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  Die Entenanalyse: Der Wachstums-Generator
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Seit Ende Mai kann man ein neues Lustiges Taschenbuch bekommen, nämlich die Nummer 546 mit dem Titel »Anpfiff in Europa«. Nach einer ganz ordentlichen Goofy- und Micky-Geschichte war es zuletzt mit einem Duck'schen Schatzsuche-Comic ziemlich bergab gegangen. Die Abenteurer erlebten in einem gläsernen Labyrinth eine ziemlich einfallslose Geschichte, an der es einiges zu kritisieren gab, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bei eurer Abstimmung bisher ein wenig friedlicher als wir (wir hatten die Note 4,2 vergeben, euer Durchschnitt liegt bisher bei einer 3,74). In dem Buch ging es mit Franz Ganz als hunriger Godzilla-Verschnitt weiter.

Der Wachstums-Generator

Offensichtlich empfanden die Macher des Lustigen Taschenbuchs diesen Comic ziemlich gut, denn sie ließen sich nur wenige Monate Zeit, ehe er ins Deutsche übertragen wurde. Ursprünglich war er am 23. September des Jahres 2020 im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt worden. Der Zwanzigseiter, der von Riccardo Pesce erdacht und von Federico Bertolucci (mehr schlecht als recht) gezeichnet wurde, hieß damals »Paperino e l'effetto ingordzilla«, was mit »Donald Duck und der Völlerei-Effekt« übersetzt werden kann, wobei die Wortwahl augenscheinlich wegen der Nähe zu Godzilla genutzt wurde.

Worum geht es?

Donald begleitet Franz Gans zu Daniel Düsentrieb, da dieser dort Hefe abholen soll, die Dorette dem Erfinder geliehen hat. Auf dem Weg zur Werkstatt schläft Franz immer wieder ein und isst in seinen wachen Phasen alles auf, was ihm begegnet. Bei Düsentrieb angekommen, erfahren sie, dass der Erfinder die Hefe benötigt hatte, da er einen Wachstums-Generator konstruiert hat. Versehentlich gerät Franz unter den Vergrößerungstrichter des Geräts, und so wird er in einen Riesen verwandelt.

Spoiler

Auch als Riese zählt für Franz nur eines: Er will etwas essen. Natürlich benötigt er jetzt viel mehr als früher, weswegen Donald alle Konditoreien und die Blubberlutsch-Fabrik leerkauft, um Franz versorgen zu können. Rasch entsteht dadurch ein Versorgungsengpass, über den sich der Bürgermeister lautstark aufregt. Hinzu kommt noch, dass Franz mit einem einzelnen Nieser das Rathaus zerstört. Da Donald mittellos ist, schickt der Bürgemeister die Rechnungen für die entstandenen Kosten an Dagobert Duck. (Was sind denn das für Regeln?) Nach einer Unterredung mit Donald erklärt sich Dagobert bereit, für die Ernährung von Franz aufzukommen, wenn ihm im Umkehrschluss für lange Zeit die Steuern und Gebühren erlassen werden. Dabei spekuliert der reichste Erpel der Welt darauf, dass Daniel Düsentrieb schnell einen Verkleinerer entwickeln kann, so dass er nur kurzzeitig Nahrungsmittel kaufen muss, während er lange Geld sparen wird. Tatsächlich ist Düsentrieb mit der Entwicklung der Maschine schnell fertig. Natürlich konnte er dieses Mal keine Hefe verwenden, sondern vielmehr die »negative Energie, die Bonsais am Wachsen hindert«. Dummerweise wirkt diese fürchterlich langsam, so dass Dagobert Duck noch sehr lange für Franz' Essen löhnen muss. Dafür jagt er Daniel und Donald in Richtung Timbuktu und benutzt dabei Franz als Reitpferd.

Die Einschätzung

Bei Geschichten wie dieser hat man den Eindruck, dass Franz Gans über die Jahre den Weg des Homer Simpson gegangen und mit fortschreitender Zeit immer dümmer gemacht worden ist. Wenn man hier sein Verhalten betrachtet, dann ist er inzwischen fürchterlich aufs Essen und Schlafen reduziert worden. Zwar waren Müdigkeit und Gefräßigkeit seit jeher die beiden herausstechenden Eigenschaften des Knechts, hier agiert er jedoch wie ein Roboter und nicht mehr wie eine richtige Person. Hinzu kommt noch, dass dabei eine Rücksichtslosigkeit an den Tag gelegt wird, die überhaupt nicht zu der Figur passt. Natürlich soll dies hier eine Hommage (?) an Godzilla sein, aber auch schon im kleinen Zustand benimmt er sich fürchterlich. Da die Anspielung auf Godzilla im deutschen Titel fehlt und man daher nicht erkennt, dass sich die Story ganz bewusst von den üblichen Vergrößerungs-und-Verkleinerungs-Geschichten abhebt, die auf Basis Düsentrieb'scher Erfindungen verfasst wurden, geht das Ansinnen der Macher des Comics ohnehin verloren. Mies gezeichnet ist »Der Wachstums-Generator« auch noch, einige Gesichter sind entgleist, und hie und da wirken die Figuren wie Fremdkörper in den Bildern. Kurzum: Ziemlich schwach. Zwei unserer Mitarbeiter gaben der Geschichte dennoch immerhin die Note Vier, der Rest entschied sich für eine Fünf. Damit landeten wir hier beim Durchschnittswert 4,6.


Wie fandet ihr "Der Wachstums-Generator"?
1
 
 156 (41,9%)
Schulnote 6
2
 
 127 (34,1%)
Schulnote 5
3
 
 34 (9,1%)
Schulnote 4
4
 
 30 (8,1%)
Schulnote 1
5
 
 16 (4,3%)
Schulnote 3
6
 
 9 (2,4%)
Schulnote 2
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz