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  Die Entenanalyse: Die Abenteuer des Sir Mausleton
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Seit knapp zwei Wochen kann man das 550. Lustige Taschenbuch bekommen, und wir lassen die »Reise zur Erdmitte« von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen. Zuletzt hatten wir hier den Comic »Das Quizduell« thematisiert, in dem Tick, Trick und Track an eine Uhr gelangen, die ihnen bei Wissensfragen helfen soll. Wir empfanden den Comic als recht durchschnittlich, wie ihr an dieser Stelle nach wie vor nachlesen könnt. Ihr wart ein Stückchen kritischer als wir: Während wir die Schulnote 3,8 vergeben haben, kam bei eurer Abstimmung im Schnitt eine 4,0 heraus. Weiter ging es mit einer großen Schiffsreise.

Die Abenteuer des Sir Mausleton

Rund zehn Monate hat der Comic auf dem Buckel: Die Erstveröffentlichung erfolgte zwischen dem 11. und 25. November des vergangenen Jahres in drei Teilen im italienischen Magazin »Topolino«. Geteilt werden musste die Geschichte, da sie insgesamt 76 Seiten lang ist. Während die italienische Version keine Untertitel enthielt, wurden die drei Parts im Deutschen als »Eisige Strandung«, »Ein Hoffnungsschimmer« und »Gischt und Gipfel« bezeichnet. Das Gesamtwerk hieß in Italien »Sir Topleton e la sfida al grande bianco«, was man mit »Herr Mausleton und die Expedition ins ewige Eis« übersetzen kann. Der Comic wurde von Sergio Cabella geschaffen und von Paolo Mottura gezeichnet. Im Lustigen Taschenbuch wird er durch einen Sechsseiter namens »Ein schmutziger Job« durchbrochen, den wir aufgrund seiner Kürze nicht näher thematisieren werden.

Worum geht es?

Zwischen 1914 und 1917 versuchte ein Mann namens Ernest Shackleton, mit einer Expedition die Antarktis zu durchqueren. Das Schiff blieb im Eis stecken und wurde zerdrückt, es gelang jedoch, die Hauptgruppe der Abenteurer zu retten. »Die Abenteuer des Sir Mausleton« erzählen die Endurance-Expedition nun mit den Figuren aus Disney Micky-Maus-Universum nach.

Spoiler

Kapitän Goofley (Goofy) hat das alte Bootshaus seines Onkels ausgeräumt und ist dabei auf Aufzeichnungen gestoßen, die behaupten, es gäbe unter der Erde riesige Tunnel, mit denen es sich sehr schnell von A nach B reisen lässt. Eine Schiffsexpedition unter Führung von Mickest Mausleton (Micky) begibt sich auf den Weg in Richtung Antarktis, um dort einen der Eingänge zur »Hohlen Welt« zu finden. Nachdem ein Geldgeber gefunden ist, bricht das Schiff mit einer illustren Crew wie dem Seemann Huntston, einem Fotografen (Maxi Smart) und einem exzellenten Handwerker (Rudi Ross) auf. Zunächst kommt man gut voran, dann bleibt man doch im Eis stecken. Die Zeit wird wochenlang unterhaltsam überbrückt. Als es endlich weitergehen kann, kommt man nicht mehr sehr weit voran, denn das Schiff bricht auseinander. Es gelingt mit Müh und Not, die Truppe auf eine abgelegene Insel zu retten. Von dort aus brechen Mickest, Goofley, McRoss und ihr Hund Pluto auf, um Hilfe zu holen. Für mehr Passagiere genügt das eilends zusammengebaute kleine Boot nicht. Mit Ach und Krach schaffen es Mickleton & Co. nach Südgeorgien. Dort müssen sie ein Gebirge überqueren, ehe sie endlich wieder in die Zilvilisation zurückgelangen. Dann gelingt es, eine Rettungstruppe zusammenzustellen und den Rest ihrer Expeditionsteilnehmer zu retten. Das eigentliche Ziel der Reise - die »Hohle Welt« - bleibt unentdeckt.

Die Einschätzung

Wenn man sich im Vorfeld der Veröffentlichung mit den Comics beschäftigt hat, die dieses Mal geplant waren, war dieser Comic hier derjenige, auf den man sich höchstwahrscheinlich am meisten gefreut hat. Tatsächlich gibt es eine Menge Dinge, die man an dem Comic lobend erwähnen kann. In vorderster Front wären da die Zeichnungen - nicht alle wohlgemerkt, sondern diejenigen, die Landschaften und Natuerscheinungen in Szene setzen, etwa als Mickest Mausleton, Goofley und Huntson auf einem Panel ganz im Stile von Caspar David Friedrichs »Wanderer über dem Nebelmeer« inszeniert wurden. Die Geschichte durchmischt amüsante und spannende Momente und orientiert sich ziemlich gut an der Endurance-Expedition ... zumindest an dem, was wir aus dem Wikipedia-Eintrag darüber lesen konnten, denn bis dahin hatten die meisten von uns noch nichts davon gehört. Die Orientierung an der Originalvorlage hat allerdings auch einen gewissen Nachteil: Die Realität verläuft nicht nach der üblichen Erzähldynamik eines Disney-Comics, und dass man sich hier eine Rahmenstory über ein aufzufindendes Höhlensystem ausgedacht hat, die im Sand verläuft und dann nicht mehr aufgegriffen wird, dürfte schon die ein oder andere Erwartung junger Comicleser enttäuscht haben. Generell ein ziemlich unnötiger Part, denn es hatte keinen Mehrwert, sie der originalen Endurance-Expedition hinzuzudichten. In dem Moment, in dem es nur noch darum geht, das Leben zu retten, ist ein wenig die Luft raus. So gaben am Ende nur zwei Mitarbeiter die Note Zwei, der Rest entschied sich für eine Drei. Damit landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 2,6.


Wie fandet ihr "Die Abenteuer des Sir Mausleton"?
1
 
 210 (44,7%)
Schulnote 2
2
 
 138 (29,4%)
Schulnote 1
3
 
 51 (10,9%)
Schulnote 3
4
 
 30 (6,4%)
Schulnote 6
5
 
 26 (5,5%)
Schulnote 4
6
 
 15 (3,2%)
Schulnote 5
An der Umfrage haben 470 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz