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  Die Entenanalyse: Der Weltenbummler - Sabotage in der Tiefsee
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Vor einigen Tagen haben wir begonnen, das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 543 zu lesen, das den Titel »Mission Galaxis« trägt und seit dem 2. März im Handel ist. Die Titelgeschichte, die wir an dieser Stelle thematisiert hatten, war leider wenig erbaulich, was auch einer der Gründe ist, aus denen seitdem schon so viel Zeit verstrichen ist, ohne dass wir weitergelesen hatten. Ihr fandet den Comic noch schlechter als wir (unsere Note war eine 4,2, ihr seid beim Durchschnittswert 4,76 gelandet). Nun haben wir weitergemacht, und zwar mit Micky Maus.

Der Weltenbummler - Sabotage in der Tiefsee

Die Reihe »Die Weltenbummler« um den als Reporter rund um die Welt reisenden Micky Maus, die von von Giuseppe Zironi und Gabriele Panini ersonnen wurde und von verschiedenen Zeichnern umgesetzt wird (in diesem Fall von Giampaolo Soldati), erscheint seit dem Herbst 2019 in unregelmäßigen Abständen im italienischen Magazin »Topolino«. Mittlerweile wurden acht Comics herausgegeben, die man zu der Serie zählen kann. Die dritte Episode wurde unter dem Titel »Die letzte Fahrt« in einer Winter-Edition des Lustigen Taschenbuchs abgedruckt, ansonsten hatte es noch keine weitere Episode ins Deutsche geschafft. »Sabotage in der Tiefsee« ist die sechste Episode, die am 24. Juni 2020 erstmals veröffentlicht wurde und damals »Misterio in profondità« hieß (Geheimnis in der Tiefe).

Worum geht es?

Micky begleitet eine Expedition zum Marianengraben und reist zu diesem Zwecke auf dem Forschungsschiff »MS Seeteufel« mit (im Italienischen hatte das Schiff mit »Seasquad« einen viel internationaleren Namen). Mickys Ziel ist es, die tiefste Stelle der Erde zu fotografieren.

Spoiler

Nachdem es zu mehreren Missgeschicken an Bord gekommen ist, taucht Micky mit dem Expeditionsleiter in einem kleinen U-Boot gen Meeresboden. Auf ihrem Weg rauscht ein seltsames Objekt an ihnen vorbei. Dieses entpuppt sich als ein (leerer) Tauchanzug. Beim Versuch, ihn zu bergen, kommt es zu einem Zusammenstoß, so dass die beiden Abenteurer nur mit Müh und Not wieder zur Oberfläche gelangen. Der Gegenstand, mit dem das U-Boot zusammengeprallt ist, ist ein großes Fass. An Bord kommt es zu weiteren Missgeschicken, die vor allem durch das Wirken zweier Crewmitglieder verursacht werden. Zudem gibt es in der Nacht ein Unwetter, und ein mysteriöser Mann bricht in Mickys Kabine ein. Den nächsten Tauchgang macht Micky dann tags darauf ganz allein (ist er nicht eigentlich nur ein Gast bei der Expedition?). Am Meeresboen liegen unzählige Fässer. Ehe er herausbekommen kann, was es mit ihnen auf sich hat, wird er von einem der Crewmitglieder attackiert, der ihm in einem Taucheranzug nachgeschwommen ist, nachdem er an Bord den Rest der Crew gefesselt hat. Micky überwältigt ihn und bereinigt somit die Situation. Es zeigt sich, dass sich in den Fässern ein kostbares Algenextrakt befindet. Der nun gefesselte Matrose gesteht, dass er und seine Komplizen wussten, wo sich die Fässer befinden, weswegen er die Expedition die ganze Zeit sabotiert hatte, um zu verhindern, dass Micky und der Kapitän darauf stoßen. Der Unhold wird von der Küstenwache abgeholt, und Micky reist mit.

Die Einschätzung

Hm ... tja ... also storytechnisch und von der ganzen Aufmachung hätte die Story auch schon vor fünfzig Jahren in einem Bolek- und Lolek-Comic erscheinen können. Es wird ein Ausflug an einen speziellen Punkt der Welt gemacht, irgendetwas fällt vor, und mit einem Achselzucken des Lesers wird das Problem beseitigt. Man kann der Geschichte zwar nicht vorwefen, dass es ihre Macher nicht darauf angelegt hätten, eine interessante Story mit Spannungselementen zu erschaffen, nur wollen diese nicht so ganz zünden. Das liegt zum einen daran, dass es etwas willkürlich wirkt, Micky jetzt plötzlich in einer Reporterrolle zu erleben, zumal das, was er dann letztlich macht, eigentlich gar keine Reporterarbeit ist. Zum anderen liegt es an der vollkommenen Austauschbarkeit der Nebenfiguren. Ihre »speziellen Eigenschaften« (Rückenschmerzen bei dem einen, Zerstreutheit bei dem anderen) wirken ziemlich erzwungen, um ihnen Konturschärfe zu geben, es verfängt beim Leser jedoch nicht. Letztlich ist es die ganze Zeit klar, dass (mindestens) einer der drei Männer aus der Schiffscrew ein Strolch ist, es ist einem beim Lesen aber völlig schnuppe, auf welchen der drei es hinausläuft. Dass auf humoristische Einlagen verzichtet wurde, tut dem Comic auch nicht gerade gut. Letztlich liest man das Ganze daher relativ teilnahmslos weg. Am Ende entschied sich einer unserer Mitarbeiter für die Note Drei, der Rest für eine Vier, so dass wir hier bei einer 3,8 gelandet sind.


Wie fandet ihr "Der Weltenbummler - Sabotage in der Tiefsee"?
1
 
 110 (30,9%)
Schulnote 4
2
 
 75 (21,1%)
Schulnote 6
3
 
 73 (20,5%)
Schulnote 3
4
 
 45 (12,6%)
Schulnote 2
5
 
 38 (10,7%)
Schulnote 5
6
 
 15 (4,2%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz