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  Die Entenanalyse: Der Schaffwandler
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In den vergangenen Tagen haben wir an dieser Stelle die Comics des 550. Lustigen Taschenbuchs besprochen, das den Titel »Reise zur Erdmitte« trägt und seit dem 14. September im Handel ist. Zuletzt war die Geschichte »Zwang und Zwietracht« an der Reihe, in der Gitta Gans nach langer Zeit mal wieder in das Kostüm ihres Superheldinnen-Alter-Egos der »Hüterin der Herzen« schlüpft. Den zugehörigen Artikel findet ihr durch einen Klick hier. Die Geschichte war ziemlich konfus, aber wir empfanden sie trotzdem als halbwegs okay (Schulnote 3,2). Eure Abstimmung läuft noch nicht lange genug, um ein Fazit ziehen zu können, aber tendenziell scheint ihr die Story etwas schlechter zu bewerten als wir. Zum Abschluss des Bandes folgte nun noch eine Dussel-Duck-Geschichte.

Der Schaffwandler

Noch nicht einmal ein Jahr ist dieser dreißig Seiten lange Dreireiher alt: Am 18. November des letzten Jahres wurde er im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Der Originaltitel lautete »Paperoga e il sonnambulismo risolutore«, was wohl »Dussel Duck und das rettende Schlafwandeln« bedeutet. Der Comic wurde von Giulio D'Antona ersonnen und von Carlo Limido in Bilder gegossen.

Worum geht es?

Der wissbegierige Dussel Duck möchte einen neuen Fortbildungskurs besuchen, hat jedoch schon so vielen davon beigewohnt, dass er nun kein Geld mehr hat, um die anfallenden Gebühren zu bezahlen. Kurzerhand besucht er seine Verwandten und Freunde, um sie um Geld zu bitten. Alle lassen ihn abblitzen. Als er an Donalds Haus ankommt, rennt der Hausherr gerade davon, um einen Auftrag für Onkel Dagobert zu erledigen. Da Donald gerade dabei war, das Haus zu streichen, übernimmt der hilfsbereite Dussel dessen Aufgabe. Als Donald zurückkommt, sieht das Gebäude wie ein Farbkasten aus. Donald ist fuchsteufelswütend, doch als er tags darauf aufwacht, ist ds Haus wieder vollkommen blitzeblank. Hier scheint also etwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen.

Spoiler

Auch bei Daniel Düsentrieb wurde aufgeräumt, ohne dass der Erfinder weiß, wie es dazu kommen konnte. Nachdem Dussel Duck ein Stück der Fassade von Donalds Haus wieder demoliert und ein Fenster kaputtmacht, nutzen der Erfinder und Donald den Schaden, um Überwachungskameras anzubringen und zu beobachten, was sich des Nachts tut. Sie sehen, dass der Schaden wieder bereinigt wird ... und zwar vom schlafwandelnden Dussel, der wie ein exzellenter Handwerker arbeitet. Nachdem Primus von Quack erläutert, wieso dies geschieht, beginnt Donald seinen Vetter und seine frisch gewonnene Fähigkeit auszunutzen. Er lässt sich ganz gezielt von Dussel am Haus »helfen«, damit dieser tagsüber ein paar Dinge ruiniert und sie anschließend unbemerkt nachts wieder doppelt gut instandsetzt. So räumt der schlafwandelnde Dussel Donalds Garage auf, repariert die Dachrinne und den 313er. Als an seinem eigenen Haus nichts mehr zu verbessern ist, empfiehlt Donald seinem Onkel Dagobert, Dussel die Münzen polieren zu lassen. Seine Hoffnung ist, dass Dussel sie nachts so sehr zum Glänzen bringt, dass sie ein Jahr lang nicht mehr gewienert werden müssen. Das Experiment endet fatal: Dussel bringt eine Wand des Geldspeichers zum Kollabieren und jede Menge Taler fallen aus dem Gebäude. In genau diesem Moment verliert Dussel seine schlafwandlerischen Fähigkeiten und verfällt sttatdessen in einen außergewöhnlich tiefen Schlaf. So bleibt Donald am Ende nichts anderes übrig, als (mit Dussel auf einer Schubkarre) vor seinem Onkel zu flüchten.

Die Einschätzung

Wenn man sich auf der Disney-Comic-Plattform I.N.D.U.C.K.S. umsieht, dann könnte man glatt meinen, dass es sich bei »Der Schaffwandler« um einen ziemlich guten Comic handelt, denn er kratzt dort an den obersten zehn Prozent der besten Comics aller Zeiten (derzeit Platz 5.071 von 41.101). Um ehrlich zu sein: Wir haben keinen blassen Schimmer, woher die positive Bewertung kommt. Gut: Wir schleppen generell ein paar Vorbehalte gegenüber Dussel-Duck-Comics mit uns herum, und auch wir müssen zugeben, dass wir schon schlechtere Geschichten rund um den chaotischen Zipfelmützenträger gelesen haben, aber vom Prädikat »gutklassig« ist das Ganze trotzdem weit entfernt. Damit, dass Dussel im Schlaf jede Menge Fertigkeiten aufweist, wurde dem Spleen des kontinuierlichen Fortbildungs-Besuchens zwar ein neuer Dreh gegeben, aber dieser kann auch nicht davon ablenken, dass das Gimmick vollkommen abgenutzt ist und viel zu oft ausgeschlachtet wurde. An den »Simpsons« wurde jahrelang kritisiert, dass die Figur des Homer Simpson von Staffel zu Staffel immer dümmer dargestellt wurde und der Level der schlechten Slapstick immer weiter erhöht wurde, doch um jemals an Dussel Duck heranzukommen, können die Macher der Serie gar nicht genug Staffeln drehen. Dass Dussel dann ausgerechnet im entscheidenden Moment versagt, ist genauso vorhersehbar wie unkreativ. Wirklich amüsant war nur die Gestaltung der Treppe, die zur Tür von Primus von Quacks Haus führt. Leider kein sonderlich erquickender Abschluss dieses Bandes also. Einer unserer Mitarbeiter rang sich trotzdem zur Note Drei durch, die anderen Testleser vergaben jeweils zweimal die Noten Vier und Fünf. Damit landeten wir im Schnitt bei der Schulnote 4,2.


Wie fandet ihr "Der Schaffwandler"?
1
 
 163 (38,8%)
Schulnote 5
2
 
 131 (31,2%)
Schulnote 6
3
 
 64 (15,2%)
Schulnote 4
4
 
 24 (5,7%)
Schulnote 3
5
 
 20 (4,8%)
Schulnote 2
6
 
 18 (4,3%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 420 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz