Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
45.561 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Lukas7050«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Der Tempel des Drachen
Werbung:
Bisher macht das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 542, das seit dem 2. Februar zu bekommen ist und »Wohin des Weges, Phantomias?« heißt, auf uns keinen guten Eindruck: Drei Comics haben wir bisher gelesen, und wir warten immer noch auf die erste, die man als »gut« einstufen kann. Die zuletzt thematisierte Dussel-Duck-Story »Die Geschichte der Menschheit: Große Erfindungen« war eine einzige Katastrophe, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Und wer schon glaubt, wir wären mit unserer Schulnote (5,2) überkritisch gewesen, dem sei gesagt: Bei unserer Userabstimmung ist der derzeit erreichte Schnitt 5,28, wir stehen also weißgott nicht alleine da. Mit einer Schatzsuche-Geschichte ging es weiter.

Der Tempel des Drachen

Es werden noch zwei weitere Comics folgen, die schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel haben, doch »Der Tempel des Drachen« ist der mit Abstand älteste Beitrag, den man in diesem Lustigen Taschenbuch zu lesen bekommt: Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 11. September 2001 - richtig gelesen: An dem unrühmlichen Tag, an dem es zum Anschlag auf das World Trade Center kam ... so lang ist das schon her. Der 22 Seiten lange Dreireiher hieß damals »Zio Paperone e il tempio del drago«, was im Grunde genommen das gleiche wie der deutsche Titel bedeutet, nämlich »Onkel Dagobert und der Tempel des Drachen«. Die Story stammt von Massimiliano Valentini, für die Zeichnungen war Roberto Marini zuständig.

Worum geht es?

Primus von Quack wird bei Dagobert Duck vorstellig, um ihm davon berichten, dass er auf eine Spur der abhanden gekommenen japanischen »Hoseki-Kultur« gestoßen ist. Da die Mönche der damaligen Kultur laut einem Pergament in der Lage waren, aus Kohle Diamanten herzustellen, wird Dagobert hellhörig und lässt sich überzeugen, mit Primus nach Asien zu fliegen.

Spoiler

Eigentlich möchte Dagobert Duck seinen Neffen Donald als Handlanger mit auf die Reise nehmen, doch dieser steht gerade nicht zur Verfügung. Seinen Platz nimmt Dussel Duck ein, auch wenn Dagobert nur zähneknirschend auf ihn zurückgreift. Dussel übt eigentlich gerade für den Wettbewerb »Lebensweisheiten für jede Lage« und klopft deshalb pausenlos Sprüche. Auf der Insel Shingen Nokka - dem Ziel ihrer Reise - angekommen, wird ihnen von Einheimischen der Weg zu einem Berg gewiesen, auf dem sich der Tempel einer Legende nach befunden haben soll. Man begibt sich also an Seilen befestigt ins Hochland. Als ein Unwetter aufzieht, verstecken sich die Abenteurer in einer Höhle. Dort bricht Dussel durch ein Loch, und dieses gibt den Weg in ein geheimes Tal frei, in dem der Tempel steht. In diesem befindet sich eine Drachenstatue, in deren Mund man Kohle legen muss, woraufhin sich diese sofort in Diamanten verwandelt. Da Dagobert dabei zu gierig vorgeht, wird ein Sicherheitsmechanismus ausgelöst, der alles zerstört. Nur ein kleines Bruchstück mit potenziellem wissenschaftlichen Wert bleibt übrig. Man zieht also wieder von dannen. Dussel Duck hinterlässt den Einheimischen, die sich für seine Sprüche begeistern konnten, sein Buch mit den vielen Weisheiten.

Die Einschätzung

So langsam sind wir mal wieder an einem Punkt, an dem wir den Eindruck vermitteln werden, dass wir Disney-Comics nicht sonderlich mögen, denn auch diese Geschichte können wir wieder nicht gut bewerten, und es ist wahrscheinlich kein Wunder, dass sie zwanzig Jahre in einer Schublade schlummerte, ehe man sich daran wagte, sie ins Deutsche zu übersetzen. Zum Einen war es ohnehin schon fragwürdig, dass dier Anteil an Dussel-Duck-Geschichten mit »Der Tempel des Drachen« auf drei von vier hochgeschraubt werden musste. Zum zweiten hat man es schon gefühlt tausend Mal gelesen, dass die Ducks bei einer Expedition in ein asiatisches Gebirge durch eine Höhle oder einen Wasserfall gestiegen sind und dahinter auf das Ziel ihrer Schatzsuche gestoßen sind ... gibt es wirklich keine andere Idee? Obendrein war das Weisheiten-Gimmick, das Dussel Duck für diese Story übergestülpt wurde, schon sehr früh ziemlich nervig. Von »amüsant« konnte von Anfang an nicht die Rede sein. Sorry, aber wie ihr sehen könnt: Auch an dieser Story können wir einfach kein gutes Haar lassen. Am Ende entschieden sich vier unserer Mitarbeiter für die Note Vier, einer für eine Fünf, so dass wir hier beim Durchschnittswert 4,2 landeten. Und so langsam könnte wirklich mal ein Comic kommen, der uns zufrieden stimmt.


Wie fandet ihr "Der Tempel des Drachen"?
1
 
 97 (22,6%)
Schulnote 5
2
 
 91 (21,2%)
Schulnote 4
3
 
 82 (19,1%)
Schulnote 3
4
 
 67 (15,6%)
Schulnote 2
5
 
 61 (14,2%)
Schulnote 1
6
 
 32 (7,4%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 430 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz