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  Die Entenanalyse: Der Superheld in uns
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Fünf unserer Leute lesen derzeit das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 512, das den Namen »Duckenstein« trägt und seit dem 9. Oktober zu bekommen ist. Nach wie vor bewegt es sich auf einem besseren Niveau als die Nummer 511, die uns vor einigen Wochen sehr enttäuscht hatte. Der zuletzt von uns besprochene Comic hieß »Geheimnisse im Grandhotel« und war für eine Issel- und Steinbeiß-Geschichte von ordentlicher Qualität, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. In dem Buch folgte ein Gamma-Einseiter namens »Absolut außerirdisch: Die perfekte Tarnung«, den wir hier aufgrund seiner Kürze nicht thematisieren. Stattdessen machen wir mit Dussel Duck und Hubert Bogart weiter.

Der Superheld in uns

Ganze vierzehn Jahre hat der Comic schon auf dem Buckel, womit »Der Superheld in uns« die mit Abstand älteste Geschichte in diesem Lustigen Taschenbuch ist. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 7. September des Jahres 2004 in der damaligen Ausgabe des italienischen Comicmagazins »Topolino« unter dem Titel »Umperio Bogarto e il caso Paperinik«, was zu Deutsch »Hubert Bogart und der Fall Phantomias« bedeutet. Der 26 Seiten lange Dreireiher stammt von Bruno Sarda und wurde von Ottavio Panaro zeichnerisch umgesetzt. Hubert Bogart tritt in der Story zum ersten Mal seit Band 468 wieder in einem Lustigen Taschenbuch auf, wenn wir uns nicht vertan haben sollten. Es sind also schon dreieinhalb Jahre vergangen, seitdem ihn die Leser des LTBs zuletzt zu Gesicht bekommen haben.

Worum geht es?

Thorsten Tratsch vom Entenhausener Klatschblatt steht vor einem großen Problem: Die Auflagen sind extrem gesunken, und so steht die Zukunft des Blattes auf der Kippe. Deshalb möchte er eine große Story bringen und Phantomias' Identität enttarnen. Um dies zu erreichen, engagiert er die Detektive Hubert Bogart und Dussel Duck, damit diese hinter Phantomias' Geheimnis kommen.

Spoiler

Die Spürnasen nehmen den Auftrag an. Dussel ist der erste der beiden, der einen Versuch startet: Er täuscht eines Nachts (in Verkleidung) vor, sich ein Knie verknackst zu haben, damit Phamtomias ihm auf die Beine hilft, wodurch er so nah an seinem Gesicht wäre, dass er ihm die Maske vom Gesicht ziehen könnte. Phantomias merkt es rechtzeitig und unterbindet es. Bei der Übergabe eines Pokals des Entenhausener Frauenklubs an den Superhelden wollen die Detektive einen neuen Versuch starten, doch Phantomias schwingt sich an Seilen von ihnen weg. Später wird Bogart gar von Phantomias gerettet, als ein Langfinger versucht, ihm die Geldtasche zu rauben. Nach und nach merken Bogart und Dussel, dass der jeweils andere gerade in den Augenblicken fehlt, in denen Phantomias auftaucht. Zwar gibt es anhand von Indizien den Verdacht, dass Donald Duck hinter der Geheimidentität stecken könnte, doch sie gehen diesem nicht bis zum Ende nach. Stattdessen brechen sie schlussendlich den Auftrag ab, da sie davon ausgehen, den jeweils anderen vor der Enttarnung zu bewahren, und sie möchten sich gegenseitig nicht schaden.

Die Einschätzung

Hubert Bogart und Dussel Duck stehen bekanntlich nicht unbedingt für Storys auf Topniveau. Gerade wer unsere Analysen regelmäßig verfolgt, der wird bereits wissen, dass wir nicht unbedingt die allergrößten Dussel-Duck-Fans in unseren Reihen haben. Hier in dieser Geschichte wurde der Slapstick-Nonsens-Faktor glücklicherweise gedrosselt, wodurch verhindert wurde, dass es zu Segmenten kommen konnte, über die man sich regelrecht geägert hätte. Vielmehr hat sich hier auf Basis der doch ganz ordentlichen und unverbrauchten Idee auch eine ebenso ordentliche Erzählung ergeben. Das einzige richtige Manko besteht darin, dass man recht früh erkennen kann, dass der Kniff des Comics im gegenseitigen Verdächtigen liegen würde. Daher lässt sich der Verlauf des Ganzen relativ gut vorhersehen. Allerdings ist eine vorhersehbare ordentliche Dussel-Duck- und Hubert-Bogart-Geschichte eben immer noch deutlich besser als eine Story mit ihrer Beteiligung, die zwar unvorhersehbar wäre, aber ansonsten den üblichen Kopfschmerz bereitet hätte. Kurzum: Wir blieben nicht gänzlich umzufrieden zurück. Drei unserer Mitarbeiter gaben dem Comic die Note Drei, die anderen beiden entschieden sich für eine Vier. Summa summarum stand damit am Ende der Durchschnittswert 3,4 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz