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  Die Entenanalyse: Die Annalen der Zukunft
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Am 4. Dezember ist das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 514 erschienen, das den Titel »Der große Wurf« trägt, und wir haben wieder einmal ein Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite darauf angesetzt, es zu lesen. Die Auftaktgeschichte, die sich (ziemlich lose) dem Thema Dart widmete, allerdings eher eine Gangster-Verwechslungsgeschichte war, hat sich leider als nicht sonderlich gut erwiesen, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Nun ging es mit Micky Maus weiter.

Die Annalen der Zukunft

Es handelt sich um eine recht junge Geschichte, denn sie wurde erstmals am 27. Dezember 2017 in der damaligen Ausgabe des italienischen Disney-Magazins »Topolino« veröffentlicht und hat damit noch nicht einmal ein Jahr auf dem Buckel. Der 34 Seiten lange Dreireiher wurde von Matteo Venerus ersonnen und von Nicola Tosolini gezeichnet. Damals hießt er »Topolino e il retrofuturo«, was zu Deutsch »Micky Maus und die Retro-Zukunft« bedeutet.

Worum geht es?

Micky und Minnie feiern den Jahreswechsel durch eine exquisite Party bei einem Magnaten namens Bob Bonmondo und dessen Frau Zäzilie. Der Herr des Hauses hat sich eine ganz besondere Überraschung zur Feier des Tages ausgedacht: Ein Wissenschaftler hat einen Generator für virtuelle Realitäten gebaut, in dem verschiedene Zukunftsvisionen der Vorfahren von Bonmondo besuchbar sind. Der Wissenschaftler - ein Doktor namens Schwärzer - wirkt suspekt, dennoch gehen Bob, Zäzilie, Micky und Minnie in das Gerät und reisen in die Zukunft, die in der Vergangenheit erdacht wurde, also in die »Retro-Zukunft«.

Spoiler

In einer Zukunft, die im antiken Griechenland ersonnen wurde, sollen die Reisenden über das Dekor eines Tempels entscheiden. Ehe es soweit ist, geht es zur nächsten Station. In einer Zukunft, die im antiken Rom ersonnen wurde, geraten sie mit einer Legion aneinander, können sich jedoch in einer Nische verstecken. In dem Moment kommt ein Anruf von Doktor Schwärzer durch, der sich als das verkleidete Schwarze Phantom entpuppt. Seine Maschine hat keine virtuellen Realitäten erzeugt, sondern die Reisenden in ein Paralleluniversum verfrachtet. Aus diesem will er sie nur zurückholen, wenn Bob Bonmondo ihm Zugang zu den Schätzen seines Großvaters verschafft. Die Reisenden weigern sich und werden in eine Zukunft versetzt, die im Mittelalter ersonnen wurde. Hier werden sie von Rittern attackiert, die Steuern eintreiben sollen, und entkommen knapp durch den nächsten Sprung. In der barocken Zukunft geraten sie mit den Bewachern einer Universität aneinander und werden wiederum durch einen Zeitsprung gerettet. In der modernsten Zukunft treffen sie auf das Schwarze Panthom höchstpersönlich, der zu verstehen gibt, dass er auch in allen anderen Zeitebenen immer höchstpersönlich (in Verkleidung) dabei war und für den Hass der Legionäre, Ritter und Universitätswächter gesorgt hatte. Ehe er etwas gegen Micky & Co. übernehmen kann, wird er von der Polizei festgesetzt, die Micky mittels seines Handys herdirigiert hatte. So gelangen die Reisenden zurück ins Hier und Jetzt, und das Phantom landet im Gefängnis. Bob Bonmondo zertrümmert die Maschine und feiert mit den anderen zusammen auf »normale Weise« mit einem Feuerwerk Silvester.

Die Einschätzung

Bekanntlich war das vorausgegangene Lustige Taschenbuch dem neunzigsten Geburtstag von Micky Maus gewidmet, und es hatte unter Beweis gestellt, dass auch heutzutage noch sehr, seht gute Comics über den schlauen Mäuserich erschaffen werden. Offenbar wurde allerdings bei der Auswahl der damals abgedruckten Comics ziemlich viel Pulver verschossen, denn »Die Annalen der Zukunft« kann sich mit den Comics aus »90 Jahre Micky« weißgott nicht messen. Was man hier bekommen hat, ist eine hektische Zeitreisegeschichte mit schnellen Sprüngen, bei der sich die Macher nicht viel für die einzelnen Parts ausdenken mussten, denn sie konnten ja einfach immer wieder dadurch beendet werden, dass es schnell zur nächsten Station weitergehen konnte. Sowohl erzähltechnisch als zeichnerisch war uns das hier eine Nummer »too much«. Zeichnerisch kann man beispielsweise die mit einem Nashorn verheiratete Kuh Zäzilie nennen, die mit ihrer verstörenden Oberweite und ihrem Raffzahn vermutlich witzig rüberkommen sollte, aber einfach nur albern ausschaut. Kurzum: Leider kein lesenswerter Comic, und so entschieden sich drei unserer Mitarbeiter für die Note Vier, die anderen beiden gar für eine Fünf. Summa summarum kam auf diese Weise der Durchschnittswert 4,4 für »Die Annalen der Zukunft« zustande.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz