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  Die Entenanalyse: Der Superschleim
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Vor wenigen Wochen haben wir das 503. Lustige Taschenbuch durch fünf Mitarbeiter unserer Webseite, die allesamt eigentlich schon viel zu alt dafür sind, lesen lassen. Am Ende blieben wir mit gemischten Gefühlen zurück. Unseren Überblick über die neun enthaltenen Geschichten von damals könnt ihr an dieser Stelle finden. Inzwischen ist ein weiteres Lustiges Taschenbuch erschienen, und mit der ersten darin enthaltenen Story haben wir uns nun auch beschäftigt.

Der Superschleim

Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 504 ist am 27. Februar 2018 vom Egmont Verlag herausgegeben worden, und es trägt den gleichen Titel wie die erste darin enthaltene Geschichte, nämlich die, die wir hier vorstellen möchten: Der Superschleim. Natürlich handelt es sich dabei - wie fast immer - um einen Comic, der ursprünglich aus dem italienischen Magazin »Topolino« stammt. Dort wurde er vor etwas mehr als einem Jahr, genauer gesagt am 20. Dezember 2016, unter dem Titel »Paperino, Zio Paperone e la fusione ... semifredda« herausgegeben. Für uns, die wir uns mit dem Italienischen nur mäßig aus ein paar Urlaubsreisen und sehr lange zurückliegenden Schuldstunden zurückerinnern können, ergibt das wenig Sinn, jedoch müsste es irgendetwas ähnliches wie »Donald Duck, Onkel Dagobert und die halbgefrorene Fusion« bedeuten. Der 27 Seiten lange Dreireiher wurde von Fausto Vitaliano verfasst, für die zeichnerische Umsetzung war anschließend Marco Mazzarello zuständig.

Worum geht es?

Donald Duck lässt sich einen großen neuen Kühlschrank liefern. Dieser verfügt über mehrere Spezialfunktionen, unter anderem einen Wasser- und Eiswürfelspender. Als Donald diesen testet, kommen keine Eiswürfel heraus, sondern eine eigenartige grüne Masse. Kurzerhand lässt Donald den Kühlschrank durch ein neues Gerät ersetzen. Anschließend merkt er, dass die grüne Masse über bemerkenswerte Fähigkeiten verfügt: Sie bringt Pflanzen zum Wachsen, kaputte technische Gegenstände zum Funktionieren, und so weiter. Als er dies seinem Onkel mitteilt und herausgefunden wird, dass es sich dabei um das Ergebnis einer »kalten Fusion« und um einen exzellenten neuartigen Energielieferanten handelt, wittert Dagobert gleich großartige Geschäfte, die sich damit machen lassen.

Spoiler

Ein Problem gilt es zu lösen: Der Kühlschrank muss wiedergefunden werden. Wie Dagobert und Donald (unter Einsatz hoher Schmiergelder) erfahren, wurde er auf einen weit abgelegenen Schrottplatz gebracht. Auf dem Weg dorthin werden die beiden Ducks von zwei zwielichtigen Gestalten namens Ölke und Köhlke verfolgt. Diese wurden von Klaas Klever angeheuert, der dank eines Spitzels (seines Butlers Anwantzer) mitbekommen hatte, was Dagobert plant. Dagobert bemerkt, dass er und sein Neffe verfolgt werden, und so locken sie die beiden lästigen Kletten in eine Falle. Nachdem Ölke und Köhlke erfolgreich weggeschlossen wurden, kommen die Ducks bei dem Schrottplatz an und können den Kühlschrank vor der Zerstörung bewahren. Sie bringen ihn zu Dagoberts Wissenschaftlern. Anstatt herauszufinden, was es mit dem grünen Schleim auf sich hat, reparieren die beiden Forscher das Gerät jedoch »versehentlich«, so dass aus dem Spender fortan klares Wasser kommt. Als Dagobert und Donald davon trinken, fühlen sie sich plötzlich wie verjüngt. So geht zwar Dagoberts Hoffnung in die Binsen, über eine Wunder-Energiequelle zu verfügen, dafür erschafft er eine erfolgreiche Mineralwasser-Fabrik. Die beiden übereifrigen Forscher müssen indessen Gehaltseinbußen hinnehmen und werden zu niederen Aufgaben verdonnert.

Die Einschätzung

Nun ... wie man an der Zusammenfassung der Geschichte sehen kann, wurden hier schon ein paar ganz schön aberwitzige Ideen verarbeitet, die sich nach einem abgefahrenen LSD-Rausch anhören. Bei einer Geschichte über eine schleimige Super-Energiequelle aus dem Eiswürfelspender eines defekten Kühlschranks sollte man vermutlich jedwede Vorstellung von sinnhaften Storys fahren lassen und versuchen, sie stattdessen als wunderbaren Quatsch zu interpretieren. Als solcher hat die Geschichte definitiv ihre Momente, da sie dieses überdrehte Level konstant durchhält. So richtig überragend ist das Ganze dann aber doch nicht, so wirkt beispielsweise Klaas Klevers Rolle ganz schön erzwungen, da sie von den Ducks im Handumdrehen gelöst wird, komplett folgenlos bleibt und dadurch eher den Eindruck erweckt, dass noch ein paar zusätzliche Seiten »rausgeholt« werden sollten. Was bleibt, ist ein paar Minuten verrückter Comicunterhaltung, nach denen man sich allenfalls fragt, wieso man sich ausgerechnet bei dieser Story dafür entschieden hat, sie zur Titelgeschichte (!) eines Lustigen Taschenbuchs zu machen. Eine unserer Mitarbeiterinnen gab ihr die Schulnote Zwei, eine gab ihr eine Drei, zwei gaben ihr eine Vier, und einer unserer Helfer strafte sie mit der Note Sechs ab. Dies ergab summa summarum die Durchschnittsnote 3,8.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz