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  Die Entenanalyse: Der Pechpilz und der Glücksvogel
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Das 545. Lustige Taschenbuch, das den Titel »Die Duckyssee« trägt und seit Ende April im Handel ist, fällt nach fünf bisher von uns gelesenen Geschichten in die Kategorie »solala«. Die Titelgeschichte war ganz okay, dann kam ziemlich viel Leerlauf. Mit dem Comic »Das Onkel-Komplott« ging es zuletzt ein klein wenig bergauf, letztlich war aber auch dieses harmlose Werk nichts, das lange in Erinnerung bleiben wird, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bisher ein kleines Bißchen kritischer als wir: Während wir die Schulnote 3,2 vergeben hatten, kommt eure Abstimmung bisher auf den Schnitt 3,41. Im nächsten Comic ging die Fehde von Donald und Gustav in eine neue Runde.

Der Pechpilz und der Glücksvogel

Hierbei handelt es sich um den zweitlängsten Comic dieses Bandes. Er umfasst immerhin 41 Seiten und wurde zweigeteilt abgedruckt, unterbrochen durch einen Comic, auf den wir in der nächsten Folge unserer »Entenanalyse« zu sprechen kommen werden. Er wurde am 12. August des letzten Jahres im italienischen Magazin »Topolino« erstmals veröffentlicht, damals auch in zwei Teilen, die jedoch unmittelbar hintereinander abgedruckt wurden. Damals hieß das gute Stück »Paperinik e la vacanza di fortuna«, was zu Deutsch »Phantomias und die Ferien des Glücks« bedeutete. Im Lustigen Taschenbuch erhielten die beiden Parts mit »Ferien mit Fortuna« und »Urlaub mit Ungemacht« zwei Untertitel, was im Original nicht der Fall war. Der Comic stammt von Marco Gervasio, gezeichnet wurde er von Roberto Vian.

Worum geht es?

Gustav hat einen Urlaub am Meer für zwei Personen gewonnen und möchte diesen mit Daisy verbringen. Donald hat zeitgleich geplant, mit Daisy an den Stausee im beschaulichen Bad Gantenrupf (autsch!) zu fahren. Die beiden Vettern prügeln sich, bis die wütende Daisy festlegt, dass sie mit keinem von beiden wegfährt, sondern mit ihrer Freundin Henriette nach Bad Biberslust (pfui!) reist. Donald und Gustav sollen hingegen gemeinsam ans Meer fliegen und dort lernen, miteinander zurechtzukommen.

Spoiler

In der Nacht vor dem Flug wird bei Gustav eingebrochen, und ein finsterer Mann macht sich an seinem Koffer zu schaffen. Auf dem Weg zum Urlaubsort gibt es eine Verkettung an Glücksfällen und Unglücksmomenten, die sich gegeneinander ausgleichen, was darauf hindeutet, dass sich Gustavs Glück und Donalds Pech in der Waage halten. Im Hotel ist beispielsweise keine Reservierung vorhanden, was dazu führt, dass Donald in einem kleinen Kellerraum und Gustav in der Kaisersuite landet. In Letzterer gibt es dann wieder ungebetenen Versuch: Ein Mann schnappt sich Gustavs Koffer. Offensichtlich sollte Gustav - ohne sein Wissen - etwas transportieren: Erst wurde es ihm in den Koffer gelegt, nun sollte es wieder herausgenommen werden. Donald und Gustav haben jedoch ihre (identischen) Koffer vertauscht, so dass der Gangster und sein Komplize nicht das Erhoffte finden. Sie beschließen deshalb, Gustav zu entführen, da sie davon ausgehen, dass er »die Sachen« gefunden hat. Da Donald im entscheidenden Moment ein Sakko von Gustav trägt, wird er mit ihm verwechselt und verschleppt. Er besinnt sich darauf, dass er nicht nur Pechvogel Donald, sondern auch Held Phantomias ist, und er schafft es, auszubrechen. Die Gangster entführen indessen den richtigen Gustav. In einem Phantomias-Kostüm gelingt es Donald, die Ganoven zu überrumpeln und Gustav zu befreien. Das »Transportgut« entpuppt sich als Juwelen und Geschmeide, das Diebesgut aus einem vorausgegangenen Raubzug. Nachdem die Verbrecher überwältigt sind, schüttet Gustav gegenüber dem vermeintlichen (und auch richtigen) Phantomias sein Herz aus und macht ihm deutlich, dass sein Leben nicht ganz so schön ist, wie es nach außen wirkt. Nach ihrer Rückkehr und dem Wiedersehen mit Daisy prügeln sich Gustav und Donald wieder. Donald wird abschließend als vermeintlicher Mittäter der Ganoven (vorübergehend) festgenommen - sein Pech wird er schlicht und einfach nie los.

Die Einschätzung

Dass sich die Macher des Lustigen Taschenbuchs dazu entschlossen haben, diese Geschichte direkt hinter das »Onkel-Komplott« zu stellen, ist ein wenig unglücklich gewählt. Eben noch herrschte zwischen Donald und Gustav Friede, Freude, Eierkuchen und sie musizierten gemeinsam, nur wenige Seiten später prügeln sie wieder aufeinander ein. Natürlich gehört es im Disney-Universum dazu, die Comics isoliert zu betrachten und am besten sofort zu vergessen, was gerade eben noch geschah, hier wirkt es aufgrund des schnellen Wechsels jedoch ziemlich merkwürdig. Tatsächlich ist dies aber der einzige Part, der Stirnrunzeln auslöst, denn ansonsten wusste dieser Comic durchaus zu gefallen. Zwar ist es nicht neu, Donald und Gustav um die Gunst Daisys ringen zu sehen, und die Androhung der holden Ente, man sei beim nächsten Streit »geschiedene Leute«, gab es gefühlt schon hundert Mal in wortwörtlicher Form, aber hier wurden jede Menge neue Ideen eingestreut, die dem Ganzen jede Menge Pfiff verliehen. Dass sich der weitere Verlauf sogar noch zu einer Phantomias-Story entwickelt, ist ohne vorherige Beschäftigung mit dem Stoff überraschend, aber passend und gut in Szene gesetzt. »Der Pechpilz und der Glücksvogel« hat einen guten und schlüssigen Plot, amüsante Momente, actionreiche Momente, spannende Momente - kurzum: eine gute Mischung, die uns sogar besser als die Titelstory gefallen hat. Vier unserer Mitarbeiter entschieden sich für die Note Zwei, eine Mitarbeiterin vergab die Note Drei. Damit landeten wir hier am Ende beim Durchschnittswert 2,2.


Wie fandet ihr "Der Pechpilz und der Glücksvogel"?
1
 
 147 (35,0%)
Schulnote 2
2
 
 123 (29,3%)
Schulnote 3
3
 
 63 (15,0%)
Schulnote 4
4
 
 62 (14,8%)
Schulnote 1
5
 
 18 (4,3%)
Schulnote 5
6
 
 7 (1,7%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz