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  Die Entenanalyse: Der Super-Gammler
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So langsam setzt der Endspurt ein: Die meisten Comics des 556. Lustigen Taschenbuchs, das den Titel »Das Geheimnis des Geldspeichers« trägt und seit dem Monatsersten im Handel ist, hat unser Testleser-Quintett bereits durchgeschmökert. Zuletzt besprachen wir hier den Comic »Das neue Helferlein«, der zwar nicht übermäßig gut war, im Vergleich zu einer Reihe von Machwerken, die es in diesem Band bereits zu lesen gab, aber ganz okay war, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seht es ähnlich: Der Zwischenstand eurer Abstimmung liegt bei 3,84, wir hatten die Schulnote 3,6 vergeben. Im Lustigen Taschenbuch folgt nun ein belangloser Oma-Duck-Vierseiter namens »Selbstversuchung«, den wir aufgrund seiner Kürze nicht separat besprechen. Stattdessen soll es hier nun mit Donald Duck und einem gemütlichen Sessel weitergehen.

Der Super-Gammler

Bei diesem Comic hatten es die Macher des Lustigen Taschenbuchs eilig: Er wurde am 7. April des vergangenen Jahres im italienischen »Topolino«-Magazins veröffentlicht und ist damit der jüngste »weiterverwendete« Beitrag dieses Bandes. Der Originaltitel des 26 Seiten langen Dreireihers lautete »Paperino e la poltrona dei poltroni«, was »Donald Duck und der Sessel aller Sessel« bedeutet. Er wurde von Sisto Nigro verfasst und von Mattia Surroz in Bilder gegossen.

Worum geht es?

In Entenhausen kann man sich nicht vor der Werbung für einen urgemütlichen Sessel namens »Super-Gammler« retten. Donald Duck bleibt lange resistent, ihm genügt seine Hängematte. Nachdem er weiter mit Werbung bombardiert wird, ist er so weichgeklopft, dass er das Sitzgerät dann doch unbedingt haben möchte.

Spoiler

Anfangs hat Donald gar nicht genug Geld, um sich den Sessel leisten zu können. Mit einer Stafette von Nebenjobs schafft er es, die benötigten 999 Taler in Windeseile zu verdienen. Kurz bevor das Einkaufszentrum schließt, kauft er das letzte Exemplar des Sessels. Als er mit seinem 313er vom Einkaufszentrum davonfährt, rennt ihm ein Mitarbeiter hinterher und will ihn aufhalten, er kommt jedoch zu spät. Der Zusammenbau des Sessels funktioniert nicht, wie Donald es sich vorgestellt hat, und so schläft unser Held vor der Fertigstellung seiner Arbeit ein. Als er wieder erwacht, wird gerade bei ihm eingebrochen, und ausgerechnet die Kiste mit dem Sessel wird gestohlen. Der Dieb springt in einen Fluchtwagen, der von dem Mann gesteuert wird, der Donald am Einkaufszentrum hinterherlief. Donald jagt den beiden in seinem 313er hinterher. Man liefert sich eine abenteuerliche Hetzjagd durch die Stadt, die erst am Hafen ihr Ende nimmt. Bei dem Zusammenprall, der der Flucht ein Ende setzt, wird der Sessel zerstört, und Juwelen fallen aus seinen Einzelteilen. Diese entpuppen sich als Diebesgut vom Juwelier aus dem Einkaufszentrum, das die beiden Gangster darin versteckt hatten. Sie waren auch der Grund, warum die Einzelteile bei Donalds Zusammenbau-Versuch nicht gepasst hatten. Für die Ergreifung der Ganoven erhält Donald einen nagelneuen »Super-Gammler« vom Besitzer des Einkaufszentrums. Die technischen Gadgets des Sitzgeräts nerven Donald nach einer Weile allerdings so sehr, dass er sich lieber wieder auf seine Hängematte verzieht.

Die Einschätzung

In der Disney-Comic-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. ist die Story über den »Super-Gammler« ziemlich durchgefallen und zählt - Stand jetzt - zu den am schlechtesten bewerteten Comics überhaupt. Das ist eine Einschätzung, die unsere fünf Testleser nicht teilen können. Gerade wenn man sich anschaut, welch schwache Geschichten den Lesern allein in diesem Lustigen Taschenbuch bereits angeboten wurden, kann man über die Sesselstory nicht allzu laut klagen. Anfangs hat man den Eindruck, man bekommt hier nur eine kleine konsumkritische Gagstory, die einfach nur darauf hinweisen möchte, wie sehr sich Personen durch Werbung beeinflussen lassen, und die nach sechs, sieben Seiten auch schon wieder vorbei sein könnte. Den konsumkritischen Part hat sie tatsächlich, dann aber driftet sie ins Actionreiche ab und ist auch dabei anständig unterhaltsam. Selbst der Schlussgag ist in Ordnung. Sicher ist dies hier kein großer Wurf, der lange in Erinnerung bleiben wird, aber wir fühlten uns eigentlich ganz gut unterhalten und fanden das alles ganz sympathisch. Am Ende entschieden sich vier unserer Testleser für die Schulnote Drei, einer für eine Vier, so dass wir summa summarum bei der Durchschnittsnote 3,2 landeten.


Wie fandet ihr "Der Super-Gammler"?
1
 
 130 (32,3%)
Schulnote 5
2
 
 102 (25,4%)
Schulnote 4
3
 
 67 (16,7%)
Schulnote 3
4
 
 50 (12,4%)
Schulnote 6
5
 
 33 (8,2%)
Schulnote 2
6
 
 20 (5,0%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 402 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz