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  Die Entenanalyse: Der Strandraub
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Vor einigen Wochen haben wir hier die Comics besprochen, die im 559. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden waren. »Eine handfeste Erfindung« erwies sich leider als ein weiterer durchwachsener Band. Das Jahr 2022 war mit zwei empfehlenswerten Ausgaben losgegangen, seitdem hat sich leider der Schlendrian eingeschlichen, und wir warten immer noch auf den dritten guten Band des Jahres. Eine Übersicht unserer Artikel zum 559. Lustigen Taschenbuch findet ihr an dieser Stelle.

Seit dem 21. Juni ist nun ein neuer Band im Handel. Die Nummer 560 trägt den Titel »Ab an den Strand!«, und natürlich werden wir auch dieses gute Stück von fünf Testlesern durchschmökern lassen. Mit dem Startcomic »Der Strandraub« legen wir heute los.

Der Strandraub

Zwanzig Seiten ist dieser Comic lang, und er wurde speziell für dieses Lustige Taschenbuch geschrieben. Im vergangenen Monat hatte es (abgesehen von einem Einseiter) nur Geschichten gegeben, die aus dem Italienischen übersetzt wurden. In diesem Band wird noch ein weiterer Egmont-Einseiter folgen, eine Geschichte entstammt der Panini-Produktion »Paperinik Appgrade«, der Rest wurde wie gewohnt dem Magazin »Topolino« entliehen. »Der Strandraub« wurde im vergangenen Jahr von Andreas Pihl ersonnen und von Flemming Andersen zeichenrisch umgesetzt.

Worum geht es?

Donald reist mit den Kindern an den Strand, um dort für einen Wettbewerb im Kitesurfing zu trainieren. Da Gustav Gans auch mitmachen möchte, stehen Donalds Chancen eher schlecht. Der Wettbewerb wird schnell unwichtig, als eine zwielichtige Dame namens Wudmilla Widerlingh in Erscheinung tritt und Unerhörtes mit dem Strand anstellt.

Spoiler

Um ein wenig Strand für sich zu haben, wählt Wudmilla Widerlingh einen aberwitzigen Weg: Mit elektronischen Separatoren spaltet sie ein Stück Küste ab und macht eine künstliche Insel daraus, die sie aufs offene Meer treiben lässt. Dies geschieht, während Tick, Trick und Track gerade ihr Schlauchboot etwas höher auf den Strand schieben. Donald und Gustav werden indessen von zwei sagenhaft dümmlichen Robotern, die Wudmilla Widerlingh gebaut hat, in ein Verlies gesperrt. Dort schlägt ein erster Ausbruchsversuch fehl. Nachdem die Kinder merken, dass sich die künstliche Insel bewegt, tauchen sie unter ihr hindurch und stoßen dort auf die Antriebseinheiten. Mit letzter Kraft dringen sie ein. Sie stoßen auf die Roboter und fesseln sie mit einem ziemlich festen Fieselschweif-Knoten. Aus diesem können sich die Roboter nach einer Weile befreien, beim Sprengen der Ketten schalten sie allerdings versehentlich die Kühlanlage der falschen Insel aus. Als die Kinder Donald und Gustav befreit haben und Wudmilla Widerlingh stellen wollen, stehen die Roboter schon wieder Gewehr bei Fuß. Ehe die Ducks in Gefangenschaft geraten, zollt das Getriebe der Insel der fehlenden Kühlung Tribut und fliegt in die Luft. Wudmilla Widerlingh und die Roboter sind ausgeschaltet, während Gustav mit seinem Kiteboard aufgrund der Druckwelle erst durch die Luft und dann übers Wasser gewirbelt wird, wodurch er den Wettbewerb gewinnt. Da Donald nicht sonderlich neidisch auf seinen Sieg ist, ist Gustav trotzdem enttäuscht. Wudmilla Widerlingh und die Roboter werden abschließend verhaftet.

Die Einschätzung

Das Gute an dem Comic ist, dass er sich selbst überhaupt nicht ernst nimmt, sondern genauso unlogisch und konfus sein möchte, wie er es tatsächlich geworden ist - nicht umsonst stellt Donald auf Seite 18 fest, dass das Leben nicht immer auf alles Antworten liefert und man stattdessen Comics lesen müsse, wenn man es denn unbedingt logisch braucht. Dank solcher Selbstironie ist man den Machern nicht böse, dass sie hier einen ziemlichen Irrsinn verzapft haben. Angefangen vom Abtrennen der Insel über die Roboter, die noch dümmer sind als die Stormtrooper in »Obi-Wan Kenobi«, bis hin zur Auflösung des Inselproblems ist hier eigentlich alles vollkommen abstrus. Aufgrund der Abstrusität ist die Story zwangsläufig auch frisch und innovativ. Das Unschöne daran: Auch wenn man diesen Part den Machern nicht krummnehmen kann, kommt man nicht umhin festzustellen, dass der Comic sein Ziel, witzig und unterhaltsam sein zu wollen, trotz allem verfehlt. Kleine Albernheiten wie ein Eisverkäufer namens Salmonelli, die Situationskomik und die dusseligen Roboter zünden meist nur kurz oder gar nicht, und der vermeintliche Schlussgag verpufft geradezu. Schlussendlich handelt es sich daher um einen allenfalls durchschnittlichen Start in dieses Lustige Taschenbuch. Von jeweils einem Mitarbeiter gab es die Noten Zwei und Drei, die Vier wurde doppelt vergeben, und eine Mitarbeiterin entschied sich für eine Fünf. Damit sind wir hier am Ende im Schnitt bei der Schulnote 3,6 gelandet.


Wie fandet ihr "Der Strandraub"?
1
 
 118 (28,4%)
Schulnote 4
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Schulnote 5
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 82 (19,8%)
Schulnote 2
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 51 (12,3%)
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 42 (10,1%)
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz