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  Die Entenanalyse: Die 3000
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Seit einigen Tagen lesen fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon ein paar Jährchen zu viel auf dem Buckel haben, das aktuelle Lustige Taschenbuch. Dieses trägt die Nummer 514 und heißt »Der große Wurf«. Man kann es seit dem 4. Dezember im Handel bekommen. Nach einem schwachen Start wurde mit dem Comic »Projekt Superzelle« ein Schritt in die richtige Richtung gemacht, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Im nächsten Comic ging es mit den Panzerknackern weiter.

Die 3000

Hierbei handelt es sich eigentlich um eine Jubiläumsgeschichte, die am 28. Mai 2013 in der 3000. Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino« abgedruckt wurde. Der damalige Titel lautete »La Banda Bassotti e il raduno dei 3000 (+1)«, was zu Deutsch »Die Panzerknacker und das Treffen der 3000 (+1)« bedeutet. Enrico Faccini schrieb die Story und setzte sie direkt selbst zeichnerisch um. In der Disney-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. zählt der 22 Seiten lange Dreireiher zu den am schlechtesten bewerteten Comics aller Zeiten.

Worum geht es?

Einmal pro Jahr treffen sich die 3000 Panzerknacker, die es weltweit gibt, und feiern ein gemeinsames Fest. Dieses wird in jedem Jahr von einer anderen Sektion der Bande veranstaltet, und dieses Mal ist der Entenhausener Ableger an der Reihe. Um gegenüber den früheren Partys nicht allzu schlecht dazustehen, mieten die Panzerknacker kurzerhand ein großes Schiff, um darauf zu feiern und nebenher noch einen anderen Kahn zu entern.

Spoiler

Die versammelten Panzerknacker begeben sich aufs Schiff, die Entenhausener Bande stößt als letzte zu ihnen. Dort wird erst einmal jede einzelne Ländersektion einzeln begrüßt. Nachdem die Feierlichkeiten beginnen, heißt der Kapitän des Schiffs die Gäste über einen Lautsprecher Willkommen. Die anderen Panzerknacker wundern sich, dass keiner von ihnen am Steuer sitzt, woraufhin die Entenhausener berichten, dass sie das Schiff übers Internet zu tollen Sonderkonditionen gemietet haben und gar nicht wissen, wer der Kapitän ist. Dieser entpuppt sich als Dussel Duck, der (ohne es zu wissen) Gangstern beim Abladen von Diebesgut (das er für Fracht hielt) geholfen hatte und anschließend glaubte, er könne das Schiff einfach behalten, da nach dem Entladen alle anderen verschwunden waren. Schnell war eine Geschäftsidee geboren: Er verwandelte den Kahn in ein »Partyschiff«. Nachdem sich nicht nur zeigt, dass Dussel alle wichtigen Steuerinstrumente durch Attrappen ersetzt hat, er ein mieses Buffet zubereitet hat und auch noch fürchterliche Gesellschaftsspiele geplant hat, beschließen die Panzerknacker, dass es besser für sie ist, sich von der Polizei einsammeln und verhaften zu lassen, als weiter auf dem Schiff zu bleiben. Dussel Duck bleibt mit einem einzelnen Panzerknacker zurück und widmet sich dem Lesen der 3000 bisher erschienenen »Topolino«-Hefte.

Die Einschätzung

Tja ... die Besucher von I.N.D.U.C.K.S. liegen mit ihren Bewertungen ja nicht immer richtig, in diesem Fall haben sie aber voll und ganz ins Schwarze getroffen. »Die 3000« ist schierer Nonsens und hätte am besten weiter in der Schublade der unübersetzten Machwerke gammeln sollen, in der sie seit einem halben Jahrzehnt lag. Hieran stimmte praktisch gar nichts, angefangen von den schrecklichen Länder-Klischees, über die man nun schon seit Jahrzehnten nicht mehr lachen kann und dann auch noch über viel zu viele Panels hinweg gemolken wurden bis hin zum unsäglichen Auftritt des fast immer unsäglichen Dussel Duck und der unsäglichen Reaktion der Panzerknacker auf ihn. Denn warum genau können sich 3000 (!) Panzerknacker nicht gegen einen wirren Erpel durchsetzen und rufen lieber die Polizei? Warum werfen sie ihn nicht einfach ins Wasser? Da sie auf Kaperfahrt sind, hätten sie sich des Kapitäns doch ohnehin entledigen müssen. Und auf welcher Basis werden eigentlich alle 3000 Panzerknacker (inklusive des angeblich einzig ehrlichen) verhaftet - etwa nur weil sie Panzerknacker sind? Dadurch, dass es sich hier nicht um die 3000. Ausgabe von »Topolino« handelt, auf die der Schlussgag anspielt, und keine Erklärung beigesteuert wurde, erschließt sich dem normalen Leser noch nicht einmal das eigentliche Finale der Geschichte. Das Einzige, das man positiv anmerken kann, ist die Erwähnung der Spezial-Panzerknacker aus den »DuckTales«. Dass diese mit an Bord gebracht wurden, während man sie in den Comics ansonsten sträflich übergeht, war eine nette Idee. Gerettet wird die Geschichte davon aber nicht. Schlussendlich entschied sich einer unserer Mitarbeiter, sie mit der Note Vier zu bewerten, und jeweils zwei von uns entschieden sich für die Noten Fünf und Sechs. Damit stand am Ende der Durchschnittswert 5,2 zu Buche - ein fürchterliches Machwerk.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz