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  Die Entenanalyse: Der Schatz der Pinguine
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Vor wenigen Wochen thematisierten wir hier das 540. Lustige Taschenbuch, das den Titel »Zank und Zoff« trug. Es entpuppte sich als eine der besseren Ausgaben der letzten Monate und sorgte vor allem nach dem sehr schwachen 539. Band für ein wenig Ausgleich. Falls euch unsere damalige Einzelanalysen der enthaltenen Comics noch interessieren sollten, dann könnt ihr die Übersicht der damaligen Beiträge an dieser Stelle finden. Am 5. Januar ist nun das erste Lustige Taschenbuch des neuen Jahres erschienen. Es trägt den Titel »Der Schatz der Pinguine«, und wir haben auch dieses Buch von fünf unserer Mitarbeiter lesen lassen. Hier soll es nun mit der Titelgeschichte losgehen.

Der Schatz der Pinguine

Hierbei handelt es sich um den einzigen Comic des Bandes, der nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen wurde, sondern exklusiv für diesen Band sowie für seine anderen europäischen Ableger geschrieben wurde. Immerhin: Damit hätten wir dies schnell hinter uns, denn die Exklusivgeschichten sind - vorsichtig ausgedrückt - nicht immer die besten Komponenten der Lustigen Taschenbücher. »Der Schatz der Pinguine« wurde von Pietro Zemelo geschrieben und von Andrea Ferraris gezeichnet. Der internationale Titel des dreißig Seiten langen Dreireihers lautet »Penguins, Hats, and 100 kilogrammes of Gold«.

Worum geht es?

Daisy und Donald verkaufen Mützen, die Daisy selbst gestrickt hat, und diese gehen weg wie warme Semmeln. Nachdem die Kundschaft die beiden nach der Hintergrundgeschichte der Mützen fragt, die außergewöhnlich sein soll, beginnen die beiden diese zu erzählen. Der Schwank, den sie zu berichten haben, führt die Zuhörer in die Antarktis.

Spoiler

Los geht Daisys und Donalds Bericht in der Entenhausener Sternwarte ... wie auch immer sie diesen Teil nacherzählen können, da sie eigentlich gar nicht dabei waren. Hier zetert der Hilfshausmeister über seinen nächtlichen Job, dann liest er eine Tickermeldung, laut der die automatischen Systeme den Niedergang eines hundert Kilogramm schweren goldenen Meteoriten in der Antarktis registriert haben. Er löscht die Meldung, damit sie niemand anderes lesen kann, und beschließt, sich das Gold unter den Nagel zu reißen. Dazu gibt er sich als »Professor Dunselfopper« aus und engagiert den erstbesten naiven Erpel als seinen Assistenten, der für ihn die Drecksarbeit erledigen soll: Donald Duck. Donald begleitet »Dunselfopper«, da ihm dafür 50.000 Taler versprochen werden. Tatsächlich hat der Hausmeister jedoch im Kleingedruckten ihres Vertrages ein zusätzliches »h« in den Namen der Währung eingebaut. 50.000 »Thaler« sind praktisch wertlos. Umgekehrt müsste Donald 5.000 »richtige« Taler Vertragsstrafe zahlen, sollte er sein Engagement vorzeitig abbrechen. Daisy begleitet die beiden. In der Antarktis lässt es sich Dunselfopper gutgehen, während Donald und Daisy die ganze Arbeit erledigen. Dabei begegnen sie wiederholt Pinguinen, die sich für Daisys selbstgestrickte Mützen begeistern. Schlussendlich finden sie auch das Gold. In dem Moment kommt es zum endgültigen Zerwürfnis mit Dunselfopper und zu Handgreiflichkeiten. Durch sein Krakeelen löst der böse Hausmeister eine Lawine aus, die ihn verschüttet, während Daisy und Donald von den Pinguinen gerettet werden. Dunselfopper ist schlussendlich eingefroren. Da der Eisblock genau hundert Kilo wiegt und im Vertrag lediglich festgehalten wurde, dass genau hundert Kilo aus der Antarktis abtransportiert werden sollen, nicht aber dass es sich um Gold handelt, kommt Donald um eine Vertragsstrafe herum. Zu allem Überfluss kommt heraus, dass Dunselfopper in der Sternwarte beim Löschen der Daten gefilmt wurde, so dass er nun ein Fall für die Polizei ist. Dank eines Selfies, dass Donald und Daisy mit den Pinguinen geschossen haben, werden anschließend die darauf abgebildeten Mützen zu einem Verkaufsschlager.

Die Einschätzung

Nun ... das Beste vorweg: Die Storyline, die sich die Macher des Comics ausgedacht haben, ist defintiiv in dieser Form noch nicht dagewesen und wirkt daher unverbraucht. Wirklich gut ist sie allerdings leider nicht. Sieht man mal davon ab, dass es generell wenig sinnreich ist, dass es eine einzige Sternwarte auf der Welt geben soll, die den Niedergang eines gewaltigen Meteoriten registriert - zum Vergleich: der größte in Deutschland gefundene Meteorit wog 30,26 Kilogramm - ist es ziemlich abstrus, dass ein Hausmeister ein Flugzeug in die Antarktis chartert und ihm Donald und Daisy dort aufgrund eines im Vorbeigehen zusammengepinselten Wischs »dienen«. Der Überbau des Comic, also der Verkauf der Wollmützen, hat eigentlich auch keinen rechten Nutzen und streckt die eigentliche Story nur ein paar Seiten in die Länge. Immerhin: Hie und da sind die Sprechblasen nicht ganz unwitzig, und ganz nett gezeichnet ist der Comic auch. Lange in Erinnerung wird das Ganze dadurch aber auch nicht bleiben. Schlussendlich entschied sich ein Mitarbeiter unserer Seite, den »Schatz der Pinguine« mit der Schulnote Drei zu bewerten, drei von uns ertielten die Note Vier, und einmal wurde eine Fünf vergeben. So landeten wir hier am Ende beim Durchschnittswert 4,0.


Wie fandet ihr "Der Schatz der Pinguine" (den Einzelcomic)?
1
 
 144 (31,2%)
Schulnote 4
2
 
 135 (29,3%)
Schulnote 3
3
 
 99 (21,5%)
Schulnote 2
4
 
 37 (8,0%)
Schulnote 6
5
 
 27 (5,9%)
Schulnote 5
6
 
 19 (4,1%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 461 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz