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  Die Entenanalyse: Der Klub der Entdecker
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In den letzten Tagen haben wir das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 508 Comic für Comic durchgelesen, und nur noch eine Geschichte war übrig. Dass diese auf einem ähnlichen Level sein würde wir die vorausgegangene, war dabei eher zweifelhaft, denn »Wie die Zeit verpufft« hatte sich als wirklich gut erwiesen, und nur selten sind aktuelle LTB-Storys auf diesem Niveau. Unsere Analyse findet ihr an dieser Stelle. Trotzdem gab es Anlass zur Hoffnung, dass es wieder ganz gut werden würde, da es sich um eine Story handelte, in der die Ducks auf Entdeckungstour gehen, und da sind bekanntlich häufig Kleinode dabei. »Der Klub der Entdecker« rundet das Buch ab, das »Einfach entspannen!« heißt und seit dem 19. Juni zu bekommen ist.

Der Klub der Entdecker

Hierbei handelt es sich um die einzige Geschichte des Bandes, die nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurde. Vielmehr wurde der 38 Seiten lange Dreireiher an dieser Stelle (und in den anderen Sprachversionen des Buchs) erstmals veröffentlicht. Ersonnen wurde die Story von Byron Erickson, für die zeichnerische Umsetzung war Massimo Fecchi zuständig.

Worum geht es?

Klaas Klever prahlt im Entenhausener »Klub der Entdecker« mit einer neuen Insel, die er entdeckt hat. Gleichzeitig weist Klever darauf hin, dass Dagobert Duck schon lange keine eigene Entdeckung mehr gemacht hätte. Mit seinen Vorwürfen findet er bei den anderen Klubmitgliedern Gehör, so dass diese drohen, Onkel Dagobert aus dem Klub zu werfen, sollte dieser nicht binnen kurzer Zeit herausfinden, was einst mit der Anasazi-Kultur geschehen ist.

Spoiler

Dagobert reist mit Donald und den Drillingen nach Colorado, um dort nach Spuren der untergegangenen Kultur zu stöbern. Zunächst kommen die Ducks in einem Hotel unter, am nächsten Tag wollen sie dann zu einem Nationalpark weiterreisen, der sich an der Stelle befindet, an der die Anasazi einst nachweislich lebten. In der Nacht manipulieren Klaas Klever und ein Mechaniker den Mietwagen der Ducks und stellen sicher, dass diesem das Benzin ausgehen wird und der Handyempfang gestört sein wird. Obendrein lenkt Klever die Ducks am Folgetag - verkleidet als ein alter Schotte - auf eine falsche Fährte. Als der Wagen der Ducks dann tatsächlich liegenbleibt und auch der Wasservorrat zur Neige geht, wird hastig nach einem schattigen Fleckchen gesucht, um den Tag zu überstehen. Als Rettung erweist sich eine Höhle. Ein doppelter Glücksgriff, denn Zeichnungen an der Höhlenwand weisen darauf hin, dass hier die Anasazi einst lebten. Im hinteren Raum der Höhle finden die Ducks einen mysteriösen Apparat, und als Donald daran tippt, werden sie auf einen fremden Planeten teleportiert. Die dort lebenden »Harmonianer« hatten das Gerät einst auf der Erde vergessen. Sie hatten zu jener Zeit Kontakt zu den Anasazi und waren auch für den Verlauf derer letzten Jahre verantwortlich. Nachdem den Ducks all dies erläutert wurde und ihnen der Auftrag gegeben wurde, den Interstellar-Beamer mit Hilfe eines Transmitters zurück nach Harmonia zu befördern, beamt auch Klaas Klever auf den Planeten, da er inzwischen ebenfalls den Raum und den Apparat gefunden hat. Er schnappt den Transmitter, um sich durch das Aufdecken des Alienbesuchs zum größten Entdecker überhaupt aufzuschwingen, wird aber von den Harmonianern überrumpelt. Abschließend dürfen die Ducks und Klever zurück auf die Erde, wo sie dafür sorgen, dass keine Spur eines außerirdischen Eingriffs mehr zu sehen ist.

Die Einschätzung

Die Geschichte bewegt sich in der ersten Hälfte auf einem hohen Niveau, nämlich so lange, wie man hier den Eindruck bekommt, die Ducks würden tatsächlich an einer historischen Kultur herumforschen. Ob nun im Urwald oder in der Polarregion oder eben in der Wüste wie hier sind Dagobert und seine Neffen und Großneffen meist dann am besten, wenn sie - im Stile der Duck Tales aus den neunziger Jahren - auf Entdeckertour oder Schatzsuche sind. Das versprüht dann auch immer eine nette nostalgische Atmosphäre. Dass die Story dann in eine Alien-Geschichte umkippt, ist leider eine grobe Enttäuschung. Mal davon abgesehen, dass die Ducks einfach schon ein paar hundert Mal zu oft auf Aliens getroffen sind, sollte man eigentlich spätestens seit dem Einmarsch von Indiana Jones in das Königreich des Kristallschädels wissen, was davon zu halten ist, wenn man einer Abenteuergeschichte nach hinten raus eine Alienhaube überstülpt: reichlich wenig. Schade, denn hier hätte man wirklich etwas draus machen können, wenn man sich etwas spannendes Mythologisches rund um die Anasazi ausgedacht hätte. So ist das Positivste, was von der Geschichte hängen bleibt, der optische Anblick, denn Fecchis Zeichnungen wissen wirklich zu überzeugen. Am Ende vergaben die Mitarbeiter unserer Seite jeweils einmal die Schulnoten Zwei und Drei, zweimal wurde eine Vier vergeben, und einmal eine Fünf. Das ergab am Ende den Durchschnittswert 3,6.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz