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  Die Entenanalyse: Die Aliens sind los!
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In den vergangenen Tagen haben wir hier die Comics des 522. Lustigen Taschenbuchs thematisiert, das »Sommerferien auf dem Mond« heißt und seit fünf Tagen im Handel ist. Langsam ist Endspurt angesagt, denn es sind nur noch zwei Geschichten übrig. Zuletzt hatten wir hier den Comic »Das Unglückshuhn« besprochen, in dem die Leser Donald und Dagobert Duck nach Mexiko begleiten konnten, um an einer außergewöhnlichen Geburtstagsfeier teilzunehmen. Der Comic war gar nicht mal so schlecht, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Im Lustigen Taschenbuch folgte ein (belangloser) achtseitiger Issel- und Steinbeiß-Comic namens »Amor hat's nicht leicht«, den wir aufgrund seiner Kürze nicht näher besprechen wollen, und dann ging es auch schon weiter mit dem vierten von fünf Science-Fiction-Comics, die den Weg in diesen Band gefunden haben.

Die Aliens sind los!

Mehr als zwei Jahrzehnte hielt man es für richtig, diesen Comic unübersetzt zu lassen. Die Erstausgabe des 21 Seiten langen Dreireihers erfolgte bereits am 10. Februar des Jahres 1998 im italienischen Magazin »Topolino« - hier gibt es also eine Portion Science Fiction aus dem letzten Jahrtausend. Geschrieben wurde der Comic von Nino Russo, Enrico Faccini steuerte die Zeichnungen bei. Der Originaltitel lautete »Paperino, Paperoga e il servizio alienante«, was man grob mit »Donald, Dussel und der Alien-Auftrag« übersetzen kann.

Worum geht es?

Dagobert Duck ist fuchsteufelswild: Ganz Entenhausen ist im Alien-Fieber, doch ausgerechnet in seinem »Entenkurier« gibt es dazu keinen Artikel. Kurzerhand schickt er seine rasenden Reporter Dussel und Donald los, um einen exklusiven Artikel über UFOs und Außerirdische zusammenzustellen.

Spoiler

Während hinter ihrem Rücken ein Alien nach dem anderen auftaucht, ohne dass Dussel und Donald es bemerken, reisen die beiden zu den »Feldern von Grünwald«, da dort Kornkreise gesichtet wurden. Donald und Dussel halten die Kreise nach einer ersten Betrachtung für irrelevant und für eine Schwindelei, auch wenn ihnen ein seltsamer Mann etwas anderes sagt. Wenig später wird das Feld von Schaulustigen überrannt und demoliert, noch ehe die beiden ein Foto machen können. Dagobert wird in der Folge immer wütender, zumal sich der seltsame Mann als der einflussreichste Ufologe der Welt herausstellt. Später wollen Donald und Dussel mit Hilfe von Verkleidungen und Spielzeug-Ufos wenigstens einen erlogenen Artikel erstellen, doch es gelingt ihnen nicht. Als ihr Auto eine Panne hat und sie in eine Telefonzelle gehen, um den Notdienst zu rufen, werden sie mitsamt der Telefonzelle in den Weltraum gesogen. Sie landen in einem Alien-Raumschiff, in dem sie verschiedenen Tests unterzogen werden. Am Ende des Tests zeigen sich ihnen die Außerirdischen, und sie sehen wie ganz normale Enten aus. Zum Dank dafür, dass sie die Tests mit sich machen ließen, wollen die Aliens den Reportern ein Foto ihres Raumschiffs gewähren. Ehe dies gelingt, sprengt Dussel durch ein Missgeschick das ganze Fluggerät. Donald und Dussel bringen die Aliens zu Dagobert, um zu retten, was zu retten ist, doch der glaubt ihnen nicht, dass es sich um Enten von einem fremden Planeten handelt, da sie dafür viel zu normal aussehen. Schlussendlich verjagt Dagobert die Reporter und die Aliens mit Waffengewalt.

Die Einschätzung

Wie wir im Laufe der Betrachtung dieses Bandes schon mehrfach erwähnt haben, sind wir nicht gerade die größten Fans von Science-Fiction-Storys rund um die Ducks, doch wir wurden in den vergangenen Tagen wiederholt eines Besseren belehrt. Hier kommt nun ein zweiter Faktor hinzu, den wir nicht sonderlich mögen: Dussel Duck. Und siehe da: Das war dann wirklich zuviel, denn dieser Comic ist deutlich schwächer als die vorausgegangenen SciFi-Beiträge im 522. Lustigen Taschenbuch. Kein Wunder also, dass »Die Aliens sind los!« in der Disney-Datenbank [url2=https://inducks.org/story.php?c=I+TL+2202-1]I.N.D.U.C.K.S.[/url] zu den fünf Prozent der am schlechtesten bewerteten Comics aller Zeiten zählt. Hier reihen sich viele nicht sonderlich gelungene Gags aneinander, hier gibt es die übliche unwitzige Dussel-Duck-Slapstick (besser gesagt: Dummheiten am laufenden Band), das ganze Prinzip der Geschichte nutzt sich rasant ab, und der Schlussgag ist auch nur »solala«. Hätte es nicht schon Eine wahre Tragödie gegeben, dann wären wir hier beim Tiefpunkt des Bandes angelangt. Schlussendlich bewertete eine Mitarbeiterin den Comic mit der Note Drei, und jeweils zweimal wurden die Vier und Fünf vergeben. Damit landeten wir im Schnitt bei der Schulnote 4,2 und fragen uns, wie man auf die Idee kommen konnte, dieses Machwerk nach zwanzig Jahren in einer italienischen Schublade doch noch zu übersetzen. Hoffen wir also, dass der noch folgende Schlusscomic diese Enttäuschung wieder rausreißen kann!
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz