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  Die Entenanalyse: Der Mentalist
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Nachdem das Lustige Taschenbuch, das im Oktober erschienen war, sich als ganz ordentlich erwiesen hatte und sogar eine sehr gute Geschichte beinhaltet hatte, zeichnet sich immer mehr ab, dass sich der seit dem 10. November erhältliche Band 539 mit dem Titel »Zurück am Tatort Entenhausen« als ein ziemliches Ärgernis in Buchform herausstellt. Auch der zuletzt von uns thematisierte Comic »Die Farben der Zukunft« war ziemlich schwach und vor allem restlos unlogisch, wie wir euch an dieser Stelle schilderten. Nun ging es auch noch mit Dussel Duck weiter, dessen Auftritte unsere fünf Testleser selten zu überzeugen wissen.

Der Mentalist

Der Comic »Der Mentalist« ist außergewöhnlich jung: Er wurde am 11. März des aktuellen Jahres im italienischen Magazin »Topolino« erstmals veröffentlicht. Dass schon nach einem halben Jahr eine Übersetzung für das Lustige Taschenbuch erfolgt, ist außergewöhnlich, in diesem Fall aber auch nicht übermäßig aufwändig (dazu später mehr). Der sechzehn Seiten lange Dreireiher wurde von Marco Nucci geschrieben und von Enrico Faccini gezeichnet. Der Originaltitel lautete »Paperoga in: Basta pensarlo!«, was zu Deutsch »Dussel Duck in: Denk einfach nach!« bedeutet.

Worum geht es?

Dussel Duck besucht eine Show des Mentalisten »Der große Meningi«. Dieser hat die Fähigkeit, x-beliebige Dinge aus seinem Zylinder zu ziehen, er muss sie sich vorher nur vorstellen. Nach der Show steigt Meningi in einen Transporter und fährt davon. Sein Zylinder purzelt ihm in einer Kurve aus dem Wagen, und Dussel findet das gute Stück.

Spoiler

Dussel versucht nun selbst den Zylinder zu bedienen. Er stellt sich ein Stück Kuchen vor und zieht es aus dem Kopfputz, anschließend eine Ukulele und schließlich seine Katze. Damit zieht er die Aufmerksamkeit der auf einem Staubsauger (?) vorbeifliegenden Gundel Gaukeley, der Panzerknacker und Klaas Klever auf sich. Die Bösewichte beobachten ihn bei seinen Zauberversuchen und überlegen sich, was sie selbst anstellen könnten, wenn sie in den Besitz des Zylinders kämen. Schlussendlich entschließen sie sich alle gleichzeitig, Dussel in die Mangel zu nehmen und ihm den Hut abzunehmen. Zeitgleich stellt der große Meningi fest, dass ihm ein Zylinder abhanden gekommen ist. Kurzerhand nimmt er sich einen seiner anderen Hüte, stellt sich seinen Zylinder vor und zieht ihn durch den Hut. Dadurch landet nicht nur der Zylinder in Meningis Haus, sondern auch Dussel und seine Katze. Dussel freut sich über den Anblick des Zauberers, dann greift eine riesige Hand durchs Fenster und zerrt ihn aus dem Haus. Dussel erwacht, und es stellt sich heraus, dass alles nur ein Albtraum war.

Die Einschätzung

Eine Sache haben wir bis hierhin noch gar nicht erwähnt: Es handelt sich um einen stillen Comic, der gänzlich ohne Sprechblasen auskommt und nur die Bilder erzählen lässt. Womöglich konnte er deshalb auch so schnell ins Deutsche übertragen werden, denn hier galt es nur ein paar Schilder und Aufschriften zu übersetzen. Und nun ist die Sache die: Stille Comics wissen uns wirklich sehr selten zu überzeugen. Das gleiche trifft auf Dussel-Duck-Comics zu, wie wir schon eingangs erwähnten. Hier haben wir also so etwas wie eine toxische Kombination. Für das, was er ist, war der Comic schlussendlich jedoch gar nicht mal so schlimm, aber eben nur mit genau dieser Einschränkung. Der Comic profitierte davon, dass es vergleichsweise wenig »Dummheits-Slapstick« gab, für einen Dussel-Comic also recht wenige Szenen, die krampfhaft durch besonders törichtes Verhalten des Erpels mit mit den strähnigen Haaren punkten wollen. Die sind nämlich selten bis nie witzig. Die Zeichnungen sind okay, und ehe es richtig anstrengend werden kann, ist es auch schon wieder vorbei. Dass am Ende alles nur ein Traum ist, ist indessen natürlich so ziemlich der einfallsloseste und ausgelutschteste Ausweg aus einer Story, den man sich vorstellen kann. Schlussendlich entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen für die Schulnote Drei, der Rest für eine Vier, so dass wir hier bei einer 3,8 landeten.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz