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  Die Entenanalyse: Der Sternengucker
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Schon sieben Comics aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 543, das seit dem 2. März im Handel ist und den Titel »Mission Galaxis« trägt, haben wir von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen lassen. »Die Wutwolke«, so der Name des zuletzt gelesenen Comics, hatte zwar den ein oder anderen kleinen zu kritisierenden Punkt, war alles in allem aber ganz ordentlich, wie wir ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bisher ein wenig kritischer als wir: Während wir bei der Note 2,8 landeten, ist der Durchschnittswert eurer Abstimmung bisher eine 3,1. Nun ging es mit einem Blick in die Sterne weiter.

Der Sternengucker

Es handelt sich um einen zwanzigseitigen Dreireiher, der ein knappes Jahr auf dem Buckel hat: Die Erstveröffentlichung im italienischen Wochenmagazin »Topolino« erfolgte am 29. April des letzten Jahres, also gerade in der Phase, in der Italien besonders schwer vom Coronavirus gebeutelt worden war. Der von Silvia Martinoli erdachte und von Davide Cesarello gezeichnete Comic hieß damals »Pippo, Topolino e lo stellocchiale di Astrus de' Pipps«, was zu Deutsch »Goofy, Micky und die Sternenbrille von Astrus Goofus« bedeutet.

Worum geht es?

Goofys Dachboden ist bekanntlich eine katastrophale Rumpelkammer. Nachdem er daran scheitert, zwischen allem Gerümpel seinen weichen Liegestuhl zu finden, beschließt er, kurzen Prozess zu machen und auszumisten. Dabei stößt er auf den »legendären Sternengucker« (eine Brille) seines Ururahns Astrus Goofus, der schon seit vielen Jahrhunderten in seiner Familie weitervererbt wurde.

Spoiler

Astrus Goofus war ein Astronom, der zu seiner Zeit sehr moderne Ansätze hatte und beispielsweise bereits wusste, dass die Erde rund ist und sich um die Sonne dreht, auch wenn der ein oder andere Soul- und R&B-Jammermusiker anderer Ansicht ist. Astrus verschwand eines Tages, als er (der Legende nach) auf dem Schweif eines Kometen davonritt, und er wurde nie wieder gesehen. Goofy glaubt, die Sternenbrille habe magische Fähigkeiten, und er will sie ausprobieren. Micky begleitet ihn. Erst entdeckt Goofy den Polarstern und die Milchstraße, ohne zu wissen, dass beides nichts besonderes ist. Dann fliegt ihm ein Insekt vor die Linse, und er hält es für ein »Marsmännchen von einem fremden Planeten«. Schlussendlich entdeckt er nichts am Himmel, Goofy ist aber trotzdem zufrieden, denn er hat schließlich dennoch etwas wiederentdeckt: Die Erinnerungen an die Abenteuer seines Vorfahren. Goofy beschließt schlafen zu gehen und komplimientiert Micky weg. Am nächsten Tag verwendet er den Sternengucker nur noch als Sonnenbrille. Den Dachboden rämt er wieder mit Müll voll, und durch ein Fenster sieht man Astrus Goofus auf seinem Kometen vorüberfliegen.

Die Einschätzung

Jedem Kommentar zum Inhalt wollen wir zunächst voranstellen, dass dieser Comic außergewöhnlich schlecht gezeichnet worden ist. Sicherlich kann man das Ganze als Versuch einordnen, das Standardantlitz der Figuren ein wenig zu modernisieren, aber auf einigen Panels sehen Micky und Goofy einfach nur verzerrt aus. Die Geschichte selbst mag vielleicht nicht unterirdisch sein, sie kann allerdings nicht mit der »Wutwolke« mithalten, und mit der »Glitzerquelle« schon gar nicht. Hier haben wir einen der Fälle, bei denen die Tatsache, dass die Idee halbwegs neu ist, das Einzige ist, das man so richtig positiv anmerken kann ... wobei zumindest der Ansatz, dass Messie Goofy auf seinem Speicher irgendeinen bedeutsamen Gegenstand findet, auch schon recht oft strapaziert wurde. Ansonsten stellt sich die ganze Zeit die Frage, was Micky eigentlich dazu getrieben hat, die ganze Zeit (weitgehend passiv) dabeizustehen, ohne seinen Kumpel mal richtig aufzuklären, wo der Hase langläuft. Vor allem aber fragten wir uns, was dem Leser der Schluss sagen soll - dass es okay ist, ein Messie zu beiben, und dass Goofys Ahn wirklich auf einem Stern durchs All segelt? Also bitte. Schlussendlich entschieden sich drei Mitarbeiter unserer Seite, den Comic mit der Note Vier zu bewerten, zwei gingen noch eine Stufe weiter nach unten und entschieden sich für eine Fünf. Damit landeten wir hier am Ende bei einer 4,4.


Wie fandet ihr "Der Sternengucker"?
1
 
 204 (23,3%)
Schulnote 5
2
 
 161 (18,4%)
Schulnote 4
3
 
 159 (18,2%)
Schulnote 3
4
 
 150 (17,1%)
Schulnote 6
5
 
 128 (14,6%)
Schulnote 2
6
 
 73 (8,3%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 875 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz