenanalyse: Die Chroniken von Faarf(o)ort
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Schon sechs Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504 haben wir von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen lassen, die eigentlich viel zu alt dafür sind. Auch der zuletzt gelesene Comic »Furioses Finale« war nicht sonderlich gut, wie wir an dieser Stelle berichteten, was sich qualitativ den vorausgegangenen Storys anschloss. Nur noch eine Gelegenheit wurde geboten, das Ruder herumzureißen und wenigstens einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen.

Die Chroniken von Faarf(o)ort

Ausnahmsweise handelt es sich bei dem Schlusscomic nicht um eine Story, die dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen wurde, sondern um eine, bei welcher der Abdruck im Lustigen Taschenbuch (und in den Schwesternbüchern in den anderen europäischen Ländern) die Erstveröffentlichung war. Der 33 Seiten lange skandinavische Dreireiher wurde von Sune Troelstrup erdacht und von Flemming Andersen gezeichnet, der Originaltitel lautete »The Chronicles of Far-Oot«. Der Egmont Verlag platzierte ihn im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504, das »Der Superschleim« heißt und seit dem 27. Februar 2018 erhältlich ist.

Worum geht es?

Tick, Trick und Track spielen Szenen aus ihrer Lieblings-Science-Fiction-Romanwelt nach. Dabei kippt eine Dose Blubberlutsch auf Donalds Laptop, der dadurch zerstört wird. Wütend sammelt Donald die Blasrohre der Kinder ein und geht neuen Blubberlutsch kaufen. Tick, Trick und Track werden auf ihr Zimmer geschickt. Dort bemerken sie durch Zufall, dass »Brainbok«, der Autor ihres Lieblingsbuches, direkt in der Nähe wohnt. Daher büxen sie aus und suchen ihn auf, um sich Autogramme geben zu lassen. Der Autor ist jedoch nicht in seinem Haus, vielmehr finden sie dort nur ein mysteriöses Portal. Sie werden hindurchgesogen und quer durchs Weltall geschleudert.

Spoiler

Die Kinder landen auf dem Planeten Gamwot in der Gaalxie Faarf(o)ort, der ihnen aus Brainboks Büchern bekannt ist. Da sie den Inhalt der Romane wie aus dem Effeff kennen, kommen sie in der fernen Welt problemlos zurecht. In der Zwischenzeit bemerkt Donald, dass die Kinder weg sind, und er findet auch heraus, dass sie zum Haus des Autors gegangen sind. Er wird ebenfalls durch das Portal gesogen, im Gegensatz zu seinen Neffen tappt er in der fremden Welt jedoch von einem Schlamassel ins nächste. Nachdem sich Onkel und Neffen wiedergefunden haben, werden sie von den Soldaten des Tyrannen geschnappt, der den Planeten beherrscht. In dessen Gefängnis begegnen sie auch dem Autor Brainbok. Dieser berichtet, dass er eigentlich ein Wissenschaftler war und aus der Galaxie Faarf(o)rt stammt. Der Tyrann wollte ihn einst dazu zwingen, für ihn eine Superwaffe zu bauen, was er sabotierte und auf die Erde flüchtete. Inzwischen wurde er mit Hilfe des Portals zurückgeholt und soll nun sein Werk vollenden. Die Waffe wird fertiggestellt, doch Tick, Trick und Track sorgen mit ihren Blasrohren dafür, dass sich eine Dose Blubberlutsch über den Bedienelementen ergießt und den Computer zerstört. Anschließend erkennen sie, dass der Tyrann am Hinterkopf einen kleinen roten Parasiten sitzen hat, der ihn dazu zwingt, böse zu sein. Nachdem sie ihn entfernen, wird der Herrscher friedlich, woraufhin die Ducks zufrieden heimkehren können.

Die Einschätzung

Im Titel der Story wird die weit entfernte Galaxie als »Faarfort« bezeichnet, in der Geschichte selbst dann als »Faarfoort« (mit zwei Os). Auch wenn in dieser Geschichte mit allerhand frei erfundenen Kauderwelsch-Begriffen hantiert wurde, um die fremde Sprache zu symbolisieren, ist ein solcher Schnitzer im Titel eigentlich unverzeihlich.

Davon abgesehen gehören die »Chroniken von Faarf(o)ort« zu den besseren Geschichten in diesem Lustigen Taschenbuch, als wirklich gut kann man den Comic trotzdem nicht einstufen. Das liegt unter anderem daran, dass das Jonglieren mit den erwähnten Begriffen und das »Expertenwissen« von Tick, Trick und Track über die Welt Faarf(o)ort auf Dauer eher nervig ist. Die Story selbst hat aber durchaus - sowohl erzähltechnisch als auch zeichnerisch - ihre amüsanten Momente, und dass sich der Tyrann am Ende nur deshalb als Tyrann herausstellt, weil er einen Waan-Sin unter dem Pony trägt, ist an sich ein netter kleiner Twist gewesen, ebenso das erneute Aufgreifen des Computer-zerstörenden Blubberlutsches. Dadurch hatte man den Eindruck, dass hier ein paar Motive entwickelt wurden, die geschickt platziert und wiederplatziert wurden, was der Geschichte einen »runden« Eindruck vermittelte.

So kam es am Ende, dass zwei unserer Mitarbeiterinnen der Story die Schulnote Zwei gaben, zwei weitere Male wurde die Note Drei verteilt, und ein Mitarbeiter gab deen »Chroniken von Faarf(o)ort« die Note Vier. Damit ergab sich summa summarum die Durchschnittsnote 2,8.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz