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  Die Entenanalyse: Der Wahrträumer
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Nicht mehr lange, und unsere Testleser haben die Comics des 555. Lustigen Taschenbuchs, das seit dem 1. Februar im Handel ist und »Abflug auf Ski« heißt, hinter sich gebracht. Nach einem schwachen Auftakt wurde der Band stärker und stärker, und mit »Der Persönlichkeitsumwandler« wartete er zuletzt mit einem der besten Comics der letzten Monate auf. Unsere Einschätzung findet ihr an dieser Stelle. Ihr wart bislang sogar noch ein klitzekleines Stückchen euphorischer als wir: Während wir die Schulnote 1,6 vergeben hatten, liegt der Schnitt eurer Abstimmung derzeit bei 1,56. Nun sind noch zwei Comics übrig, und mit einer Goofy-Traumgeschichte machen wir weiter.

Der Wahrträumer

Rund zwei Jahre hat diese Geschichte auf dem Buckel. Der Dreißigseiter wurde am 19. Februar unter dem Titel »Pippo e la preveggenza favolatoria« im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies »Goofy und die fabelhafte Vorahnung«. Die Idee zu dem Ganzen stammt von Blasco Pisapia, und der gute Mann hat sie auch gleich selbst zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Da Rübensirup immer teurer wird, sucht Goofy auf dem Speicher seines Hauses nach einem Rezept, mit dessen Hilfe er ihn selbst zubereiten kann. Statt dem Rezept finden er und Micky eine alte Spieluhr sowie Fabeln, die Goofy vor langer Zeit selbst geschrieben hatte. Er beschließt, diese an einen Verlag zu senden.

Spoiler

Tatsächlich druckt der Entenhausener Kurier Goofys Fabeln unter dem Pseudonym »Äsops Enkel« ab. Sie werden zu einem großen Erfolg, und die Absatzzahlen des Kuriers steigen. Der Verlag möchte daraufhin neue Fabeln. Als Inspiration nutzt Goofy einfach seine Träume: Nachdem er mit einem speziellen Ritual zu Bett geht, träumt er, und dann schreibt er das Geträumte einfach auf. Das Erstaunliche daran: Was er in seinen Fabeln schreibt, erfüllt sich wenig später in der Realität. Dadurch gerät er in den Verdacht, die prophezeiten Dinge selbst angestellt zu haben, weswegen Inspektor Issel ihn sogar vorübergehend verhaftet. Nachdem er einen Diebstahl weissagt, bekommt er Besuch von den dafür verantwortlichen Gangstern. Sie bedrohen ihn. Nachdem eine zweite Prophezeiung die gleichen Gangster betrifft, wird er von ihnen verschleppt, und Micky wird in Goofys Haus eingesperrt. Die Ganoven versuchen anschließend seine Weissagungskünste zu ihren Gunsten zu nutzen, doch alles, was er an einer Pferderennbahn vorhersagt, geht schief. Micky kann sich derweilen befreien. Um Goofy zu finden, nutzt er dessen Weissagungsmethode: Er geht nach dem gleichen Ritual schlafen, das Goofy stets nutzte, und träumt, wo sich sein Freund befindet. So kommt es, dass die Gangster verhaftet werden können. Nun zeigt sich auch, warum Goofys Prophezeiungen beim Pferderennen nicht zum Erfolg geführt haben: Die Wahrträume wurden ihm durch die Spieluhr eingeimpft, die Teil seines Einschlafrituals war, und diese hatten die Gangster nicht mitgenommen. Dass die Spieluhr ihre magische Fähigkeit hatte, lag im Übrigen daran, dass Goofy versehentlich eine Muskatreibe statt einer Magnetspule eingebaut hatte, als ihm das Ding zwischenzeitlich zerbrochen war.

Die gute alte Muskatreiben-Magie.

Ähem.

Die Einschätzung

Geht man nach den Wertungen bei I.N.D.U.C.K.S., dann gehört »Der Wahrträumer« zu den zehn Prozent der besten Disney-Comics aller Zeiten und befindet sich auf dem gleichen Level wie »Der Persönlichkeitsumwandler«. Wie das zustandegekommen ist, erschließt sich uns nicht, denn wir haben uns dadurch alles andere als gut unterhalten gefühlt ... zumindest die meisten unserer Testleser. Natürlich hat das Ganze gar nicht den Anspruch, eine realistische Story zu erzählen, sondern will ganz bewusst möglichst skurril und mysteriös sein - und solche Geschichten haben natürlich durchaus ihre Berechtigung -, aber weder die Idee noch ihre Umsetzung wollen so recht zünden. Zu überdreht, zu unspannend, zu wenig spaßig und auch nicht sonderlich gut gezeichnet ... und damit meinen wir nicht die ganz bewusst simpel gehaltenen Krakeleien Goofys, sondern die eigentlichen Figuren, insbesondere die Gangsterbande, die Goofy verschleppt. Und darüber, dass die Auflösung darin besteht, dass eine Muskatreibe Goofy in die Zukunft sehen lässt, wollen wir lieber kein Wort verlieren. Eine Mitarbeiterin entschied sich dennoch für die Note Zwei, da sie das Abstrakte an dem Comic mochte, von den übrigen Testlesern gab es zweimal eine Vier, einmal eine Fünf und einmal eine Sechs. Summa summarum landeten wir damit beim Durchschnittswert 4,2.


Wie fandet ihr "Der Wahrträumer"?
1
 
 89 (23,0%)
Schulnote 5
2
 
 84 (21,7%)
Schulnote 2
3
 
 74 (19,1%)
Schulnote 6
4
 
 64 (16,5%)
Schulnote 3
5
 
 60 (15,5%)
Schulnote 4
6
 
 16 (4,1%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 387 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz