Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.361 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »EniK«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Der Glückssammler
Werbung:
Drei Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504 hatten wir nun schon durch fünf unserer Mitarbeiter, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, lesen lassen. Auf die erste gute Geschichte müssen wir leider immer noch warten, denn auch die Story über »Das Leichtigkeitselixier«, die wir für euch an dieser Stelle analysiert haben, erwies sich allenfalls als durchschnittlich. Doch wir haben uns nicht klein kriegen lassen und mit der nächsten Geschichte weitergemacht.

Der Glückssammler

Hierbei handelt es sich um eine Geschichte, die vor etwa einem halben Jahrzehnt - um es genau zu nehmen am 19. März 2013 - im italienischen Magazin »Topolino« erstmals abgedruckt wurde. Bei dem dreißig Seiten langen Dreireiher handelt es sich um einen von Carlo Panaro ersonnenen Comic, für die Zeichnungen war Roberta Migheli verantwortlich. Der Originaltitel lautete »Gastone e il Progetto Blackmoon«, was zu Deutsch »Gustav und das Blackmoon-Projekt« bedeutet. Die deutschsprachige Erstveröffentlich erfolgte im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504, das seit dem 27. Februar 2018 im Handel ist und den Titel »Der Superschleim« trägt.

Worum geht es?

Glückspilz Gustav Gans werden seine neuesten Gewinne geliefert. Darunter befinden sich unter anderem drei Plasmafernseher, eine Kreuzfahrt und ein Mobiltelefon der neuesten Generation. Als Gustav seine SIM-Karte in Letzteres hineinsteckt, gibt es ein kurzes »Futzel«, woraufhin Gustav zu Boden geht und das Handy zerbricht. Außerhalb des Hauses steht ein Lieferwagen - nämlich der, in dem die Männer sitzen, die ihm das Telefon zugestellt haben -, und dort geht ein Signal ein, woraufhin der Wagen davonrauscht.

Spoiler

Donald und Tick, Trick und Track finden Gustav und richten ihn wieder auf. In der Folge stellt Gustav fest, dass ihm sein Glück offenbar vollständig abhanden gekommen ist. Durch ein Telefonat mit einem zweiten ehemaligen Glückspilz, der auch nur noch Pech hat, erfährt Gustav, dass dieser vor der Wendung seines Schicksals auch ein Handy gewonnen hatte, das beim ersten Anschalten »Futzel« machte. Gemeinsam mit den Ducks folgt er daraufhin den Reifenspuren des Lieferwagens. Diese enden in der Wildnis. Als sie dort nach Hinweisen suchen, werden sie von einem unbekannten Ort aus beobachtet. Der »Ort« entpuppt sich als ein Raumschiff, das bis dahin unsichtbar war. Soldaten entsteigen diesem und nehmen die Enten fest. Sie werden zum Kapitän des Schiffes geführt, ein Professor namens Nortuma. Der gibt bekannt, dass er diversen Glückspilzen das Glück abgesaugt hat, um es später auf sich selbst zu projizieren und damit zum mächtigsten Verbrecher aller Zeiten zu werden. Gustav überwältigt daraufhin den verrückten Professor. In einem letzten Wink seines Glücks verliert er dabei einen braunen Luftballon, den er bis dahin mit sich herumgetragen hatte. Der Luftballon bleibt in der Maschine stecken, die von dem Professor zum »Glücksabsaugen« benutzt wurde. Sie explodiert, und das Glück kehrt zu Gustav zurück. Er erhält eine Belohnung in Höhe von einer Million Taler für die Zerstörung der Basis des Professors und lädt Donald und die Kinder zu einer Weltreise ein.

Die Einschätzung

Das erste, das bei dem Comic ins Auge sticht, sind die teilweise sehr eigenartigen Zeichnungen der Protagonisten. Roberta Migheli hat sich hier augenscheinlich an einem sehr indivualistischen Stil versucht, bei dem die Proportionen ... nun, sagen wir mal »außergewöhnlich« dimensioniert wurden. Insbesondere die erwachsenen Figuren wirken kleiner als üblich, ihre Köpfe wurden jedoch in der normalen Größe belassen. Außerdem wirken die Figuren bisweilen instabil. Das Ganze sieht besser aus als die fürchterlichen Zeichnungen im DuckTales-Reboot, aber es ist definitiv keine Verbesserung gegenüber den »normal« gezeichneten Figuren. Und überhaupt: Wozu soll man ohne Not etwas ändern, was gut ist?

Davon abgesehen ist die Storyidee, dass Gustav sein Glück verliert, natürlich nicht unbedingt neu, sondern wurde schon recht oft durchexerziert. Was hingegen neu ist, ist die Art und Weise, in der es ihm dieses Mal abhanden kommt. Es genügt, um ausreichend frischen Wind durch die Seiten wehen zu lassen, um unterhaltend zu sein, ein richtig guter Comic ist aber auch »Der Glückssammler« nicht. Insbesondere stört, wie leicht sich der Oberbösewicht überrumpeln lässt - ein Schubser, und schon im nächsten Bild ist er gefesselt. So kommt natürlich keine Spannung auf. Und durch den fragwürdigen Zeichenstil hat die Geschichte auch eher gelitten als profitiert. So entschlossen sich letztlich jeweils zwei unserer Mitarbeiter dazu, dem Comic die Schulnoten Drei und Vier zu geben, ein Mitarbeiter entschied sich für eine Fünf, womit summa summarum die Durchschnittsnote 3,8 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz