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  Die Entenanalyse: Der große Gewinn
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Sechs Comics, die im aktuellen Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurden, hatten wir bisher von einem Mitarbeiter-Quintett lesen lassen. Zwei davon waren wirklich lesenswert, dafür konnte man die anderen vier ziemlich vergessen - irgetdetwas »dazwischen« gab es nicht, nur diese beiden Extreme. Zuletzt thematisierten wir hier die seltsame Dussel-Duck-schreibt-ein-Buch-Story »Biografie mit Folgen« und waren wenig begeistert, wie ihr an dieser Stelle noch immer nachlesen könnt. Eure Wertung fällt bisher nur unwesentlich besser aus als unsere (Unsere Schulnote: 4,6, eure Note: 4,22). In dem Band, der die Nummer 541 trägt, »Der Schatz der Pinguine« heißt und seit dem 5. Januar zu bekommen ist, ging es anschließend mit Franz Gans weiter.

Der große Gewinn

Ganze anderthalb Jahrzehnte hat diese Geschichte schon auf dem Buckel: Sie wurde am 23. November des Jahres 2005 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Wenn es eine Geschichte schon so lange gibt, bislang aber noch keiner auf die Idee gekommen war, eine deutsche Ausgabe auf die Beine zu stellen, dann vermittelt dies zumindest nicht den Eindruck, dass man viel Vertrauen in die Geschichte steckt. Abgesehen von einer griechischen Übersetzung im Jahre 2019 zeigte man sich in anderen Ländern ebenso zurückhaltend. Der fünfzehn Seiten lange Dreireiher wurde von Bruno Concina geschrieben, von Claudio Panarese gezeichnet und hieß ursprünglich »Ciccio e la gara di garzone dell'anno«, was »Franz Gans und der Wettbewerb um den Titel des Knechts des Jahres« bedeutet.

Worum geht es?

Donald Duck besucht Dorette und stellt überrascht fest, dass ihr Knecht Franz nicht wie gewohnt herumlungert, sondern bemerkenswert emsig wirkt. Er erfährt, dass Franz für einen Wettbewerb trainiert, bei dem es darum geht, der beste Knecht zu sein. Dem Sieger winkt ein riesiger Eisbecher als Gewinn. In den letzten Jahren war Franz immer wieder gescheitert, nun soll es endlich soweit sein.

Spoiler

Franz' Konkurrenz macht sich zunächst über seine neuerliche Teilnahme lustig. Er startet jedoch erfolgreich in den Wettbewerb: Beim Sackhüpfen stürzen alle anderen übereinander, und so gewinnt er diesen Part nahezu kampflos. Beim Mähen und Aufhäufen von Gras ist er zwar im ersten Teil der Langsamste, dafür häuft er dank seiner Übung auf Oma Ducks Hof so schnell auf, dass er die Disziplin trotzdem gewinnt. In anderen Kategorien sieht es weniger gut für ihn aus: Beim Brombeerpflücken versagt er, da er die Beeren vor dem Abwiegen aufisst, beim Holzhacken und Errichten eines überdachten Gatters ist er chancenlos. Am Ende steht es unentschieden, und ein Stechen wird veranlasst. Während ausbaldowert wird, welche Disziplin das Stechen werden wird, macht Franz noch schnell ein Nickerchen, um Kraft zu tanken. Während er dies tut, versucht ein Dieb das Gewinnertier des Wettbewerbs um die schönste Kuh zu stehlen. Franz hat sich vor dem Einschlafen jedoch an das Tor gelehnt, durch das der Unhold den Festplatz verlassen möchte, und so kann dieser die Pforte nicht öffnen. Der Dieb wird dingfest gemacht, und Franz wird für sein »mutiges Einschreiten« mit dem Turniersieg - und damit dem Rieseneisbecher - entlohnt.

Die Einschätzung

Nun ... tatsächlich ist dieser Comic nicht unbedingt einer gewesen, von dem es unbedingt eine deutsche Version bedurft hätte. Angesichts seiner Kürze kann man ihn ohnehin nur als eine Auffüll-Gagstory betrachten. Was aber am meisten stört, ist die Tatsache, dass man beim Lesen das Gefühl hat, den gleichen Storyablauf schon unzählige Male in anderen Disney-Comics gelesen zu haben. In einer Ausgabe des Micky Maus Magazins nahm Donald Duck beispielsweise im vergangenen November an einem Zaubererwettbewerb teil und versagte, gleichzeitig wurde im Dunstkreis des Wettbewerbs ein Überfall durchgeführt, und anschließend wurden die Diebe zur Strecke gebracht. Vier Wochen zuvor nahm Donald in der damaligen Ausgabe an einem Wettbewerb teil, bei dem neue Rekorde aufgestellt werden sollten, er scheiterte, die Panzerknacker führten einen Fischzug durch, und sie wurden zur Strecke gebracht. Im Juli gab es in diesem Heft einen Wettbewerb, bei dem die beste neue Sportart gefunden werden sollte, Donald nahm teil, gewann nicht, brachte jedoch zwei Gangster zur Strecke und erhielt dafür 10.000 Taler. Und so weiter. Oder wie es Dr. Erika Fuchs formulieren würde: Gähn! Das war somit alles in allem wenig erbaulich. Am Ende entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen für die Note Drei, drei vergaben die Note Vier, und einer strafte die Geschichte mit der Note Fünf ab. Dadurch landeten wir summa summarum beim Durchschnittswert 4,0.


Wie fandet ihr "Der große Gewinn"?
1
 
 166 (41,5%)
Schulnote 2
2
 
 108 (27,0%)
Schulnote 3
3
 
 54 (13,5%)
Schulnote 4
4
 
 43 (10,8%)
Schulnote 5
5
 
 17 (4,3%)
Schulnote 1
6
 
 12 (3,0%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz